Und hier nun Veröffentlichung Nummer 2: Die offizielle Pressemeldung zur Eröffnung des Bundesweit ersten Blühwiesenkorridors im Osnabrücker Land 🌻🌻🌼🌼🌸🙋‍♀️🙋‍♂️🌼🌻🐝🐛🦋🐞🐞🐞🐞🦆🦆🐥🦗🦕🐟🦖🦍

20. Mai 2020 (UN-Weltbienentag), 22. Mai (Internationaler Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt): Fertigstellung des Bundesweit ersten Blühwiesenkorridors zwischen Melle und Hagen a.T.W. (35 Kilometer) im Landkreis Osnabrück

Ein Fernsehbeitrag des NDR dazu folgt am 20. Mai 2020 in „Hallo Niedersachsen“ (ab 19.30 Uhr)

Pressemeldung:
Der am 20. Mai 2020 veröffentlichte Blühwiesenkorridor wird den Namen „González-Romero-Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück“ tragen…

Am 20. Mai („Weltbienentag“) wird nach über 4 Jahren Arbeit innerhalb des ehrenamtlichen Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ (http://blumiger-lkos.de) der (nach unserer Kenntnis) Bundesweit erste Blühwiesenkorridor auf einer Länge von 35 Kilometern fertiggestellt (von Melle nach Hagen a.T.W. (Nds.)). Dieser ermöglicht es auch Insekten mit relativ geringen Flugradien, „von Blühwiese zu Blühwiese“ zu fliegen und somit den für eine Arterhaltung wichtigen regionalen Genpool zu stabilisieren. Das Projekt wurde und wird koordiniert von der Umweltschutzgruppe „gUG Umweltschutz und Lebenshilfe“ aus Melle sowie der BUND-Kreisgruppe Osnabrück.

Auf dann 187 Blüharealen (Gesamtvolumen: ca. 380.000 m²) wurden seit Frühjahr 2017 Blühwiesen geschaffen. Zunächst lokal im Projekt „Blumiges Melle“, im Anschluss dann regional im Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“. Die Artenschutzpassage wird den Namen: „González-Romero-Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück“ tragen…

Homero Gómez González und Raúl Hernández Romero waren zwei mexikanische Umweltaktivisten, welche sich leidenschaftlich und intensiv für den Schutz des Monarchfalters stark gemacht haben. Im Abstand von wenigen Wochen wurden sie in diesem Jahr (Januar/Februar) tot aufgefunden, mutmaßlich ermordet aufgrund eines Landnutzungskonfliktes und illegaler Baumrodungen.
González wurde zwei Wochen lang vermisst und dann mit Folterspuren in einem Regenwassertank aufgefunden. Die von Schlägen gezeichnete Leiche von Raúl Hernández Romero wurde im Februar entdeckt. Der Monarchfalter ist ein Wanderfalter, der bis zu 3800 Kilometer zurücklegt. Die östliche Population in Nordamerika überwintert mit mehreren 100 Millionen Tieren auf wenigen Hektar in der mexikanischen Sierra Nevada.
Global gesehen hat sich auch die Population das Monarchfalters in den letzten 30 Jahren stark verringert. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat diesen Tagfalter in ihr Wirbellosen-Rotbuch als bedrohtes Naturphänomen aufgenommen – eine eigens hierfür geschaffene Kategorie. Das Monarchfalter-Biosphärenreservat in Mexiko ist mittlerweile eine UNESCO-Welterbestätte.
In Mexiko ist es der illegale Holzeinschlag, der den Fortbestand gefährdet. Dadurch, dass das Wintergebiet nur wenige Hektar groß ist, ein schwerwiegendes Problem. In dem entsprechenden Gebiet befinden sich mehrere Banden, welche eine Art „Krieg“ um Anteile am lukrativen Holzhandel führen. Homero Gómez González und Raúl Hernández Romero haben sich dafür eingesetzt, dass Wiederaufforstungen stattfinden und sich gegen den Holzeinschlag in dem Gebiet engagiert. In dem betroffenen Areal wurden und werden beispielsweise Gräben ausgehoben, um den Abtransport von Holz zu verhindern. González und Romero haben den Planeten etwas besser gemacht und mit ihrem Einsatz vielen Lebewesen das Leben gerettet. Bezahlt haben sie dafür mit ihrem eigenen Leben.

