Danke an die „Ost und Koch Immobilien Gmbh“ [https://ostundkoch.de/immobilien/]
Ein schönes Beispiel, wie es auch gehen kann…

Vielen herzlichen Dank an die Firma „Ost & Koch Immobilien GmbH“ (insbesondere an Frau und Herrn Ost) für eine erneute (und sehr hohe) Spende.
Angelegter Storchenkorb wird den Namen der Firma tragen

Das gespendete Geld wird komplett in den Artenschutz fließen.
Zum Einen wird davon eine große Menge frisches Saatgut für weitere Blühwiesen im Jahre 2019 gekauft.
Auch bei der „OKI“ haben wir in diesem Jahr mit toller Unterstützung der Firma sowie Schülern der IGS Osnabrück eine solche Wiese angelegt:

Blühwiese in der Stadt Osnabrück angelegt

Blumiger Landkreis Osnabrück


https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/1189340/gesamtschueler-der-igs-osnabrueck-saeen-fuer-die-artenvielfalt
Auch 2019 soll es natürlich weitergehen. Im März werden wir wieder erstklassiges Saatgut erwerben, um weitere artenreiche Blühwiesen für Insekten zu schaffen.
In diesem Jahr haben wir alles bis auf das letzte Körnchen ausgesät.

Ein Anteil der Spende wird zudem in die Errichtung eines Storchenkorbes fließen.
Der Storchenkorb wird auf einem 9 Meter-Mast (unterhalb 10 Meter sind diese Masten genehmigungsfrei)
auf dem Blühwiesen-Beweidungs-Winterquartier „Am Wulberg“ in Melle/Westerhausen errichtet.
Die neue Storchenheimstätte wird „OKI“-Storchenkorb heißen (Ost & Koch Immobilien GmbH).

Da bekannterweise Nisthilfen nur ein Teil des Artenschutzes und Nahrungsquellen mindestens ebenso wichtig sind, wird der größte Teil der Spende
jedoch in den Ankauf einer großen Menge Lehm fließen (eine entsprechende Firma wurde bereits beauftragt, kann noch etwas dauern,
Lehm ist immer schwer zu kriegen).
Lehm wofür?
Nun, die Feuchtbiotope am Kreimerhof sind „nicht ganz dicht“. eine ganze Truppe Maulwürfe macht sich am Kreimerhof den Spaß, immer wieder den Stöpsel
aus den bereits mit einigen Tonnen Lehm ausgelegten Biotopen zu ziehen (kein Witz, stimmt wirklich in gewisser Weise :-/).
Das Wasser der sog. „Himmelsteiche“ fließt ja von einem Stall in die beiden Biotope, doch offenbar ist die Lehmschicht noch nicht dick genug.
Immer wieder graben sich die kleinen Kollegen von unten oder von der Seite zum Biotop hin. Wir haben ihnen 1000mal gesagt, sie sollen das lassen,
doch das interessiert sie bislang nicht. Manchmal sieht man ganze Kolonnen von Ihnen in Badelatschen und mit einem Handtuch bewaffnet zu den Teichen stromern.
Davor haben sie sich sogar eine Art Ministrand eingerichtet, auf welchem sie zuweilen in kleinen Sonnenstühlen sitzen und Dosenbier trinken (nehmt mal lieber Flaschen).
Im Spätsommer haben wir einige auf Luftmatratzen mit kleinen Cocktailgläsern (mit winzigen Sonnenschirmchen) gesehen.
Dann buddeln sie wieder etwas und plötzlich ist der Teich leer. Fließt in die unterirdische Maulwurfs-Lagune. Kucken wir dann mit
Taschenlampen da rein, dann sehen wir die Stinker auf Banana-Booten über ihren unterirdischen Privat-See flitzen.
Was sind die am Johlen….Spaß haben sie scheinbar (sei ihnen ja auch gegönnt).
Unter dem Wasser blitzen zuweilen dann im Taschenlampenlicht Fragmente des Bernstein-Zimmers auf, da ist es also. Wer hätte das gedacht…(kann leider nicht geboren werden, die
Feuchtbiotope haben Vorrang).
Wie dem auch sei: Die Maulwürfe können ja gerne den Bachlauf der Biotope als ihren Privatstrand nutzen, die Teiche jedoch erhalten jetzt noch eine große Schicht Lehm,
damit das Wasser auch drin bleibt.

Wofür ist Lehm wichtig?
Der Landesbund für Vogelschutz z.B. warnt, dass Schwalben kaum noch Baumaterialien für Ihre Nester finden:
https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-haus/voegel-am-haus/schwalben/baumaterial-fuer-schwalben/
Zitat: „Aus dem Mangel an feuchten Lehm- und Erdböden folgt, dass die Nester der Rauch- und Mehlschwalben
teilweise nicht richtig fertig gebaut werden können. Sie sind instabil und drohen, auseinanderzubrechen.
Dadurch sind nicht nur die Jungvögel in Gefahr, die Nester halten den Witterungsbedingungen auch weniger stand
und werden im nächsten Jahr eventuell nicht mehr vorhanden sein.“

Wildbienen z.B. nisten gerne in lehmigen Steilwänden (welche sich auch nachbauen lassen).
Auch als Wasserquelle sind feuchte Lehmböden außerordentlich wichtig. Im Sommer konnten wir das am Kreimerhof oft beobachten,
als Schmetterlinge und verschiedene Bienenarten die wenige vorhandene Feuchtigkeit aus dem Lehm sogen.

Zu künstlich angelegten Lehmbiotopen siehe auch:
https://niedersachsen.nabu.de/imperia/md/content/niedersachsen/schwalben/anleitung_lehmpf__tze.pdf
Und: Verschiedene Insekten nutzen Lehm um ihre Brutröhren zu verschließen.
https://www.nabu-oldenburg.org/fragen-zum-naturschutz/insekten/

In diesem Sinne: Die Spende der OKI hilft uns, eine große Lehmquelle anzulegen. Danke 🙂

Denn: Wir als gUG Umweltschutz und Lebenshilfe sind nachwievor „kleine Krauter“ mit viel Energie (aber wenig „Masse“).
Zwar sind bei uns ehrenamtlich – mit hohem zeitlichen Einsatz – nicht mehr nur zwei Personen aktiv (insbesondere am Kreimerhof würde es nicht funktionieren,
wenn wir nicht mit Julia und Simone zwei weitere Personen in unserem Team hätten), aber dennoch sind wir eine „Mini-Gruppe“,
welche aber mit viel Herzblut eine ganze Menge hinbekommt.
Danke an alle Personen, welche uns in unterschiedlicher Weise unterstützen.
Danke auch an die Stadt Melle, welche uns beispielsweise Flächen, für unsere Naturschutzarbeit zur Verfügung stellt. So kann es gehen 🙂