Heute die jährliche Pacht bei einem unserer Landwirte gezahlt.
Auf die „gute alte Art“, ohne schriftlichen Vertrag und mit Handschlag besiegelt.
7000 m²: Auf ein weiteres Jahr.
Der Verpächter ist ein sehr netter Mensch, welche den Artenschutz maßgeblich fördert. Danke 🙂
Mittlerweile haben wir 25.000 m² zur Verfügung, welche von unseren Gnadenhoftieren abgeweidet werden.
Auf allen Arealen säen wir immer auch größere Blühwiesen aus. So schaffen wir wertvolle Biotopverbunde.
Es wird ja viel über „die Landwirte“ oder „die Bauern“ gemeckert.
Die intensive Landwirtschaft muss auch mit Fug und Recht als hauptverantwortlich für das Artensterben kritisiert werden, aber natürlich sind ja nicht alle gleich.
Viele Landwirte beteiligen sich mittlerweile z.B. am Insektenschutzprojekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“.
Und ohne die Landwirte, welche uns Areale verpachten, könnten wir auch keinen „größerflächigen“ Artenschutz betreiben.
Die Entscheidung ist gefallen. Die Gewinner des Foto-Wettbewerbs von „Blumiger Landkreis Osnabrück – Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen“ stehen fest.
Platz 1 (Marianne Wuenning): Blühwiese vor der St. Antonius-Kirche Hoyel
Platz 2 (Suse): Glückliche Hummel mit Pollen überall
Platz 3: (Tanja Menke): Bunte Vielfalt am Zwickenbach
Herzlichen Glückwunsch 🙂 Die Gewinner werden in den nächsten Tagen kontaktiert. Die Preise werden im Dezember verschickt. 🙂
Das größte Artensterben in der Geschichte der Menschheit ist in vollem Gange.
Aus diesem Grunde haben wir daher heute ein neues Straßenverkehrs-Alarm-Blinklicht eingeführt:
Grünes Rundum-Blink-Warnlicht
Bei einem grünen Blinklicht muüssen „Otto Normalverbraucher“ und „Martha Mustermann“ Platz machen, wenn wir zu einem Einsatz
in der Natur gerufen werden. Schön rechts ran fahren, aber zackigiani!
Das Artensterben (insbesondere Insektensterben) gewährt keinen Zeitaufschub mehr….
Unseren Notfalleinsatz haben wir heute gefilmt. Auf einer weiteren Fläche Katastrophenalarm.
Monotone Artenarmut, kaum noch Leben, Tristesse, Aufruhr, tiefe Traurigkeit,
wir haben heute erfahren, dass auch Wiesen, aufgrund des Insekten- und Artensterbens, sich panisch bemerkbar machen können.
Den Film sehr Ihr hier:
Gerne teilen und verbreiten….
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt unterstützen, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
Vielen Dank an Eike Stolzenburg für einen tollen Artikel in der Grönegau Rundschau. Wir freuen uns total, wie viele Menschen in den unterschiedlichen Projekten auf ganz unterschiedlichen Ebenen mitwirken. Danke !!!!! 🙂
Heute endlich wieder ne Blühwiese für das nächste Jahr vorbereitet.
Da endlich der Anhänger repariert ist kann nun wieder vernünftig gearbeitet werden.
800 m² abgemäht und abgetragen, die Insekten freuen sich schon.
Hier wird es summen und brummen, dass es eine Freude ist. Diese Blühwiese betreuen wir nun schon im dritten Jahr. Wir sind gespannt 🙂
Die aktuellen Zahlen zum Insektensterben sind nach wie vor alarmierend (wie sollte es auch anders sein, ist ja kaum was passiert).
Trotzdem ist merkbar, dass es „knistert im Gebälk“. Viele Menschen sind sensibilisiert.
Heute mit zwei sehr netten Personen gesprochen und einen Austausch über insektenfreunliche Gärten geführt.
