Film von der Miyawaki-Wald-Erstellung mit IKEA Osnabrück
Geschrieben:Ist total gut geworden 🙂
Gestern gab es Besuch von einer Naturschutzgruppe aus Dülmen, welche sich den im Oktober gemeinsam mit IKEA angelegten Miyawaki-Wald angesehen hat.
Das macht Mut, dass es Menschen an vielen Orten gibt, die solche Miniwäldchen anlegen. Sehr sehr schön 🙂
Und gemeinsam mit Verena heute alle Ställe ausgemistet, frisch und trocken eingestreut.
Ganz wichtig, damit die Tiere gesund durch den Winter kommen. Natürlich gab es, aufgrund der kommenden Kältewelle auch jede Menge Extrafutter. Zudem wurden heute die Hühner und Hähne gegen „Newcastle Disease“ geimpft“.
Bislang klappt es sehr gut.
Seit Anfang Oktober haben wir nur 3 Verluste (zwei sehr alte Hühner und eine Ziege).



















Das ist zum Glück einigermaßen glimpflich abgelaufen.
Die Böllerei war ziemlich stark in diesem Jahr.
Kurze Panikläufe gab es von den Tieren, zum Glück ist jedoch niemand in die Zäune gelaufen und musste freigeschnitten werden (hatten wir auch schon mal). Die Drahtzangen blieben somit ohne Einsatz.
Die weißen Ziegen „Olaf“ und „Apollon“ haben jedoch schrecklich gelitten. „Apollon“ zitterte am ganzen Leib und schreckte bei jedem lauten Schuss stark zusammen.
Durch ständiges „Kopf kraulen“ und beruhigendes Zureden konnte er zumindest ein bisschen beruhigt werden.
Die 3 Ponys, die sonst gerne auch mal für sich sind, sammelten sich konstant um den Menschen mit der Taschenlampe herum, auch sie hatten Angst.
Die große Schafherde, dank 3er erfahrener Leittiere, war jedoch „die Ruhe in Person“.
Wieder eine Böllerei überstanden, uff 🙂


























Vor der Böllerei: Tiere in Sicherheit bringen.
Gestern sämtliche Tiere von einem Standort in einer Siedlung (Heroldweg, Melle) vor der Böllerei in Sicherheit gebracht. Die armen Wesen wissen ja garnicht wie ihnen geschieht, wenn es überall knallt und zischt.
Zudem noch die Klauen geschnitten. Heute Nacht wird dann wieder Wache geschoben und aufgepasst, dass kein Tier in Panik in einen der Zäune rennt.
Zudem noch eine Blühwiese teilgemäht, naja, so weit es möglich war.
Der Boden ist nach wie vor sehr matschig und wassergetränkt, immer wieder steckte der Balkenmäher fest.
Bis zum April jedoch sollen alle Wiesen auf Vordermann gebracht sein, scghließlich brauchen die Insekten was zum Futtern. 🙂












