9-Punkte Blühwiese, Vielfalt wo man hinschaut

Heute Vormittag eine 9-Punkte Blühwiese gemäht (von 10 möglichen Punkten) – Vielfalt egal wo man hinschaut. 🦋 ☺️ Großartig!
Im Rahmen von Sozialstunden: Jugendlicher wird uns helfen

Die Wiese wurde 2017 angelegt, in Sichtweite des Campingplatzes Ludwigsee, direkt neben einer Streuobstwiese.
So viele unterschiedliche Arten: Wiesenflockenblume, Schafgarbe, Rainfarn, Natternkopf, Johanniskraut, Wilde Möhre, Wiesen-Skabiose, Lichtnelken, Leimkraut, Wegwarte, Königkerze und und und…
Oft wurde das Areal bereits ausgemagert und Nährstoffe entzogen (Schnittgut entfernt), auch diese Fläche ist mittlerweile sehr sehr sehr nah an dem “heiligen Gral” der Artenvielfalt, eine Magerwiese. Nächstes Jahr könnte dieser Zustand erreicht werden.

Mittlerweile haben sich allerdings auch viele Gräser durchgesetzt. Mit dem Flächeneigentümer wurde besprochen, dass im nächsten Jahr neue Streifen gefräst werden und
z.B. eine artenreiche Magermischung ausgesät wird (z.B. diese hier: https://www.rieger-hofmann.de/sortiment-shop/mischungen/wiesen-und-saeume-fuer-die-freie-landschaft/05-mager-und-sandrasen/detailansicht-mager-und-sandrasen-strassenbegleitgruenfettwiese.html?tt_products%5BbackPID%5D=154&tt_products%5Bproduct%5D=18&cHash=84164a728892c4592723c28106e460ce).
Es ist mittlerweile sehr gut möglich, dass sich hier viele hochgradig bedrohte Arten durchsetzen können.
Dadurch, dass so viele Nährstoffe der Fläche entzogen wurden, steht auch hier ein Übergang an. Magerwiesen sind Vielfaltsparadiese. es dauert aber oft Jahre,
bis man einen solchen Zustand erreicht. Dann jedoch sind sie enpfänglich für Windflug- und Vogelflug-Vermehrung. Es fehlt das schnell in die Höhe schiessende “Fettgras” und auch kleine, niederwüchsige Arten haben eine Chance…

Montag wird die Fläche ausgemagert. Ein Jugendlicher, der vom Gericht zu Sozialstunden “verdonnert” wurde, wird hier helfend aktiv werden. Etwa 150 m² der Blühwiese wurden bei der Mahd nicht angetastet, ansonsten würde es hier zu einer Hungersnot kommen und die Insekten hätten keine Möglichkeit mehr, sich zu ernähren.

Heute vormittag gegen 11.00 Uhr waren es etwa 30 Grad. Im inneren der Wiese jedoch hielt sich noch etwas Feuchtigkeit.
Es sind soooo viele Insekten auf der Fläche (z.B. Bläulinge (könnte der Hauhechel-Bläuling sein, oder der Geißklee-Bläuling ?), Ochsenaugen, Heupferde, eine Fülle von Wildbienen, Grashüpfer, verschiedene Fliegenarten)
dass es auch von Amphibien dort nur so wimmelt. Die Höhenschiene des Balkenmähers auf einige Zentimeter eingestellt, so können die Tiere noch in Sicherheit gebracht werden.

Auf den Bildern: Erdkröten und ein Grasfrosch (vermutlich, ich glaube der Schläfenfleck ist ein Indiz dafür). Will ich die Erdkröten aus der Gefahrenzone bringen: Da pinkelt mir das eine Viech auf die Hand (genau genommen gibt sie ein Giftsekret aus Drüsen ab (sehr giftig), würde man es einnehmen, dann kann es sein, dass es halluzinogen wirkt).

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück

Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.

https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/

https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz