Zeit für ein Dankeschön und einige Worte (ein Diskussionstext für alle die Lust haben sich einzubringen, gerne mit Kontroversen und Streit und Zank…gehört dazu (ist ja nix Persönliches)). Nur mutig gestritten, the Future is unwritten.

Es sind Spenden für „Blumiger Landkreis Osnabrück“ eingegangen. Wir freuen uns total darüber, denn das gibt uns die Möglichkeit, das Projekt gegen das Insektensterben weiterzuführen.

Danke an Mirco Bredenförder, Alisha H., Claudia Schmengler, Marion Baldrich, Ele Luise Haine, Julia Daut, Marlen Rasche,, Maike Niemann, Udo Kemenah, Wiebke Schnebel-Hindermann und Gabi Borst. Wir haben heute einen neuen Fräsaufsatz kaufen können.
Ohne das Teil wäre es schwierig, die Böden für die Blühwiesen vorzubereiten. Danke auch an Sonja Giesecke, Anja Brosda und Mascha Kemmler für drei extra Spenden für unseren Gnadenhof.
Tja…und gestern ist ja hier eine kleine Katze vorbeigekommen (zerstrubbelt, ziemlich dünn, hungrig und ganz offensichtlich schwer erkältet).
Eigentlich war hier völlig klar, dass wir diese nicht mehr aufnehmen können. Alles geht dann leider auch nicht. Es gibt Grenzen des Schaffbaren und auch als Gnadenhofbetreiber (die wir jeden Tag unserer „normalen Arbeit“ nachgehen) müssen wir leider manchmal sagen: Alle können wir nicht retten (..und dann emotionale Abschottung). Eigentlich…..
Doch manchmal macht so ein kleiner Wurm irgendetwas Besonderes, dass die Entscheidung immer schwerer fällt. Danke an Maike Haske vom Tier- und Naturschutz Melle von 1950 e.V.
Wir wissen, dass der kleine Wurm dort auch gut umsorgt wäre, aber nu isset passiert.
Mitten im Herz gelandet, also bleibt er hier. Es heißt jetzt Sam. Bekommt erstmal eine komplette Rundum-Versorgung vom Tierarzt, einen Chip (hier ist der kleine Fratz gerade über die Tastatur gestromert und wollte uns wohl die Lotto-Zahlen vorhersagen: 77777777777777777—–2333333333333333333333333354+) und eine Kranken-Tierversicherung (für die schlimmen Eventualitäten) und bleibt hier, bis er „alt und grau“ ist. So kann es gehen.
Danke auch an die praktische und politische Ebene (z.B. George Trenkler), der sich in vielerlei Hinsicht
für die Vermittlung von Flächen für den Blühwiesenkorridor einsetzt. Danke auch an Karin-Kattner Karin Kattner-Tschorn. Danke auch an Thomas Täger.
Offen gesagt, wir sind nur ein kleiner wilder Haufen, manchmal etwas chaotisch, nicht in komplett allen Fällen die „Klaviatur des professionellen Dialogs“ spielend aber immer motiviert bis in die Haarspitzen. Und das Wort „Aufgeben“ kennen wir eigentlich nicht (was soll das sein??).
Aber: Wenn wir nicht Euer aller Unterstützung, auf den unterschiedlichsten Ebenen bekämen, dann wäre hier schon lange eine Art Feierabend (wir sind ja nicht Greenpeace oder so…, naja, auf kleiner Flamme würden wir natürlich trotzdem weitermachen).

Zuweilen poltern wir (als kleine Mikro-Naturschutzgruppe, die so langsam garnicht mehr so ganz klein ist) auch ganz schön rum. Z.B. wenn es um den Gewässerrandstreifen im Landkreis Osnabrück (die Pestizid-Schutzbegrenzung von einem lächerlichen, mickrigen Meter in Naturschutzgebieten geht).
Da gibt es dann auch viel Kritik (wer austeilt muss auch einstecken können (also wir)). Das prallt zwar nicht „so einfach ab“ (am „Ende des Tages“ zum Glück dann doch :-)), und es bleibt nun mal nur der morgendliche Blick in den Spiegel (da grüßt dann manchmal der zerstrubbelte catweasel).
Manchmal kommen Nachrichten: „Hört doch mal auf mit der Politik, das ist so disharmonisch. Ihr seid doch keine Poilitiker etc.). NeNeNeNeNeNe…..Freunde der Nacht. So nicht! Wenn es sein muss, wenn es nicht anders geht, dann wird der Finger in die Wunde gelegt. Dann kurz angehoben, ordentlich Salz rein, und dann nochmal feste draufrücken…..Zack!!! Nur Kuschelharmonie hilft überhaupt Niemandem.
Missachtung von Naturschutz (z.B.) ist kein Kavaliersdelikt (unserer Meinung nach).

Und jetzt noch etwas Gepolter:
Mittlerweile dürfte wohl auch der/die letzte Idiot/in gemerkt haben, dass die Lage auf unserem Planeten DRAMATISCH
ist. Sowohl in Bezug auf Klimaerwärmung und auch in Bezug auf das Artensterben (und wer es immer noch nicht gemerkt hat, der/die ist halt ein/e Vollidiot/in). Und wenn es denn Politiker/Innen gibt, die sich ungenügend für die Bewältigung dieser JAHRHUNDERTAUFGABEN einsetzen, dann ist es ganz einfach: Dann müssen wir halt drüber nachdenken, ob Ihr die richtigen Personalien an den richtigen Stellen seid.
Oder noch besser: Dann geschehen die Veränderung halt ohne Euch, das ist dann halt so…
Der „Zeitgeist“ holt jene ein, die sich nicht genügend einbringen und umstellen. Auch das ist nichts Neues. Nicht immer ist das gut (z.B. Sterben der Kleinbauern, welche nun herzlich wenig dafür können, dass die Marktbedingungen katastrophal sind).
Aber gut ist, was die „neue Bewegung“ mit sich bringt.
Sportvereine, welche einen hohen Grad von Verantwortungsbewusstsein und praktischen Aktivitäten für den Umweltschutz vermitteln und betreiben (z.B. der TSV Westerhausen, Frank Strötzel). Neuerdings eine Vielzahl von Kirchengemeinden, oftmals (so glaubt man) mit konservativen „Hardlinern“ ausgestattet (nicht immer ist das „negativ“), die sich dann für veränderte Friedhofsgestaltung stark machen (Wildblumenwiesen) – selbst wenn dazugehört, dass es zuweilen „ungepflegt“ aussieht (Mut zur Wildheit. Stay wild, stay rude, stay rebel, Viva la Revolution).

Die „neue Bewegung“ beginnt Querverbindungen zu thematisieren. Klimaerwärmung UND Artensterben. Heute in Melle, unfassbar, knapp 500 Menschen bei der „Fridays for Future“-Veranstaltung. Weltklasse, herausragend und gut. Das sorgt für „politischen“ Druck, auch das ist prima.
Aber genauso wichtig (machen ja gleichfalls schon ganz ganz viele): Selber anpacken, direkt umsetzen, verzichten (ohne Verzicht wird es nicht gehen) und trotzdem Spaß haben (kein Widerspruch). Ein Urlaub an der Ostsee kann übrigens sogar manchmal NOCH SCHÖNER als ein Urlaub (mit dem Flieger) auf Kreta sein.
Und eines ist so klar wie Kloßbrühe. Mit Freiwilligkeit kommen wir nicht weit. Zu glauben, dass es nur „freiwillige Kooperationen“ sind, die die Lösung bringen – ein Verzicht auf Verbote – das hat uns dahin geführt, wo wir jetzt stehen. Dieser Glaube, diese Hoffnung, diese „Aber-wir-wollen-doch-nicht-der-Wirtschaft-schaden-Lang-lebe-der-entfesselte-Neoliberalismus!“-Mentalität kann abdanken. Gescheitert! Krachend!
Also als Alternative DIE ÖKODIKTATUR?? Blödsinn. Im Straßenverkehr, im gesellschaftlichen Miteinander, in so ziemlich allen relevanten gesellschaftlichen Bereichen gibt es klare Regeln. Selbstverständlich brauchen wir auch klare juristische Regeln im Arten- und Klimaschutz – und zwar sowas von. Wenn hier keine juristisch vorgeschriebenen Regeln, keine Normen, Gesetze und auch Verbote, nötig sind., ja wo denn dann?
Die „GROKO“ hat hier (mehr oder weniger) auf Bundesebene „versagt“ (was auch wahltaktischen Überlegungen keine Überraschung ist. Denn NATÜRLICH sorgen Regeln für einen Aufschrei- so meint man). Ist es so? Ein Aufschrei jener, welche nur an sich selber denken, und nicht an die nächste und übernächste Generation?
Diesem Aufschrei zu viel Gewichtung zu geben bringt uns nicht voran. Mutige Tagen und Entscheidungen, von uns allen, das brauchen wir!!

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
Jede Spende von Euch wird auf dieser Plattform um 25% erhöht:
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