Mit der Ernennung des Blühwiesenkorridors nach den beiden Umweltschützern soll eine Ehrung und (im Rahmen unserer begrenzen Möglichkeiten) Anerkennung ausgesprochen werden. Gleichzeitig wollen wir darauf hinweisen, dass in vielen Ländern Umweltschützer Morddrohungen erhalten (z.B. in Brasilien) und aufgrund ihres Einsatzes umgebracht werden. siehe auch: https://www.globalwitness.org/en/press-releases/spotlight-criminalisation-land-and-environmental-defenders/).
Auch wollen wir damit ausdrücken: Die Reduzierung der Artenvielfalt ist ein globales Problem. Nur wenn überall auf der Welt lokal und regional an der Verbesserung der Biodiversität gearbeitet wird, ist es möglich auch in Hunderten von Jahren noch gemeinsam auf diesem Planeten zu existieren.
Die Lage der Blühwiesen und der entstandene Korridor sind unter folgendem Link einsehbar: http://insektenrettung.de/karte/oltest/dist/pollenversorgung2.html?mlat=915031&mlon=6847523&zoom=12
Insgesamt waren und sind über 1400 Personen aus den unterschiedlichsten Bereichen (Stiftungen, Schulen, Kirchengemeinden, Kommunen, Landwirte, Firmen, JägerInnen, Privatpersonen und Vereine) an der Anlage der Wiesen im Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ beteiligt. Der Gesamtaufwand für die Erstellung des Blühwiesenkorridors liegt bei schätzungsweise etwa 7000 Stunden.

Folgende Stiftungen und Korporationen haben das Projekt unterstützt:
• Allianz Umweltstiftung • Beatrice Nolte Stiftung für Natur- und Umweltschutz • Bingo! Umweltstiftung Niedersachsen • Bürgerstiftung der Kreissparkasse Melle • Europa-Möbel Umweltstiftung • Haarmann-Stiftung Umwelt und Natur Osnabrück • Heinz Sielmann Stiftung • Landschaftsverband Osnabrücker Land • Naturschutz-Stiftung des Osnabrücker Landes • Netzwerk Blühende Landschaft • Stadt Melle • Starcke-Stiftung Melle • Stiftung Peters • Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker Land • Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte • Tierschutz-Stiftung Wolfgang Bösche • Umwelt-Stiftung Weser-Ems

Innerhalb der „Blühwiesenliga“ (http://bluehwiesenliga.de) können Kommunen und Naturschutzgruppen angelegte Wildblumenflächen in eine interaktive Karte eintragen.

Kai Behncke, Projektmitglied (gUG Umweltschutz und Lebenshilfe) aus Melle: „Es war ein gutes Stück Arbeit, was hier in den letzten Jahren ehrenamtlich geleistet wurde. Es zeigt was in einem Naturschutzprojekt möglich ist, wenn viele Menschen mitanpacken, trotz zuweilen strömenden Regens oder brütender Hitze. Insbesondere möchten wir uns bei den Stiftungen aus dem gesamten Bundesgebiet bedanken, welches dieses Projekt ermöglicht haben. Namentlich hervorheben möchten wir zudem die Unternehmen „Google“ und „Coca Cola“ sowie das Unternehmen „Rieger Hofmann“, welches uns mit ausgezeichnetem Saatgut versorgt hat. Ein Lob gilt auch dem TSV Westerhausen, welcher als Sportverein (!) eine ausgezeichnete Arbeit für Natur- und Umweltschutz leistet sowie dem NABU, welcher sich maßgeblich gegen das Insektensterben einsetzt. Ein besonderer Dank gilt auch den Umweltämtern der Stadt Melle, Georgsmarienhütte sowie der Gemeinde Hagen a.T.W.. Diese haben hervorragende Arbeit geleistet und eigens angelegte Blühwiesen in den regionalen Kontext des „Blumiger Landkreis-Projektes“ verortet. Positiv hervorheben möchten wir auch die ehrenamtliche Beteiligung vieler Landwirte, welche die regionalen Blühmischungen ausgesät haben. Gemeinsam können wir das Artensterben verlangsamen.“
Innerhalb des Korridor-Projektes wurde und wird ausschließlich regionales und mehrjähriges Saatgut eingesetzt, welches mindestens 40 Arten aufweist. Die Flächen werden für etliche Jahre nicht „umgebrochen“, da 75% der Wildbienenarten ihre Nachzucht im Boden ablegen. Ein- bis zweimal im Jahr werden die Blühwiesen gemäht und das Mahdgut abgetragen. Dieses führt zu einer Ausmagerung der Areale, was wiederum eine natürliche Entwicklung von Wildblumen begünstigt.

