Auf gehts!

Auf gehts! 😎✊✊
Ärmel hochkrempeln. Zeit haben wir keine, wenn wir Artensterben und Klimaerwärmung in den Griff bekommen wollen!
Das nächste Ding wird nun angeschoben (eine erste Anfrage wurde verschickt, jetzt gibt es kein zurück mehr :-))
Etliche der 500 AKA-Spenden aus dem Dezember werden dafür eingesetzt.

Heute ein Grobkonzept und eine entsprechende Anfrage an eine Kommune im südlichen Landkreis OS geschickt.
Vielleicht haben wir Glück. Vielen Dank zudem an einen namentlich noch nicht erwähnt werden wollenden Politiker, der die Aktion unterstützt.
Die Umsetzung des Biotopes soll gemeinsam mit Itze Riemeyer und teutotrueffel.de sowie allen Menschen, die ein Interesse
an Klima- und Artenschutz haben, geschehen. Wir halten Euch über die Entwicklung auf dem Laufenden.
1500 m²-Flächen findet man, zugegebener Weise, nicht einfach so…
Aber bis Herbst 23 ist ja noch etwas Zeit.

Gesucht wird:

Gesucht wird eine kostenlos nutzbare ca. 1500 m²-Fläche zur Gestaltung eines
„Klimaschutz-Artenvielfalts-Trüffel-Biotopes“. Im Optimalfalle ist die Fläche sonnig
gelegen und relativ „basisch“ (hoher pH-Wert des Bodens). Es besteht ein Interesse an einer
20jährigen Nutzung.

Geplantes Vorhaben:
Nach Erteilung einer Genehmigung durch die UNB (Untere Naturschutzbehörde) werden auf der
Fläche ca. 80-100 „Trüffelsetzlinge“ verpflanzt. Unter „Trüffelsetzlinge“ werden hier Setzlinge
verstanden, deren Wurzeln mit Trüffel-Sporen (Sommer-, Burgundertrüffel) „geimpft“ wurden
(Mykorrhizierung).

Folgende Baum- bzw. Gehölzarten werden hier verwendet:
Rotbuche (Fagus sylvatica), Hainbuche (Capinus betulus), Haselnuss (Corylus avellana),
Baumhasel (Corylus colurna), Stieleiche (Quercus robur), Traubeneiche (Quercus petraea)

Auf dem Areal soll zudem eine insektenfreundliche Blühwiese (Regio-Saatgut) sowie eine
Vogelschutzhecke angelegt werden (Weissdorn, Pfaffenhütchen, Schlehe, Holunder, Hundsrose,
Traubenkirsche, Faulbaum, Kornelkirsche, Kupfer-Felsenbirne). Das Areal soll durch einen ca.
120 cm hohen Wildzaun eingezäunt werden.

Die Pflanzungen werden innerhalb einer öffentlichen Gemeinschaftsaktion durchgeführt (Herbst
2023). Hierbei ist zudem eine kostenlose Wein- und Trüffelverköstigung geplant (BIO-Brot mit
Trüffelmargarine). Angeboten wird der köstliche Wein eines Landwirtes aus Bad Iburg.

Zudem werden allen Teilnehmer*Innen kostenlos weitere BIO-Getränke und ein
pflanzenbasierter Eintopf angeboten.

Wirkung:
Die Vogelschutzhecke sowie die Blühwiese sollen einen kleinen Beitrag gegen das Artensterben
leisten. Das Wachstum der Trüffelbäume/-gehölze soll einer Einlagerung von CO2 dienlich sein.
Der Trüffelpilz an den Wurzeln der Gehölze versorgt die Bäume zusätzlich mit Feuchtigkeit,
sodass diese relativ robust gegen die Folgen der Klimaerwärmung werden. Nach etwa 7 Jahren
können Fruchtkörper der Trüffelpilze geerntet werden (ab dann jährlich). Diese werden verschenkt
(vorrangig an Personen aus der Bevölkerung, die sich an der Pflege der Fläche beteiligen bzw.
an den Pflanzungen beteiligt haben, Nachbarn des Areals etc.).

Finanzierung und Pflege
Die Finanzierung der Maßnahmen geschieht aus Mitteln der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe
sowie verschiedener Sponsoren. Auch die Pflege des Biotopes (mindestens einmalige Mahd der
Blühwiese inklusive Abtragung des Mahdgutes; ggf. wiederkehrende Kalkung der Trüffelbäume,
Schaffung einer Zuwegung des Areals, Bewässerung der Trüffelbäume mittels Tröpfchen-
Bewässerung) wird kostenlos durch die gUG Umweltschutz und Lebenshilfe umgesetzt. Versucht
wird zudem, Personen aus der Bevölkerung zu motivieren, sich an den Betreuungsmaßnahmen
des Biotops zu beteiligen.

Sehr intererssant in diesem Zusammenhang ist ein Interview im SPIEGEL von gestern:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/biodiversitaet-in-deutschland-das-artensterben-gefaehrdet-unseren-wohlstand-a-c01ef36a-2818-4b1a-b949-3284ffd2ebb4

„Beim Klimawandel geht es darum, wie die Menschheit überlebt, beim Artenschutz, ob sie das überhaupt kann, sagt die Biologin Katrin Böhning-Gaese.“

Und:
„Böhning-Gaese: Wenn man das Ganze bis zum Ende durchdenkt, ist der Verlust von Biodiversität eine riesige Bedrohung. In gewisser Weise bestimmt der Klimawandel, wie wir als Menschheit in Zukunft auf der Erde leben. Das Artensterben bestimmt dagegen in letzter Konsequenz darüber, ob wir als Menschheit auf der Erde überleben. Denn fast alle Güter und Dienstleistungen, die wir benötigen, kommen aus der Natur. Die Biodiversität ist der Maschinenraum der Natur. Und wir nehmen diese Naturleistungen für selbstverständlich. Das Fundament für unser Überleben zerrinnt uns damit gerade zwischen den Fingern und wir bekommen das noch nicht einmal richtig mit.“

Und auch:

Böhning-Gaese: Die politischen Reflexe ähneln sich. Allerdings gehen die Krisen nicht weg, wenn man sie ignoriert. In der Klimakrise gibt es vielleicht noch technische Lösungen, die ich im Notfall anwenden kann, obwohl auch diese fraglich sind. Aber bei der Biodiversität rollt eine Welle auf uns zu, die immer größer wird, je länger wir sie nicht beachten. Eine angeblich kurzfristige Sicherung der Ernährung kann langfristig die Ernährungssicherheit gefährden.

SPIEGEL: Beim Klimaschutz gibt es bereits Fortschritte wie den Kohleausstieg oder die Umstellung auf grüne Energiequellen – auch wenn alles viel zu langsam geht. Gibt es solche Hoffnungsschimmer auch für die Artenvielfalt in Deutschland?

Böhning-Gaese: Es gibt bereits einen Bewusstseinswandel in der Bevölkerung. Immer mehr Menschen werden Vegetarier oder sogar Veganer. Es sind auch immer mehr vegane Produkte oder Fleischersatz verfügbar. Doch an den großen Schrauben der Veränderung muss die Politik drehen.

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz