Im Augenblick ist es eine schwierige Zeit auf dem Gnadenhof. Zur Wetterumstellung (viel Nässe und Kälte) ist das fast jedes Jahr so.
Es ist definitiv der Wurm drin. Ein Huhn ist krank, 2 Laufenten, die zu uns gekommen sind, können nicht laufen
und jetzt hat es auch noch Ziege „Karamba“ erwischt.

Karamba hat vor einigen Wochen seinen Kumpel „Herrn von und zu“ verloren (Altersschwäche).
Seitdem ist er komplett neben der Spur, sitzt viel alleine herum, man sieht förmlich, wie er trauert (bei Ziegen passiert so etwas sehr oft,
in dieser Extremform jedoch haben auch wir es noch nicht erlebt). Und nun hat er offensichtlich noch starke Schmerzen in den Vorderbeinen.
Hufe kontrolliert, Tierarzt, nichts festzustellen, kein Bruch, nichts.
Es scheint so schwerwiegend zu sein, dass er sich kaum noch bewegt und oft nur auf seinen Vorderknien sitzt.

Ok, heute beginnt die Intensivbehandlung. Extra Stroh, extra Wasser, extra Heu und eine ganze Schale Schafpellets nur für ihn (das wiederum findet er
scheinbar ziemlich gut, er sitzt dann munter kauend im dicken Stroh und futtert und trinkt, was das Zeug hält und wartet, was man ihm denn so als
nächstes ans Bett bringt). Fehlt nur noch ein Fernseher.
Heute hat er sich immerhin 10 Meter bewegt und sich in die Sonne gesetzt.
Er kriegt jetzt zudem zwei Mal täglich eine dicke Schicht wärmendes Gelenkbalsam einmassiert.
Das wird schon wieder.

Auch die Behandlung der Laufenten Willie und Wilma wurde heute fortgesetzt (z.B. mit Thuja und Salicyl-Vasilin).
Wenn man zu zweit krank ist, dann ist es vielleicht nicht ganz so schlimm.
Sie sitzen auf einer dicken Strohschicht, genießen die Spätherbstsonne und quaken, was das Zeug hält.
Da müssen wir jetzt alle gemeinsam durch.

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

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