Es werden immer mehr, die sich engagieren und beteiligen.
Zwar gab es in sozialen Netzwerken viel ahnungslose Kritik („Die wollen uns vorschreiben, wie wir unsere Gärten gestalten sollen“),
die Idee ist aber ohne jede Frage gut, richtig & wichtig und sinnvoll (und längst überfällig).
Sterile Steinwüsten in Vorgärten sind nichts anderes als sterile Wüsten der Artenarmut, wer soll dort leben?
Oder anders: Steingärten sind: Sterile Wüsten des Todes (etwas plakativ-drastisch formuliert)
Interessant ist: Die Gesamtheit aller Gärten in der Bundesrepublik umfasst etwa 930.000 Hektar.
Zum Vergleich: Die Gesamtheit der Naturschutzgebiete liegt bei 1.382.000 Hektar.
Die verblühte Wiese heute war nicht ganz ohne: Zwischendurch rauchte sogar der Motor des Balkenmähers. Das Schnittgut landete auf einer Rinderwiese.
Wenn die Rinder es nicht fressen, dann freuen sich verschiedene Kleintiere über eine schöne Schutzburg in kalten Winternächten.
Der Winter ist die Zeit, in welcher wir auf dem Gnadenhof ordentlich zufüttern müssen.
Heute das Futter für die nächsten 2 Monate gekauft, zum Glück ist der Anhänger mittlerweile repariert.
Mittlerweile beherbergen wir über 40 Tiere (von Meerscheinchen bis zu Ponys)
auf zwei unterschiedlichen Flächen bzw. im Innenraum.
Riesen Jubel bei den Eumels, als die gesehen haben, was es demnächst zu futtern gibt:
Hühnerfutter mit Muschelkalk, Schafpellets, Hafer, Walzgerste, Rübenschnitzel, Weizenkörner,
jede Menge Mischfutter für Kaninchen und Meerschweinchen und natürlich auch etwas Tüdelkrams (Leckerlis wie Luzerne oder Pferdebrocken).
Wen nehmen wir demnächst noch auf? Es werden noch zwei Ponys und ein vereinsamtes Schaf kommen, dann sind wir pickepackevoll.
Für Euch ist es nur die Eingabe einer Mailadresse und ein Mausklick.
Für viele Insekten, Kleinsäuger, Reptilien, Amphibien, Fische und Vögel bedeutet es
Vielfalt und Nahrung. Gemeinsam aktiv gegen das Insektensterben.
Blumiger Landkreis Osnabrück. Ehrenamtlich für eine biologische Vielfalt und gegen das Insektensterben.
http://blumiger-lkos.de
Manchmal werden wir gefragt, wie sich eigentlich unsere Naturschutz- und Gnadenhofarbeit einteilen lässt.
Ca. 60 % der Arbeit sind eindeutig körperlicher Art (ein Großteil davon schlichtweg ziemlich harte Maloche):
Blühwiesen fräsen, Mähen, Zusammenharken, Aussäen, Anwalzen, Lehm in Feuchtbiotope schaufeln,
Steine schleppen, Zaunpfosten einschlagen, Zäune spannen, Wiesen von Tiermist befreien, Wasser schleppen (im Sommer am Tag z.B. ca. 120 Liter),
Füttern, abäppeln etc….
Unsere 2 Ponys z.B. produzieren alle 3 Tage eine Schubkarre Mist (siehe Bild, super für Tomaten, Gurken, Zuchini, Kürbisse etc.), der Mist muss von der Wiese runter
(Weidehygiene), Ställe ausmisten etc…
Ca. 30-35 % der Arbeit sind eher „theoretischer Natur“ (Anträge schreiben (ein „ordentlicher“ Antrag hat in der Regel zwischen 15 und 45 DIN-A4-Seiten)).
Die „hohen“ Anträge benötigen mindestens das Niveau von ’ner Bachelorarbeit, auch das gehört dazu, ansonnsten wird das nix mit Stiftungsgeldern.