Die starken Regenfälle und die Überschwemmungen haben den Gnadenhof ganz schön im Griff.
Trotzdem ist es gelungen, für alle Tiere sichere und trockene Behausungen zu organisieren. Was für eine Action!
Mobile Schutzcontainer, mobile Weidezelte, Extrastroh und dicke Planen sorgen nun für eine gemütliche Weihnachtsatmosphäre.
Auf dem Speiseplan stehen (je nach Spezies):
Extraheu, Äpfel, Paprika, Erdnüsse, Walnüsse, Weintrauben, Datteln, Brot, Minelfutter, Knabberstangen, Gurke, Extrakörner, Sonnenblumenkerne, Radieschen, Salat, Kiwis, Melone, Banane, Salzkartoffeln, Pferdeleckerlies….und und und…
Dazu für alle Standorte Kräuterlecksteine mit etwas Zucker (ist ja Weihnachten).
Heute gehen hier alle zufrieden und vollgefuttert ins warme Strohbettchen.
Frohe Weihnachten 🙂
Ganz schön gewirbelt am Wochenende.
Einige unserer Gnadenhofflächen sind echte Seenlandschaften, zur Freude von Enten und Gänsen. Diese schwimmen fröhlich vor sich hinschnatternd dort ihre Runden und
tauchen unter dem Jubel der anderen einige Meter weit.
Für Huftiere ist diese Nässe jedoch gefährlich. Also einen Pferch gebaut und 9 Tiere von einer Nasswiese umgesiedelt. Darunter auch die Anführerin Molly.
Molly hat ein stark ausgeprägtes Sozialverhalten. Wenn es stürmt und weht und sogar bei Schnee, dann stellt sie sich in den Wind und einige der kleinen Quessant-Schafe nutzen sie als Windschutz.
Bei der Kleinherde zudem am Wochenende die Klauen geschnitten. Ganz wichtig, damit diese frei von Hufkrankheiten durch den Winter kommen.
Jede Menge Ställe ausgemistet, inklusive Krankenstation.
In Letzterer leben aktuell unsere Ziegen Neptun und Karamba. Bis Ende März, bis es etwas trockener wird, müssen sie auf jeden Fall dortbleiben.
Ansonsten würde wieder Moderhinke ausbrechen.
Wir machen es ihnen so schön wie möglich. Ab und an gibt es sogar knochentrockene Brötchen und Salat, da freuen sie sich sehr.
Zudem einige Trüffelbäume verpflanzt und den Boden mit Kalkschotter versorgt, so kann sich der Trüffelpilz gut ausbreiten.
Ausserdem Buchenholzstücke mit Motorsägen-Schnitten versehen und Pilzbrut des Igelstachelbartes (Hericium erinaceus) sowie des Reishi-Pilzes (Ganoderma lucidum)
eingeimpft. Anschließend mit Isolierband verschlossen. Nun wird der Pilz über die nächsten Monate in die Holzstücke einwachsen und es gibt eine tolle Ernte.
Am Ende des Tages: Platt auf die Couch, Musik an, Lebkuchen in sich reinstopfen und Katze Yemi schlafend auf der Brust.
Könnte schlechter sein 🙂




























Nach wie vor gibt es bislang keinerlei Verluste bei unseren Tieren (lediglich 2 Krankheitsfälle bei den Ziegen, die beiden sitzen jetzt in einem wettergeschützten Pavillon und freuen sich über frischen Salat :-)). Frisches Heu und trockenes Stroh sorgen dafür, dass es allen gut geht. Dazu Körnchen, etwas Obst, Gemüse und Müsli. 🙂












Vielen Dank an die 30 Menschen, die heute an einer ganz besonderen Klima- und Artenschutzaktion in Melle teilgenommen haben.
„Altes Meller Wissen gegen die Klimaerwärmung und für eine hohe Artenvielfalt“
Der Burgundertrüffel ist in Melle seit Jahrhunderten zu finden. Das kalkhaltige Wiehengebirge sorgt dafür, dass die Meller Stadtteile Oldendorf und Buer seit Generationen intensive Trüffelfundorte sind. Jährlich wachsen hier Trüffeln im geschätzten siebenstelligen Gesamtwert (Euro) heran, das Bundesnaturschutzgesetz untersagt jedoch strengstens diese zu sammeln. Nach der Wachstumssaison verfallen diese Trüffel dann.
Auf einer alten Karte von 1763 (Melle-Buer) ist die Bedeutung von Trüffeln gut zu erkennen. Ein gesamtes Gebiet ist hier als „Trüffel-Bruch“ deklariert.
Siehe Bild (untere Karte) (Original-Quelle: https://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/digitalisatViewer.action?detailid=v4128356&selectId=13062620)