Projektbetreiber Karsten Wachsmuth (gUG Umweltschutz und Lebenshilfe): „Gemeinsam haben wir einiges erreicht, dennoch dürfen wir nicht vergessen, dass hier letztlich nur eine Symptombehandlung stattfindet. Die aktuelle Landwirtschaft mit Monokulturen, Pestizideinsatz und häufiger Mahd stellt die wesentliche Ursache des Insektensterbens dar. Verantwortlich dafür ist aber weniger der einzelne Landwirt sondern vielmehr die aktuellen Marktbedingungen und das Konsumverhalten von uns Menschen. Wenn wir bereit sind, mehr Geld in ökologisch-nachhaltig produzierte Lebensmittel zu investieren, dann ändern wir die Rahmenbedingungen über den Markt. Eine nachhaltige Anerkennung ökologisch wertvoller Nahrungsmittel muss sich auch durch den eigenen Geldbeutel an der Ladentheke ausdrücken – anders geht es nicht“.

Im Südkreis des Landkreises Osnabrück (vorrangig in Dissen und Bad Rothenfelde) hat zudem die BUND-Kreisgruppe Osnabrück Blühwiesen auf etwa 15 Hektar geschaffen. Geschäftsführer Matthias Beckwermert erklärt: „Der Korridor hat auch den Südkreis erfasst und ist mit fast 15ha Randstreifen, extensiven Wiesen und privaten Blühstreifen vertreten. Randstreifen sind zudem Ersatzlebensräume für Insekten die einst auf extensiven Wiesen lebten, die aber in Zeiten intensiver Landwirtschaft immer seltener werden. Diese Ersatzlebensräume brauchen ebenso unseren Schutz. Der gelingt nur mit enger Kooperation mit den Kommunen und Landwirten und den privaten Grundstückbesitzern. Mit der Einsaat der sog. Osnabrücker Mischung, einer extensiven und nicht zu frühen Mahd kann für den Schutz der Insekten schon sehr viel gewonnen werden. Mit der privaten Unterstützung z.B. von der Reifenfirma ML aus Wallenhorst oder der großartigen Spende der Stiftung Peters aus Bad Laer können wir diese Pflege leisten. Die Vernetzung der Biotope wächst, damit auch die Chance auf eine vielfältigere Landschaft. Der Schutz der Insekten, der Erhalt von wertvollen Biotopen und die Sicherung der Artenvielfalt durch Vernetzung ist eine Gesellschaftsaufgabe, die mit Spenden, neuen Flächen und aktiver Mitarbeit geleistet werden kann.“