Ein Antrag, den wir z.B. beim Bundesamt für Naturschutz eingereicht hatten (ca. 60 Seiten) war schon eher ne Masterarbeit und wurde: Abgelehnt!!
Einige Hundert Stunden Arbeit für die Katz. Kann man was draus lernen, Lehrgeld zahlen,
Projektberichte erstellen, Kalkulationen schreiben, Buchführung, Spenden einwerben, Grafiken in Auftrag geben, Online-Tätigkeiten (Facebook, Instragramm, Blog, SEO-Optimierung etc.), Software programmieren etc.
Dann: Ca. 5-9,5%: Sonstiges
Termine mit Tieren beim Tierarzt, beim Hufschmied, Termine mit Stadt, Landkreis, Anwalt, Steuerberater, Notar, Bank, Treffen mit Sponsoren und Stiftungen, Sich mit nervigen Beschwerden auseinandersetzen, Kritik aushalten, Kampagnen überlegen (verrücktes Zeugs ausdenken), Presse- und Netzwerkarbeit,
Fahrtzeit (Transport von Maschinen), Schulungen,
Reparatur von Maschinen, Umweltbildung mit Schulen etc.
Ca. 0,5 %: Enttüddeln von Schafzäunen (grrrrrrrrrr……=/)
Grundsätzlich machen wir das ehrenamtlich. Ein Großteil des Geldes, über welches wir verfügen, kommt dabei von uns selbst (durch unsere „normale“ Arbeit). Eine Hausordnung: Jeden Monat stecken wir zwischen 400 und 600 Euro „privat“ in unsere Projekte.
Manche Arbeiten machen nicht so viel Spaß (Buchführung, Schafzäune enttüddeln), andere wiederum sind toll (Füttern z.B.).
Heute abgeäppelt und die Tiere mit Zweigen versorgt. Finden die super 🙂
Die nagen die Rinde richtig ab, das sollen sie auch, denn da sind wichtige Mineralien drin (haben aber auch einen Leckstein und ne extra Leckschale (sogar mit Selen, wichtig für Schafe)).
Schaf Molly hat die erste Nacht in der neuen Heimat gut überstanden.
Traditionell, zur besseren Eingewöhnung, gibt es bei einem Neuankömmling morgens immer ein besonderes Frühstück für das Tier selber und deren Herde.
Heute wurde kredenzt: Hainbuchenzweige mit Möhren, dazu eine extra Portion Kraftfutter mit Pellets. Fanden sie alle gut. Möh-öh-öh-öh-öh haben sie gerufen (sogar die Ponys ;-)).
Zu trinken gab es
eine extra Flasche „Eau souterraine“ für alle.
2 der Minischafe weichen Molly nicht von der Seite und zeigen ihr die neue Fläche.
Die Tierärztin gestern meinte noch, dass Schafe oft auch unterschiedliche Rassen als Begleitung akzeptieren,
sieht ganz danach aus, sehr gut 🙂
Weitere Kletterbäume für die Ziegen im Naturpark Gnadenhof Brödel (Kreimerhof Oldendorf)
– Vielen Dank an die Partydiele in Melle/Westendorf (toller Ort zum Feiern)
Gestern war Karsten in Westerndorf (bei der „Partydiele“ http://www.partydiele.de/), um die dort angelegte Blühwiese zu begutachten.
Total nett, die Besitzer der Diele haben tolle Stämme als Klettermöglichkeit für die Ziegen gespendet und auch beim Verladen geholfen.
Demnächst werden unsere westafrikanischen Zwergziegen nun „von Baum zu Baum“ springen (was Eichhörnchen können, können die schon lange).
Vielen vielen Dank für die Spende.
Die Partydiele kann man übrigens mieten. Tolles Ambiente, ein besonderes Flair, optimal für unterschiedliche Feierlichkeiten 🙂
Danke für Eure Unterstützung 🙂
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