Internationale Solidarität mit zwei UmweltaktivistInnen 🙂🏋️🦋🐝🐛🎁🎁
Beginn einer kleinen Unterstützungskampagne…
Gerne teilen und spenden…

Hier in Deutschland ist ein Engagement für den Umwelt- und Artenschutz relativ einfach.
Es gibt zwar immer mal wieder etwas Streit, aber man landet (in der Regel) nicht
im Gefängnis und wird auch nicht mit dem Tode bedroht.

Die Aufgabe lokaler Akteure ist es immer auch (in einem winzigen Rahmen) auf globale Missstände aufmerksam zu machen.
An dieser Stelle starten wir eine Kampagne für Renee Karunungan (Philippinen)[https://www.facebook.com/rj.karunungan]
und David Machado (Kolumbien).

David Machado:

Gemäß eines Spiegel-Artikels (https://www.spiegel.de/politik/ausland/gewalt-gegen-umweltschuetzer-weltweit-firmen-beauftragen-moerder-um-umweltschuetzer-toeten-zu-lassen-a-5571dd65-322f-4b57-b54f-4c4d710514fd)
setzte/setz sich David Machado gegen den Bau einer Goldmine in der kolumbinanischen Region Tolima ein.
Zitat aus dem Spiegel-Artikel: “Machado und seine Mitstreiter präsentierten den Bürgern per Powerpoint die Nachteile: Eine Goldmine ist so etwas wie eine Chemiefabrik mitten in der Natur. Zuerst wird Gestein gesprengt und zermahlen, dann mit einer Zyanid-Lösung beträufelt, riesige Mengen Wasser werden benötigt und in Sammelbecken gelagert. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das verseuchte Wasser ins Grundwasser durchsickert, Seen und Flüsse vergiftet und schließlich Menschen und Tiere.”
In Folge dessen folgten Drohungen und Mordversuche durch Paramilitärs.
Aus dem Artikel:
“Der Tag, an dem David Machado sterben sollte, begann mit einer Limonade im Garten seiner Mutter, umgeben von Blumen, Obstbäumen und Bienen. Danach kümmerte der Kolumbianer sich um die Gemüsefelder, am Nachmittag traf er seine Freundin zu einem Spaziergang. Gegen 18 Uhr tauchte plötzlich ein Lkw auf der Straße auf und Männer mit Motorrädern. Sie hetzten Hunde auf die beiden, schossen auf Machado, so erzählt er es.
Der 26-Jährige rannte mit seiner Freundin in den Wald, immer weiter. Sie hörten die Schüsse und das Bellen. Sie rannten um ihr Leben, Machado weinte, während er lief. Es wurde dunkel. Als sie nicht mehr konnten, versteckten sie sich, versuchten per Handy Hilfe zu rufen. Dann rannten sie weiter. Mehr als fünf Stunden später wurde es plötzlich still, die Verfolger verschwanden. »Als seien sie gewarnt worden«, sagt Machado. Kurze Zeit später tauchte die Polizei auf, da war es fast Mitternacht.”

Mittlerweile lebt Machado mehr oder minder im Untergrund.
“Inzwischen lebt Machado in einer anderen Stadt in einem bewachten Wohnblock, hält sich versteckt, verlässt kaum noch das Gebäude. Erst vor wenigen Tagen wurde ein Bekannter, der für ihn im Supermarkt einkaufen sollte, von einem Motorradfahrer angehalten und dazu aufgefordert, nach Hause zu gehen. »Sie wissen, wo wir wohnen«, sagt David. Er versucht, Geld für den nächsten Umzug aufzubringen. Da er kaum mehr seiner Arbeit nachgehen kann, ist das schwierig. Die Kinder sind sieben, acht und elf Jahre alt; jede Reise ist kompliziert. Mit seiner Freundin habe er Ärger deswegen: »Jetzt müssen wir schon wieder gehen, weil du dich mit diesen Leuten anlegst«, habe sie zu ihm gesagt.”

Es war nicht ganz leicht die Kontaktdaten von Herrn Machado digital herauszufinden (wie tritt man in Kontakt zu jemandem, der halbwegs im Untergrund lebt?). Der SPIEGEL vermittelt diese nicht.
Über einen Zufallstreffer und eine kolumbianische Journalistin jedoch konnten wir an seine Email-Adresse gelangen.

Wir sammeln hier nun für David Machado, um zumindest in einem kleinen Rahmen Unterstützung anzubieten.

»Die Natur ist meine große Liebe, und ich werde niemals aufhören, sie zu verteidigen«, sagt Machado.
»Aber es ist ein harter Kampf.«

Renee Karunungan:

Renee Karunungan ist eine Klimaschützerin von den Philippinen
(siehe dazu auch: https://www.spiegel.de/politik/ausland/philippinen-wie-praesident-rodrigo-duterte-krieg-gegen-oppositionelle-fuehrt-a-17f8b686-7bd3-4311-866c-fe6e0515c7a6)

In einem Interview äussert sie:
“Es ist extrem gefährlich geworden. Aktivistinnen und Aktivisten werden bedroht, verfolgt, kriminalisiert. Die Regierung geht immer nach folgendem Schema gegen Regierungskritiker vor: Die Protestierenden werden von staatlichen Sicherheitskräften festgenommen oder direkt umgebracht. Seit vergangenem Jahr gibt es das sogenannte Antiterrorismusgesetz, mit dem Menschen fadenscheinig als Terroristen und Kommunisten beschuldigt und dann ohne Haftbefehl inhaftiert werden können. Das trifft dann Menschen, die sich fürs Klima, die Umwelt, die Gesellschaft einsetzen. Sie werden zum Schweigen gebracht. (…)
Die Menschenrechte auf den Philippinen erodieren. Menschen werden erschossen, weil sie ihren Wald, ihre Community, ihr Wasser schützen wollen. Das trifft vor allem Indigene, die in diesen Wäldern und Bergen leben. Private Firmen rauben ihnen den Lebensraum, sie roden illegal Holz, sie bauen Kohlekraftwerke. Natürlich wehren sich die Menschen vor Ort, und sie werden dabei von Klimaaktivisten unterstützt. Aber der Staat steht auf der Seite der Unternehmen. Er schützt uns nicht. Er bringt diese Menschen ins Gefängnis oder schießt auf sie.”

Frau Karunungan lebt mittlerweile aus Sicherheitsgründen in Groß-Britannien.
Auch sie wollen wir mit einer Spende unterstützen.

Um eine Transparenz zu gewährleisten werden wir Frau Karunungan und Herrn Machado bitten, einen digitalen Nachweis über den Erhalt der
Spende zu erbringen.

Spendenlink: https://www.gofundme.com/f/support-fr-david-machado-renee-karunungan

gUG Umweltschutz und Lebenshilfe, Melle & Gnadenhof Brödel

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