Großaktion: Bäume für alle!
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Heutiger großer Rödeltag für Klima- und Naturschutz, Teil 3/4
Die Verhandlungen sind abgeschlossen! Großaktion für den Klimaschutz im Landkreis Osnabrück.
Hier die Pressemeldung (mit anschließenden weitergehenden Informationen)

7.000 Bäume
Kostenlose Baumsetzlinge für Bürgerinnen und Bürger

Ob Gärten oder Grünflächen, Schulhof, Firmengelände oder Bauernhof: Stadt und Landkreis Osnabrück haben noch viel Platz für Bäume!
Die Setzlinge sind etwa 3 Jahre alt und weisen Größen zwischen 50 cm und 1,50 m auf.

Die Baumverteilung beginnt am 25. März zwischen 9 und 13 Uhr auf dem Meller Marktplatz. Eine weitere Ausgabestelle ist auf einer Fläche des Gnadenhofs Brödel in Melle Föckinghausen (Am Wulberg 31), fußläufig 400 Meter vom Bahnhof Westerhausen entfernt. Die Ausgabe beginnt hier ab 10 Uhr (bis 15.00 Uhr).

Wo kommen die Setzlinge her?
Die Gemeinschaftsaktion der niederländischen Kampagne „Meer Bomen Nu / Mehr Bäume jetzt“ (https://mehrbaeume.jetzt/), des Projektes „500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück“ sowie Melle for Future verschenkt Bäume aus der Natur für die Natur.
Jeder Baum bringt jedes Jahr Hunderte von Setzlingen hervor, von denen die meisten nicht überleben können. Diese Setzlinge werden gerettet, um sich an anderer Stelle entfalten zu können und die Biodiversität zu fördern.

Aktion für Klima und Biodiversität
Die Meller Initiator*innen haben kurzfristig beschlossen, Partner des Baumprojektes zu werden und Setzlinge im Gesamtwert von ca. 25.000 Euro zu verteilen.
Patin der Aktion ist die Meller Bürgermeisterin Jutta Dettmann. Ausdrücklich könenn auch BürgerInnen aus anderen Gemeinden Bäume abholen.

Frans Timmermans, Vizepräsident der Europäischen Kommission und Unterstützer des „Mehr Bäume jetzt“-Projektes:
„Bäume sind vielleicht unsere besten Verbündeten im Kampf gegen Klima- und Biodiversitätskrisen. Ein Baum liefert saubere Luft und Kühlung, bietet ein Zuhause für Insekten und andere Tier- und Pflanzenarten und bindet Kohlenstoff aus der Luft.
MehrBäumejetzt hat einen kreativen, zirkulären Weg gefunden, mehr Bäume wachsen zu lassen, indem wir Setzlinge dort entfernen, wo sie unerwünscht sind, und sie an anderer Stelle wieder einpflanzen.
Dieser einfach und nachhaltige Ansatz ist ein perfektes Beispiel dafür, wie wir gemeinsam Millionen und bald Milliarden weiterer Bäume in der EU pflanzen können.“

„Es handelt sich vor allem um einheimische Arten: Lärchen, Buchen.
Dazu kommen noch Exemplare der Serbischen Fichte, der Hemlocktanne und der Schwarzkiefer.“, erläutert Katja Rasmus, Organisatorin bei „Melle for Future“.

„Die Klimaerwärmung nimmt an Geschwindigkeit zu, während gesellschaftliche und politische Maßnahmen hinterherhinken. Dieses Jahr wird aus Klimasicht weitere Rekorde brechen.
Der Rhein z.B. wird 2023 mutmaßlich einen historischen Tiefstand erreichen, mit allen damit verbundenen Folgen für Flora, Fauna, Trinkwasser und Wirtschaft.
Wir müssen schneller Emissionen einsparen und im Handeln deutlich entschlossener sowie aktiver werden. Bäume im heimischen Garten leisten dabei einen wertvollen Beitrag zur Unterstützung der Klimaresilienz eigener Grundstücke“, erklärt Kai Behncke, Organisator des Projektes „500 AKA“.

Die Aktion „7.000 Bäume“ ist eine „Seitenast-Maßnahme“ des Projektes „500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück“. Zudem ist das Gemeinschaftsprojekt ein Vorläufer des „Meller Klimafestes“ am 6. Mai rund um Klimalösungen.

Pro Person können maximal 100 Bäume abgeholt werden (solange der Vorrat reicht). Die Ausgabe geschieht ehrenamtlich, die Aktiven freuen sich über Spenden für weitere Klima- und Artenschutzmaßnahmen.

Als Gegenleistung wird erbeten: Die Pflanzenden setzen einen kleinen Beitrag mit Fotos auf Facebook, Instagram oder TikTok ab, mit einer Begründung, warum sie etwas gegen die Klimaerwärmung tun.

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Informationen über die Presseerklärung hinausgehend:

Weitere Baumverteilungsaktionen (in Niedersachsen, NRW und Brandenburg) sind auf der Seite von https://mehrbaeume.jetzt/ einsehbar.

Je älter und größer ein Baum, desto besser. Dieses hat wesentliche Einflüsse auf die CO2-Bindung pro Jahr
(im Schnitt wandelt ein Baum etwa 10 kg CO2/Jahr um) sowie insbesondere auf den Kühl- und Verdunstungseffekt.

Gemäß der TU München (Vielen Dank an dieser Stelle an Herrn Prof. Stephan Pauleit) ist es in etwa wie folgt:
„Eine 20 Jahre alte Linde verdunstet über ihre Blätter Wasser im Volumen von 32 Badewannen, während es bei einer 80 Jahre alten Linde 320 Badewannen sind.
Noch deutlicher: Der junge Baum kühlt wie 21, der alte wie 208 Kühlschränke.“

Quellen:
Rötzer T., Reischl A., Rahman M., Pretzsch H., Pauleit S., 2020. Leitfaden zu Stadtbäumen in Bayern. Handlungsempfehlungen aus dem Projekt Stadtbäume – Wachstum, Umweltleistungen und Klimawandel. Zentrum Stadtnatur und Klimaanpassunghttps://www.zsk.tum.de/fileadmin/w00bqp/www/PDFs/Leitfaeden/leitfaden_stadtbaeume_in_bayern_einzelseiten_web.pdf

Grundlage der Berechnungen ist ein Artikel in Science of the Total Environment (Rötzer et al. 2019).

Rötzer T., Rahman R.A., Moser-Reichl A., Pauleit S., Pretzsch H., 2019. Process based simulation of tree growth and ecosystem services of urban trees under present and future climate conditions. Science of the Total Environment 676: 651–664. https://doi.org/10.1016/j.scitotenv.2019.04.235

Die Vergleiche mit Badewannen, Kühlschränken, etc. entstammen vom Projekt „Klimaerlebnis Würzburg“ und von verschiedenen Vorträgen.

Achtung: Gebietsfremde Arten dürfen gemäß Bundesnaturschutzgesetz „nicht einfach so“ in der freien Landschaft angepflanzt werden (im eigenen Garten jedoch kein Problem):
Siehe dazu bitte: https://dejure.org/gesetze/BNatSchG/40.html


Natur- und Klimaschutz lässt sich nur umsetzen, wenn Spenden reinkommen. Ohne Moos nichts mehr loooos…
Z.B. hier:
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz?

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/