Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah (Stammt glaub ich von Goethe)

Heute mal keinen Naturschutz betrieben, sondern einen Ausflug mit der ganzen Familie (Julia und den zwei Chaoten-Hunden).
Wandern in Bad Iburg.
Inklusive Hund Merlin und Hund Söckchen.
Weiss garnicht, warum es so viele Menschen ständig nach Spanien, Griechenland, Zypern, Malta zieht…versteh ich nicht.

Denn: mit etwas Vorstellungsvermögen wird der Teutoburger Wald zu den Mittelmeer-Pyrenäen.
Herrliche Pinienwälder, in den Tälern Orangen, Zitronen, Oliven. Man braucht nur die Hand auszustrecken und zuzugreifen.
Ab und zu den Einheimischen mal ein freundliches “Vamos a la playa”, oder “Hola Olé, una cerveza grande!” zugerufen.
Kosmopolitische Linguistik ist hier angebracht, sich als mündiger Europäer präsentieren.
Internationales Gemeinschaftsgefühl schaffen – den Europäischen Geist beleben! Supranationale Freundschaften schließen! Eine wichtige politische Mission!

Die Costa Brava schlängelt sich malerisch östlich von Bad Iburg entlang.
Vorsichtig am Pyrenäen-Veilchen geschnuppert, durch das “Ordesa” Tal mit seinem beeindruckendem Wasserfall “Cola de Caballo”
gelaufen. Kristallklare Bäche, Stein- und andere Eichenarten, Wacholdern, Igel- und Stechginster. Der herrliche Duft der Atlas-Zeder.
Dafür braucht man nicht weit fliegen, kostet nur unnötig CO2. Im Hochgebirge ein toller Blick auf das Valle de Gistaín.
Beim Abstieg den Menschen in den verwinkelten Dörfern ein standesgemäßes “Buona Sera” zugeschmettert.
Komische Blicke, naja, macht nichts, andere Länder, andere Sitten.

Später in einem kleinen Café zusammen einen Rotwein getrunken. Zum Glück habe ich die Peseten aus dem letzten Spanienurlaub vor 30 Jahren nicht weggeworfen.
Boa noite! Lissabon oder Madrid, hauptsache Italien!
Zu Hause ist es doch am Schönsten.

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