500 AKA- Wie geht es weiter?

500 AKA – Wie geht es weiter? 🤓🦋🌳
Und: Eine Ermutigung, sich zu schützen (jeder ist seines Glückes eigener Schmied)
Und II: Spendenaufruf

Wieder zu Hause. Diese Preisverleihungen sind schon eine nette Angelegenheit. Donnerstag gehts schon wieder nach Berlin.
Entgegennahme des “Deutschen Nabarschaftspreises” von Familienministerin Lisa Paus.
Diese Treffen sind gut für eine erhöhte Aufmerksamkeit, sie spielen etwas Geld ein und es gibt viele viele interessante Vernetzungsgespräche mit anderen Gruppen.
Eventuell entwickelt sich da noch ein echter Kracher draus 🙂

Schöner ist es aber irgendwie doch “auf freiem Feld”. Im Matsch waten, Bäume pflanzen, Wiesen mähen.
Heute wurden endlich diverse Ziegen, Ponys, Gänse, Enten, Hühner in ihr Winterquartier gebracht.
Eine so schöne Arbeit an der frischen Luft. Der Winter kann kommen…

Samstag geht es endlich wieder nach Ostercappeln. Biotop-Wintervorbereitung auf der Mühleninsel.

Diverse Feuchtbiotope werden hier noch bepflanzt, zahlreiche Wiesen bis Ende Dezember ausgemagert.
Zudem werden Ersatzpflanzungen vorgenommen. Etliche Setzlinge haben das Dürrejahr nicht überstanden. Also wird nachgebessert.

Eine große Mitmachaktion ist für den 26.11. in Melle/Neuenkirchen geplant.
Anlage eines Miyawaki-Waldes. Ab 11.00 Uhr.
Anmeldung:
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/events/26-11-ab-11-00-uhr-miyawaki-wald-anlage-tiny-forest/
Eine wichtige Obstbaum-Verteilaktion für Wellingholzhausen steht noch an.
Eventuell bis zum Jahresende noch 1-2 Mitmachaktionen (vielleicht).

Ende des Jahres entscheiden wir, wie es weitergeht. Abhängig wird das auch vom dann gemachten “Kassensturz” sein.
Im Laufe des Jahres wurde, bedingt durch die Spendenausfälle der Preis-Kriegs-Krise, ein nicht unerheblicher 5stelliger Kreditbetrag aufgenommen.

Das ist ok. Jeder hat so sein Hobby, für das er “brennt”. Da macht so etwas schon auch mal Sinn.
Eine solche Aktion wird es jedoch nur einmal geben (erst muss der Kredit abbezahlt werden).

Falls jedoch weitere Biotope/Mitmachaktionen im nächsten Jahr umgesetzt werden sollen, so werden wir das nur machen,
wenn genügend Spenden reinkommen:

https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz
So sind nun mal die Realitäten. Und wenn es nicht sein soll, dann soll es nicht sein. Auch das gelte es dann zu akzeptieren.

Gemäß Projektbeschreibung beginnt dann ab April die Projektpflegephase. Erst durch eine kontinuierliche Pflege kann sich auf den Flächen eine hohe Vielfalt durchsetzen.
Das werden wir natürlich übernehmen.
Und natürlich will auch der Gnadenhof weiter betreut werden. Auch das ist gewährleistet. Damit ist der Tag dann auch schon vorbei.

……..
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Ja, und ohne Selbstschutz (des eigenen Gartens & Co.) wird es wohl in den nächsten Jahren für Menschen nicht mehr gehen.
Mitte November noch 14 Grad sagt alles.

Am letzten Freitag ist der Vorab-Bericht zur globalen CO2-Jahresbilanz erschienen.
Trotz mittlerweile 27 Klimakonferenzen wird vermutlich global nahezu ein weiterer Rekordwert erreicht:
https://www.globalcarbonproject.org/carbonbudget/
Und immer öfter hört und liest man mittlerweile:
Der Weltklimarat sagt, dass pro Mensch ein CO2-Wert von 1 Tonne zu empfehlen ist (in Deutschland liegt der Durchschnitt gerade bei etwa 9,7 Tonnen/Person.
Armes Fünftel: Etwa 5 Tonnen, Reichster Anteil der Deutschen: Bis 110 Tonnen/Person).