Aus der Heimatliteratur ist bekannt: „1727 suchte der Italiener Fenoglio in den Osnabrücker Kalkbergen nach Trüffeln. Von dieser Zeit an sollte dieses Gewerbe eine Merkwürdigkeit des Osnabrücker Landes bleiben.“ (Quelle: „Heimatkundliche Skizzen aus dem Solling“, 1988 herausgegeben vom Sollingverein Dassel e.V., geschrieben von Detlef Creydt)
Durch den Nationalsozialismus wurde das damals weit verbreitete Wissen rund um den Trüffelanbau nahezu völlig zerstört. Deutschland war einstmals eine Trüffelexport-Nation.
Im Zuge des Artensterbens und der Klimaerwärmung erhält das Wissen um den Trüffelanbau nun ein Comeback. Unter Anleitung von Tassilo Pöter (http://teutotrueffel.de) konnte heute gemeinschaftlich eine 1000 m²-Fläche bearbeitet werden. Mit Trüffelsporen geimpfte Bäume wurden gemeinschaftlich verpflanzt (z.B. Stieleichen, Traubeneichen, Rotbuchen, Hainbuchen) und der Boden der Fläche mit Kalkschotter angereichert. Die Fläche (Gelbe Riede/Lerchenweg) befindet sich in etwa 2000 Meter Luftlinie vom trüffelreichen Wiehengebirge entfernt. Die Veranstaltung wurde von Melle for Future und der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe gestaltet.
Um den Boden vor Austrockung und Windeinflüssen zu schützen, wurde zudem noch eine Vogelschutzhecke angelegt (basierend auf Weissdorn, Schlehe, Roter Holunder, Schwarzer Holunder, Haselnuss, Kornelkirsche).
Wenn alles so funktioniert wie geplant, dann wachsen nach etwa 7 Jahren erste Trüffeln.
Eine Trüffelfläche sorgt für folgenden Nutzen:

Im Zuge des Klimawandels steigt das Interesse am Trüffelanbau aktuell rapide an (Quelle: Verband für Trüffelanbau und Nutzung in Deutschland e.V). Bislang gibt es in Deutschland etwa 700 Trüffelanbauer (Quelle: https://www.noz.de/deutschland-welt/niedersachsen/artikel/sievers-suedniedersachsen-soll-trueffelland-werden-45966491). Derzeit ist davon auszugehen, dass die Trüffel-Anbauregionen in Italien, Spanien und Frankreich durch die globale Erderwärmung bedroht sind und perspektivisch mutmaßlich zusammenbrechen werden. Nördlich davon jedoch – und somit auch in Deutschland – entstehen neue große Anbaumärkte. Dieses ist umso interessanter, als Deutschland vor dem Nationalsozialismus eine Trüffel-Export-Nation war. Aktuell jedoch werden in Deutschland etwa 60 Tonnen Trüffeln pro Jahr importiert (und nur 1 Tonne selbst produziert).
Melle und der Landkreis Osnabrück sind durch das kalkreiche Gestein im Wiehengebirge sowie im Teutoburger Wald ein Hotspot für den Burgundtrüffel. Es ist von Trüffeln im Wert von mehreren Millionen Euro auszugehen, die jährlich in der Region im Boden heranwachsen. Ein Kilogramm dieses Trüffels kann Preise bis zu 1300 Euro erzielen.
Mykorrhiza-Pilze speichern jährlich bis zu 13 Gigatonnen Kohlenstoff – und damit mehr als ein Drittel (36 Prozent) jener Menge, die jedes Jahr weltweit bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe ausgestoßen wird. (Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimaschutz-wie-pilze-enorme-mengen-kohlenstoff-speichern-a-21b69a4a-fa61-4116-b21d-76bb8e86873e
Bei der heutigen Aktion fand zudem noch eine kleine nachhaltige Weihnachtsfeier statt. Es gab Glühwein, Glühpunsch, Kaffee, Tee und einen leckeren BIO-Erbseneintopf (Danke an das Hotel/Restaurant Hubertus/Wiesehahn). Natürlich wurde auch Baguette mit Trüffel-Margarine angeboten.
Zahlreiche Geschenke wurden verteilt (z.B. auch Wein aus Bad Iburg, Nistkästen für Vögel, Eichhörnchen und Fledermäuse sowie nachhaltiges Spielzeug (auch viele Kinder waren heute dabei)).
Eine Teilnehmerin formulierte es sehr treffend: „Es ist herrlich in der Kälte und an der frischen Luft zwei Stunden etwas für die Natur zu tun und dann einen heißen Eintopf genießen zu können“. 🙂
Das hat wirklich richtig Spaß gemacht, es hatte etwas von „Happening“ und „Event-Charakter“ und gab viel viel viel zu lernen heute. Das hat es besonders spannend gemacht. Viele „alteingesessene“ NaturschützerInnen standen wirklich mit offenen Ohren und Augen da und staunten…
Anbei noch einige Zitate:
Tassilo Pöter: „Der Trüffelanbau leistet nicht nur einen Beitrag zum Klima- und Artenschutz, sondern verwebt diese Bemühungen auch mit dem sinnlichen Genuss von Trüffeln und dem spannenden Erlebnis der Suche nach ihnen, vergleichbar mit einer Schatzsuche. Häufig werden zuvor intensiv genutzte Flächen in ein Naturparadies umgewandelt, das nicht nur ein ideales Umfeld für das Gedeihen geschützter Trüffeln bietet, sondern auch als sicherer Rückzugsort für viele bedrohte Tiere und Pflanzen fungiert. Um eine erfolgreiche Trüffelkultivierung zu gewährleisten, ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Fläche so extensiv wie möglich bewirtschaftet wird.“
Katja Rasmus: „Um Natur und Klima zu stabilisieren, müssen wir vieles zusammendenken: technologische Entwicklungen vorantreiben und altes Wissen wieder ausgraben, Lebensräume für Tiere und Pflanzen schaffen und natürliche CO2-Speicher (z.B. Pilze!) stärken. Für vielfältige Lösungen zu begeistern, war auch das Ziel des Meller Klimafestes am 6. Mai. Emissionen infolge dieser Veranstaltung kompensiert Melle for Future in diesem visionären Projekt.“
Gabriele Mörximann: „Der Grund und Boden auf unserem Planeten ist begrenzt. Der Trüffelanbau ist für mich ein Beispiel für das Prinzip „Schützen durch nützen!“, wo nachhaltige Nutzung und Naturschutz Hand in Hand gehen können.“
Kai Behncke: „Der Trüffelanbau ermöglicht es, etwas für den Klima- und Artenschutz zu leisten und gleichzeitig sehr viel Geld damit zu verdienen. Der Trüffelpilz versorgt die Baumwurzeln zudem zusätzlich mit Nährstoffen und Wasser und macht die Bäume damit etwas resistenter gegen die Folgen der Klimakrise.“






































































