Mal etwas zum Schmunzeln
Geschrieben:

Mal was zum Schmunzeln. ­čÖâ ­čśë
Aktuell wird ja hier eine kleine Vertriebsst├Ątte f├╝r Saatgut aufgebaut. Klimaerw├Ąrmungsresistente B├Ąume, insbesondere viele Eichenarten (http://quercus.guru).
Ist ein ganz spannendes Theme: F├╝r ganz besonders seltene Arten gehen schon mal 15 Dollar (pro Eichel) ├╝ber den Tisch.
Das Saatgut wird k├╝hl und dunkel in einem angefeuchteten Sandgemisch gelagert.
Komme ich vor einigen Tagen ins Lager und will nach dem Rechten sehen, da sehe ich hiter einer verschlossenen Drahtt├╝r ziemliches Chaos.
Irgendwer war da zu Besuch und hat ein Festmahl veranstaltet ­čÖé

Jede Menge Eicheln der Bur-Eiche liegen da. Also genauer: Nur noch die Schalen.
Und die extrem seltene „Quercus saltillensis“-Art wurde angeknabbert. Kommt urspr├╝nglich nur in Mexico vor, nur in einer kleinen Region.
Und w├Ąchst mit Vorliebe in Hochlagen zwischen 1900 und 2500 Metern. Selbst mit Import- und Ausfuhrpapieren und sog. „Phytosanitaire certificate“ sehr sehr schwierig zu erwerben.
Irgendwer hat sich da wohl gedacht: Als Nachtisch ein paar von diesen mexikanischen Nacho-Dingern ­čśë ­čśľ
Nicht nur, dass eine Menge Schalen hinterlassen wurden: Irgendwer hat auch begonnen in einer Ecke ein klares Vorratslager anzuh├Ąufen…Ich glaub ich spinne!

Heute fr├╝h den ├ťbelt├Ąter erwischt. Eine winzig kleine Maus. Hat es geschafft durch einen minimalen T├╝rspalt in das Lager zu krabbeln.
Ist dann aber in einer Lebenfalle gelandet. Hat ganz sch├Ân geschimpft und gewettert. Sie sei „Speedy Gonzales“, die „Falle sei schlimmer als die Mauer zwischen den USA und Mexiko“
und ich solle sie unverz├╝glich freilassen und ihr als Entsch├Ądigung ein paar dieser Nacho-Eicheln geben.

Naja, hab sie dann zu einem unserer Gnadenhof-Stationen gebracht und sie an einer der H├╝hnerfutter-Stationen rausgelassen.
Verhungern braucht sie also nicht, aber die Eicheln werden nicht anger├╝hrt. Wo kommen wir denn da hin? ­čśä