Mal einige Werte:

Produktionskosten Mittelklassewagen (Auto): Ca. 8 Tonnen CO2
Produktionskosten SUV (auch Auto, nur irgendwie wuchtiger): Ca. 20 Tonnen CO2
Flug Düsseldorf- Mallorca, eine Person, Hin und zurück: 500 Kilogramm CO2
1 Kilo Butter: 22 Kg CO2
1 Kilo Margarine: Ca. 1,2 Kilogramm CO2
1 Kilo Schweinefleisch: Ca. 3 Kg CO2
1 Kilo Kartoffeln: Ca. 20 Gramm
1 Jeans-Hose: Ca. 30 kg CO2
1 Laptop-Computer (Herstellungsaufwand): Ca. 250 Kg CO2
1 Smartphone: Ca. 47 kg CO2

Wir alle können und müssen massiv unsere CO2-Bilanzen senken (gilt definitiv auch für den Autor dieser Zeilen).
Da das jedoch nicht genügendem Maße geschehen wird, so wird es kommen, wie es kommt.

Die 1,5 Grad zu schaffen gilt als Illusion. Aktuell ist eher das 2,0 Grad-Ziel als “Hoffnung” deklariert.
Liest man jedoch Positionen der Wissenschaft, Schaut man sich jedoch die Emissionszahlen an, so wird relativ schnell klar, dass auch 2,0 Grad wohl nicht erreicht werden.

Es gilt nun also, sich zu schützen, seinen Garten vor dem Austrocknen zu schützen, kühlende Oasen schaffen, Wasservorräte speichern und und und.

Offen gesagt: Wir hier an Gnadenhof und verschiedenen Flächen haben damit massiv vor 3 Jahren angefangen und merken, dass noch viel viel viel mehr kommen muss.
Viel mehr Regenwasserspeicher, viel mehr Pflanzungen, die auch in langen Dürrephasen noch für Kühlung sorgen.
Immer mehr Kleintümpel und Wasserreservoris trocknen einfach aus. Und sie füllen sich auch nicht mehr. Wie denn auch? Der Grundwasserspiegel sinkt.
Im Oktober und November hat es bislang kaum geregnet.

Schattenspendende Pflanzen: Optimal sind (eigentlich) heimische Pflanzen.
Nachdem die Fichte das erste Opfer war, wird nun die Buche als 2. totgeweihte Art deklariert.
Viele Forstwissenschaftler setzen auf die Douglasie (nicht heimisch).

Gute heimische Arten sind z.B. Wallnuss (absolut trockenresistent), Haselnuss, Weiden (Tiefwurzler), Esskastanie…
Miyawaki-Mini-Wälder haben nochmal eine ganz besondere Eigenschaft, allein durch heimische Pflanzen, sich gegenseitig zu schützen und Temperaturen bis zu 2,5 Grad zu reduzieren.
Mittlerweile ein Mittel der gehobenen ersten Wahl.

Hier wurden kürzlich Hunderte von Eicheln aus den Pyrenäen, südliches Ungarn, nördliches Afrika, Kaukasus, Süditalien, Südfrankreich,
Kalifornien etc. geordert, um daraus Keimlinge zu ziehen, die dann Paragraphengerecht (Bundesnaturschutzgesetz) an erlaubten Orten für Kühlung sorgen sollen.
Offen gesagt: So sind nun mal die Realitäten: Wir werden diese Setzlinge auch verkaufen, und das relativ teuer. Die Teuerung macht auch hier keinen Halt und keine Ausnahme.

Viel Zeit uns zu schützen haben wir nicht mehr. Die nächsten Hitzerekorde sind nicht mehr weit.
Und wer seine Flächen/Gärten nicht schützt, der wird verlieren. Die Auseinandersetzungen um Grundwassernutzungen
sind bereits in vollem Gange.

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz