Der übliche Streit

Das übliche Theater auf einem Gnadenhof. Aktion, Reaktion, Aktion, Reaktion.
Von aussen, ohne sich selbst ein Bild zu machen oder mal nachzufragen, wissen es einige Menschen mal wieder besser und verbreiten das auch gerne auf Facebook.
Schöne Grüße von hier an Barbara Uecker (Aktion, Reaktion).

Leider mussten wir in diesem Falle sogar eine entsprechende Klarstellung im Internet verbreiten, manchmal geht es nicht anders.

https://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/positionierung-zu-barbara-ueckers-facebook-aussagen-zu-unserem-gnadenhof/
Ich ärgere mich sehr über diesen „Klassiker“.
Etlichen, der scheinbar aufgestachelten KlugschnackerInnen wurde angeboten, doch einfach mal vorbei zu kommen, sich ein Bild zu machen, selber(!!), die Diskussion zu suchen.
„Komm doch gerne mal vorbei. Mache Dir ein Bild. Kann sein, dass wir uns dann streiten oder so…aber NUR wenn Du Dir selber ein Bild machst, kann eine objektive Meinungsbildung geschehen….“ „Neeeee, das will ich nicht…..“. Tja, schade.

Komisch also: Dazu war keiner bereit! Ist ja auch einfacher auf dem Sofa zu sitzen und seine Meinung – ohne Kenntnis der Situation oder ohne ein Gespräch zu suchen bzw. eine Gegenmeinung in den Diskurs einfliessen zu lassen, beizubehalten. Viel einfacher, man muss dafür ja noch nichtmal nachdenken oder Zeit investieren.

Wenn man sich aufgrund unterschiedlicher Auffassungen streitet und dann zusammensetzt und Argumente (gerne auch emotional) austauscht, dann ist das eine prima Sache. Menschen gewinnen dadurch viel Respekt, beweisen Rückgrat, Meinungsoffenheit, Diskussionsliebe….und all das eben.

Meinungen und Gegenmeinungen sind wie sie sind. Sie können manchmal fürchterlich nerven. Dann trinkt man zur Klärung der Situation gemeinsam ein paar Glas Wasser, oder Bier oder Prosecco und diskutiert sich die Köpfe hitzig. Von Mann zu Mann, Mann zu Frau oder Frau zu Frau. Aber manche wollen das garnicht. Die wollen einfach einer Meinung hinterherrennen, die sie sich selber vor Ort garnicht gemacht haben (bloss keine Mühe investieren…und bloß nicht der Gegenmeinung aussetzen, das könnte anstregend werden) oder die von einer (ggf. etwas überforderten Person) ohne jegliche Faktenannäherung in die Welt gesetzt wurde.

Was ich schlimm finde:
Wir bertreiben einen Gnadenhof, ehrenamtlich, rund um die Uhr.
In den letzten 7 Jahren gab es glaub ich etwa 3 Tage Urlaub (vielleicht auch 4 oder 5).
Jedes Jahr werden privat etwa 10.000 Euro in das Projekt investiert (nur jemand der keinen Gnadenhof betreibt kann glauben, dass Spendengelder dafür ausreichen würden).
Es leben hier etwa 100 Tiere, die teilweise vor der Schlachtung bewahrt wurden.
Trotzdem gibt es immer wieder Menschen, die es sich einfach machen und aus der Ferne meckern, meckern, meckern, angreifen, z.T. sogar gänzlich faktenfrei, oberflächlich agieren, und Unfug in die Welt posaunen, der allerhöchstens von Donald Trumps „Fakenews“-Lovern Beifall findet.
Wo sind diese Menschen denn, wenn es hart auf hart auf hart kommt?
Wenn es in Strömen regnet oder rattenkalt ist und ein Schaf, eine Großziege, eine Ente oder ein Huhn sind krank?
Wo sind diese Menschen denn, wenn bei +40 Grad 3 Stunden Wasser geschleppt werden muss?
Oder bei Minus 10 Grad Näpfe aufgehackt werden müssen?
Oder morgens und Abends jeweils 2-3 Stunden verschiedene Standorte versorgt werden müssen?

Ich sage es frei heraus: Sie sind nicht da!
Sie sind nicht da, weil sie es sich einfach machen!
Aber meckern! Meckern geht immer! Und „Besserwissen“, ohne Rückfragen. Besserwissen geht auch immer!

Das alles gehört in dieser Welt zwar dazu (zuweilen werden diese Fehler hier ja auch gemacht, es ist ja nicht so, dass nicht selber auch schon in dieses Fettnäpfchen gesprungen wurde. Engel sind wir alle nicht…)…
aber es ist sinnvoll, sich gegen die Mecker-Oberflächlich-Besserwisser-aber-sich-selber-kein-Bild-vor-Ort-machen-oder-einfach-mal-nachfragen-Fraktion
abzugrenzen!