Wissenschaftlich nahezu einhellig wird betont, dass es die Auswirkungen der industriellen Landwirtschaft sind, welche das Insektensterben maßgeblich zu verantworten haben.
Siehe z.B. auch
https://www.boell.de/sites/default/files/2020-02/insektenatlas_2020_II.pdf?dimension1=ds_insektenatlas, S. 14
In der Neuen Osnabrücker Zeitung (19. Mai, https://www.noz.de/deutschland-welt/vermischtes/artikel/2055572/deutschlands-natur-leidet-vor-allem-in-agrarregionen) wird unter der Überschrift „Deutschland Natur leidet – allem in Agrarregionen“ Umweltministerin Schulze zitiert: „Der Treiber hinter den Verlusten im sogenannten Offenland sei „ganz eindeutig“ die intensive Landwirtschaft, da brauche es „dringend eine Trendwende“. Die SPD-Politikerin mahnte an, das kürzlich verschärfte Düngerecht nun konsequent umzusetzen, und bekräftigte, dass noch in diesem Jahr ein Insektenschutz-Gesetz kommen solle.“

Kai Behncke: „Hätten wir einen Wunsch frei, dann würden wir uns eine finanzgewichtige Förderung einer umweltfreundliche ausgerichteten Landwirtschaft wünschen – als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das könnte das Insektensterben eindämmen – und damit auch das rasant fortschreitende Aussterben vieler anderer Tierarten. Es ist falsch, Landwirte für ihr Wirtschaften an den Pranger zu stellen und gleichzeitig nach günstigen Nahrungsmitteln zu rufen – Eine milliardenschwere Unterstützung der Landwirte – ausgerichtet an einem langfristig-nachhaltigem Umstellungs- und Handlungskonzept, wäre angesichts der Herkulesaufgabe des Artensterbens absolut angemessen.“

Der nach 4 Jahren nun fertiggestellte Blühwiesenkorridor soll in seiner Stufe 1 ermöglichen, dass Insekten über eine größere geographische Distanz von Wiese zu Wiese fliegen können. Dieser Austausch ist elementar, damit sich der Genpool stabilisieren kann. Würden sich Insekten lediglich auf einer „Blühwiesen-Insellage“ aufhalten, so würde dieses zu Inzest, einer Reduzierung der genetischen Vielfalt und somit schlussendlich zum Aussterben von Arten führen.
Dennoch ist zu betonen, dass der „Blühwiesenkorridor“ im Sinne einer Behandlung nur „ein großes Heftpflaster und einen großer Löffel Hustensaft“ darstellen. Zudem stellt der Korridor eher ein „technisch-theoretisches Konstrukt“ als eine wissenschaftlich fundierte Lösung dar. Die weiteste Entfernung von Wiese zu Wiese liegt aktuell innerhalb des Korridors bei 1600 Meter. Es soll dabei nun nicht vergessen werden, dass viele Insektenarten gerade einmal Flugdistanzen von wenigen Hundert Metern zurücklegen können. Zudem ist bei der Vielzahl der Blühareale ein eigentlich wünschenswertes Monitoring von Flora und Fauna innerhalb des ehrenamtlichen Projektes nicht leistbar.
Mit den Flächeneigentümern der Blühwiesen wurde vereinbart, dass diese ein- bis zweimal im Jahr eine Mahd der Wiesen durchführen (für eine langfristige Biotoperhaltung sind Mahdschnitte notwendig). Nach unserer Kenntnis wird dieses auf ca. 90% der Flächen durchgeführt.

Karsten Wachsmuth: „Ein Basisgerüst haben wir alle gemeinsam aufgebaut. Das reicht jedoch noch lange nicht, um das Insektensterben zu stoppen. Wir benötigen noch viele Blühareale mehr, Feuchtbiotope, Streuobstwiesen, unbehandelte Gewässerrandstreifen, Totholzhaufen etc. um das Gesamtgefüge zu verbessern. Ohne eine veränderte Landwirtschaft können wir das Artensterben nicht aufhalten.“
Kai Behncke: „Insbesondere Gewässerrandstreifen sind als „heiliger Gral“ der Artenvielfalt anzusehen, sozusagen das „Tafelsilber der Biodiversität“. Wir freuen uns sehr über die aktuelle Entwicklung im Osnabrücker Land, dass viele Landwirte mit dem „Umweltforum Osnabrücker Land“ an den Randstreifen gemeinsam an Lösungen für mehr Artenvielfalt arbeiten – ein ganz hervorragend positiver, ausgezeichneter Weg! Das Insektensterben können wir bezwingen, wenn wir die Probleme gemeinsam angehen und den Blick auf das große Ganze richten. Wir rufen ganz vehement dazu auf, das Volksbegehren Artenvielfalt in Niedersachsen unbedingt zu unterstützen. Das Volksbegehren wird auch bislang unwillige oder verständnisfreie PolitikerInnen juristisch zur Vernunft bringen.“

