Ein Lob an das EU-Parlamentsmitglied Jens Gieseke (CDU) 👍🙂🌳🦋

An dieser Stelle einmal ein ernst gemeintes Lob und eine Anerkennung.

Was war passiert: Fridays for Future und die gUG Umweltschutz und Lebenshilfe haben einen der “Nach uns die Sintflut-Preise” für die Entscheidung
des EU-Parlamentes verliehen, die “Gemeinsame Agrarpolitik” (GAP) für weitere 7 Jahre ohne einen dringend benötigten Systemwechsel zu verabschieden.

Ein langer langer langer Begründungstext mit vielen Argumenten wurde für diese Verleihung verfasst:

https://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/wp-content/uploads/2021/07/eu_gap_final.pdf

und bei Herrn Gieseke um eine Diskussion gebeten.
Diese Diskussion sollte unserer Meinung nach schriftlich erfolgen, denn:
Vielen mündlichen Diskussionen ist immanent, dass es hier nicht immer nur und ausschließlich um Argumente geht, sondern rhetorische Kniffe eine besondere Rolle spielen.
Eine Diskussion zur GAP und den Auswirkungen auf Artensterben und Klimaerwärmung, bei der es wesentlich auf Studien, Untersuchungen und hart ermittelte Fakten ankommt, kann unserer Meinung nach zudem nur schriftlich stattfinden.
Genau dann sind Positionen überprüfbar (Faktencheck) – und ggf. durch weitere Untersuchungen be- bzw. widerlegbar (wer hat bei einem persönlichen Treffen schon mal eben so alle Studien und Untersuchungen parat?).
Ein ganz wesentlicher Ausdruck des Kritiktextes ist, dass die Meinungen der Wissenschaft eingebunden und gehört werden müssen. Das geschieht optimalerweise nach wissenschaftlichen Gesetzesmäßigkeiten, mit vielen vielen Belegen und Quellenangaben.

Herr Gieseke hat nun angeboten im Herbst nach Melle zu kommen und sich einer Diskussion zu stellen. Dafür gilt ihm unser Dank und unser Respekt. Gut gemacht!
Auch dieses Angebot ist ein wertvoller Ausdruck einer demokratischen Meinungsbildung und kann und muss wertgeschätzt werden.
Insbesondere bei einem polarisierenden und durchaus auch emotional aufwühlendem Thema wie der GAP ist dieses Angebot zweifelsfrei respektabel.
Eine schriftliche Diskussion wird jedoch von ihm abgelehnt.

Das kann akzeptiert werden, schließlich besteht in unserer Gesellschaft die Freiheit sich für oder gegen einen Diskurs zu entscheiden, was selbstredend auch für die Form der Diskussion geht. So viel Freiheit muss schon sein…
Dennoch bedauern wir dieses, da eben der Weg der schriftlichen Fakten- und Argumentengegenüberstellung auch gleichzeitig eine große Chance bietet und ein Zeichen setzt:
Die Positionen der Wissenschaft, angeführt in einem intensiven Quellenverzeichnis, gilt es bei bestimmten Sachfragen zu beachten.
Genau das ist eine herausragend wichtige positive Orientierung, welche die Wissenschaft bietet. Eine “Knapp-400-Milliarden-Euro-Entscheidung” verdient die Anhörung wissenschaftlicher Empfehlungen umso mehr.
Das Angebot einer “nicht-schriftlichen” Diskussion wurde wiederum von uns abgelehnt, da es unserer Meinung nach der Angelegenheit nicht in Gänze gerecht wird.

Wie auch immer: Die herangeführten Sachargumente bleiben. Unterschiedliche Auffassungen existieren, das ist kein Drama, gehört einfach dazu! Niemand “verliert sein Gesicht” und es bricht “niemandem ein Zacken aus der Krone”.
Die Preisverleihung und der Text haben zumindest zu einem kleinen Diskurs geführt – auch darum geht es.

Denn: In einer politisch-gesellschaftlichen Landschaft, in der für viele Menschen “menschliche Fehler” (das Aufmotzen eines Lebenslaufes, das Lachen im Hintergrund bei einer klimaerwärmungsbeeinflussten Tragödie) scheinbar massgeblicher und wichtiger als komplexe Inhalte sind, da möchten wir gerne daran erinnern, dass umfangreiche Sach- und Faktenzusammenhänge Entscheidungen (jeglicher Art) beeinflussen sollten.