Samstag, 9.12., ist es so weit (10.00 bis 14.00 Uhr, Melle, Gelbe Riede/Lerchenweg). Eine aussergewöhnliche Natur- und Klimaschutzaktion findet statt, die ihresgleichen sucht.
Bislang liegen 14 Anmeldungen vor.
Auf einem Gelände, auf welchem schon 2 Vogelschutzhecken, eine Streuobstwiese, eine Trockensteinmauer und ein Feuchtbiotop angelegt wurden, wird nun
noch eine weitere Vogelschutzhecke und eine Trüffelanpflanzung realisiert.
Heute wurden 15 Tonnen Kalkschotter geliefert, die den Boden für das Trüffelwachstum optimieren.
Innovatives Handeln, kombiniert mit Ideen, die es schon einige Jahrunderte gibt. So leisten wir etwas gegen die Klimaerwärmung.
Der Boden ist etwas matschig und aufgeweicht. Bitte Gummistiefel mitbringen. Wenn möglich bitte auch Arbeitshandschuhe und Schubkarren mitbringen.
Und wer sich so toll für die Artenvielfalt engagiert, der wird auch belohnt.
Ein heisser Eintopf, Kaffee, Tee, Glühwein, Glühpunsch warten auf alle. Ebenso Trüffelbrot und Wein aus Bad Iburg.
Dazu viele viele kleine Geschenke. Z.B. Nistkästen für Fledermäuse, Eichhörnchen, Vögel…
Man achte zudem auf die Fotos…Nachhaltige Spiele und Spielzeugs für Kinder und Erwachsene zwischen 5 und 95.
Zur Anmeldung der Aktion:
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/events/2-trueffel-klimaschutz-artenvielfaltsflaeche-im-landkreis-osnabrueck-mit_weihnachtsfeier_fuer_alle

