Matthias Beckwermert (BUND-Kreisgruppe Osnabrück) zitiert ein BUND-Positionspapier: „Ein gesundes Klima bildet die Grundlage unseres Daseins. Nach Berechnung der Europäischen Union binden Grünland und Wälder in Europa jährlich bis zu 100 Millionen Tonnen CO2. Sie bilden so genannte „Kohlenstoffsenken“. Ackerland dagegen ist CO2-Nettoemittent und setzt zwischen 10 und 40 Millionen Tonnen Kohlenstoff jährlich frei.
Im Humusanteil des Bodens ist Kohlenstoff gespeichert. Die im Boden gebundene Kohlenstoffmenge ist etwa doppelt so groß wie die in der Atmosphäre und dreimal so groß wie die in der Vegetation. Kohlenstoff im Boden zu speichern ist ein kostengünstiges und sofort einsetzbares Mittel zum Klimaschutz, das keine neuen oder unerprobten Technologien erfordert.
Kohlenstoff entweicht aus den Böden in Form von CO2, wenn Grünflächen, bewirtschaftete Forstflächen oder natürliche Ökosysteme in Ackerflächen umgewandelt werden. Doch es besteht Hoffnung. Denn dieser Prozess ist umkehrbar – indem Ackerflächen in ihren Ursprungszustand zurückgeführt werden.“
Eine Besonderheit des Blühwiesenkorridors ist, dass auf diversen Flächen eine schonende Wiesenmahd durch Ziegen, Schafe und Ponys des Gnadenhofes Brödel (http://gnadenhof-melle.de) stattfindet. Eine Vielzahl von Insekten profitiert von den Hinterlassenschaften von Weidetieren in der freien Natur.

Im Jahre 2021 ist eine Verdichtung des Blühwiesenkorridors sowie ein Ausbau von Dissen und Bad Rothenfelde zum aktuellen Korridor von Melle nach Hagen a.T.W. geplant.
Kai Behncke: „Vor 4 Jahren hatten wir eine Vision: Den Landkreis Osnabrück zur Vorzeigeregion für den Insektenschutz zu gestalten. Wir alle gemeinsam haben geliefert, durch insgesamt etwa 7000 Stunden im Ehrenamt. Jetzt ist unser Hunger nach mehr geweckt, und der Hunger ist groß. Wir haben noch lange nicht genug! Das Projekt nimmt endlich die Fahrt auf, welcher der Artenschutz dringend benötigt. Wir haben tatsächlich nun die Chance Bundesweit Einmaliges zu schaffen. Eigentlich fängt das Projekt jetzt erst so richtig an. Wir können aktuell kaum alle Anfragen bearbeiten, welche hier eintreffen.“

Für eine weitere Arbeit freut sich das ehrenamtliche Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ (gUG Umweltschutz und Lebenshilfe, Gnadenhof Brödel Melle sowie BUND Kreisgruppe Osnabrück) immer über eingehende Spenden.
Aktuell wird von einer Reduzierung der globalen Insektenmasse pro Jahr von etwa 2,5% ausgegangen:
https://www.boell.de/sites/default/files/2020-02/insektenatlas_2020_II.pdf?dimension1=ds_insektenatlas, S. 14
Alarmierende Studien in Deutschland sind die 2017 erschienene „Krefelder Studie“ (Rückgang der Insektenmasse in ausgewählten Gebieten Deutschlands um 75% (Zeitraum: 28 Jahre)):
https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0185809
sowie eine neuere Analyse der TU München aus dem Jahre 2019 (https://www.nature.com/articles/s41586-019-1684-3).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.