Ordentlicher Rödeltag. Und: CO2 einfach aufessen!
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Nach längerer Zeit mal wieder ein echter Rödeltag heute, hat Spaß gemacht 🙂 ☺️ Und: CO2 wird einfach aufgefressen!

Es ist die Zeit, in der viele Blühwiesen herrlich funkeln. Und auch die Zeit, in der unsere Tiere Extra-Portionen Wasser erhalten.

Schön zu sehen auch: Viele viele klimaerwärmungsresistente Eichenarten haben die Stratifikation (Abbau von Keimhemmern) gut überstanden.
Die Korkeiche ist ganz ganz weit vorne, Portugiesische Eiche, Ungarische Eiche, Steineiche, Flaumeiche.
Die Zerreiche und die Pyrenäeneiche wollten irgendwie (bislang) nicht, auch die Laurel-Eiche braucht wohl noch…

Heute mit der Vorbereitung der nächsten Stratifizierungsphase begonnen und ordentlich Wurmhumus vorbereitet.
1000 Kompostwürmer zermahlen nun Pappe (Zellulose), Kaffeeprütt von IKEA Osnabrück und sehrt gut abgelagerten Tiermist.
Genau dieses Substrat soll der nächsten Wachstumsgeneration beim Keimen helfen.

Mit etwa 2 Jahren Verzögerung ist es nun auch endlich gelungen die gewünschte Wildblumenvielfalt am Aussenstreifen der Schafbeweidung Heroldweg, mitten im Siedlungsgebiet von Westerhausen, zu realisieren.
Aktuell blühen Mohn- und Kornblumen und der Ackersenf. Herrlich!!

Jede Menge Fundpilze (Zunderschwamm) heute zu einem Doppelextrakt verarbeitet.
Heissauszug (ca. 30 Minuten kochen, 60 Minuten köcheln) und Kaltauszug (Alkoholtinktur).
Gemäß Fachliteratur: Immunsystemstimmulierend und krebshemmend (auch vorbeugend)….und und und…Ich hab Extrakte davon in meiner „Halb-Burnout-Zeit“ getrunken. War irgendwie ganz gut find ich.
Es gibt Hunderte von medizinischen Untersuchungen zu diesem Pilz.
Zusätzlich aus dem Zeug heute ein Pilzpulver gemacht…Ausgekocht, gedörrt, zermahlen…
Macht total Spaß so etwas selber vorzubereiten und Tinkturen davon einzulagern (3 Einheiten Tee, 1 Einheit Alkohol-Kaltauszug).
Kann nicht schaden, sowas in die allgemeinen Ernährungsgewohnheiten zu integrieren.

Dann jede Menge Tonnen für Tierfutter endlich aufgestellt (damit es keine anonyme Beschwerden gibt).
Und, wie üblich, alle 2 Wochen, jede Menge Müll zur Kippe gebracht (damit es keine anonyme Beschwerden gibt).
Jede Menge Tierfutter gekauft und fein säuberlich in Tonnen gefüllt (damit es keine anonyme Beschwerden gibt).

Planen über Hunderte von Heubunden gezogen, im Insekten-Gemüse-Garten gewässert.
Der Blühstreifen dort hat sich prima entwickelt. Ackersenf und Phacelia blüht aktuell.
Es tummeln sich dort Tausende von Insekten.
Und nebenbei: Bestäuben sie Bohnen, Tomaten, Zucchini, Gurken und bald auch Kartoffeln 🙂
Zwischen den Gemüsepflanzen wachsen große Streifen von Tagetes und Ringelblumen, die dafür sorgen, dass die Fruchtkörper im Boden auch verzehrbar bleiben.

Die kleine Ente „Edda“ brütet immer noch am Gnadenhof. Sie ist eine Wildente, ihr Mann Eddy findets auch prima bei uns.

Es ist hyperwarm. Also kriegen alle Tiere mehr Wasser.
Etliche Warzenenten nutzen zuweilen auch die Tränken der Ziegen und Schafe.
Und wir haben unser erstes „Wasserhuhn“ (hab ich noch nicht gesehen zuvor).
„Tusnelda“: Sie watschelt durch den Entenpool und macht eine Art Kneipp-Kur.

Zudem zwei Ecken im Garten mit dem Parasol-Pilz geimpft.
Gilt auch kulinarisch als „vegetarisches Schnitzel“, nur dass kein Tier dafür sterben muss.
Und jede Menge B-Vitamine sind drin (da hab ich kein Mitleid, die werden aufgefuttert, selbst Schuld, sag ich auch ganz offen!)….
Baut jede Menge CO2 ab. Das CO2 wird dann auch einfach aufgefressen ;-). Gottverdammtes CO2! Rein in die Speiseröhre mit Dir, verdammt!

Gnadenhof Brödel
http://gnadenhof-broedel.de

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck?