Patenschafts-Taufe und vielleicht eine weitere Blühwiese

Heute gab es ein nettes Treffen und Patenschafts-Taufe am Kreimerhof.
Danke an Anita Agarius, Bernd Thye und Dieter Finke-Gröne.

Das Schaf „Quinti“ hat nun mit Anita und Bernd zwei Paten gefunden.
Auf der Patenschafts-Taufe heute mit Bio-Sekt gemeinsam angestoßen.

Der Name passt perfekt zu dem neuen Regionalmagazin „Quintessenz“ von Bernd und Anita.

Im aktuellen Heft wird auch intensiv über unsere Projekte berichtet:
http://verlag-am-bleistift.de/quint-2/index.html

Sehr zu empfehlen! Von uns wird es dort aller Voraussicht nach eine regelmäßige Kolumne geben.

Danke auch an Dieter Finke-Gröne, Ortsbürgermeister von Buer, der eine große Privatfläche in Buer zur Gestaltung einer artenreichen Blühwiese
angeboten hat. Zeitnah schauen wir uns das einmal an. Eventuell können dort auch ab und an unsere Gnadenhof-Tiere grasen.

Wir freuen uns sehr über die stattfindende Unterstützung. Danke!

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Fütterungs-Schilder sind fertig

Auf Anregung unserer Paten und Patinnen sind nun die tollen Hinweissschilder
zur Fütterung gedruckt worden und nun eingetroffen. Danke an Mark Hamburger, wie immer super gezeichnet!!

Und jede Menge Heu für den Winter ist nun auch schon vor Ort. Danke an Karsten Wachsmuth, Simone Brockmann
und Valentina Andreev. Der Winter kann kommen!
Aufgrund der Klimaerwärmung wirds vermutlich eher mild, aber Hunger haben die Tiere trotzdem.
Heute alle Tiere umgesiedelt. Danke auch an Philipp Horstmann und Julia Behncke
Fast alle Tiere grasen nun auf den Flächen „Am Wulberg“ hinter dem Gasthof Hubertus/Wiesehahn. Wie der Blitz sind die gerast, endlich frisches Gras 🙂
Die Paten werden diesbezüglich noch einmal gesondert angeschrieben…

Gnadenhof Brödel Melle
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Deutscher Engagementpreis für Blumiger Landkreis Osnabrück

Das „Unmögliche“ wahr werden lassen!🐝😃🙋‍♀️🙋‍♂️🐞🦋🐛🌻🏆🏆🏆♥️♥️♥️♥️♥️♥️
Erhalten die Tiere eines kleinen Gnadenhofes (Gnadenhof Brödel Melle) und ihre Betreiber den „Deutschen Engagementpreis 2019“?
10.000 Euro für Insektenschutzprojekt und Gnadenhofbetrieb?

Bitte stimmt hier für uns ab:
1. Auf diese Seite gehen: https://www.deutscher-engagementpreis.de/publikumspreis/
2. In der Suche „Blumiger Landkreis“ eingeben
3. Abstimmen 🙂

Und teilt, teilt, teilt diesen Beitrag.

Im Rahmen des Insektenschutzprojektes „Blumiger Landkreis“ haben wir in den letzten 3 Jahren ehrenamtlich
über 140 Blühwiesen für Insekten geschaffen (300.000 m²).
Diverse dieser Artenschutzwiesen werden schonend und nachhaltig von unseren Gnadenhoftieren (http://gnadenhof-melle.de) beweidet.
So konnten wir eine hohe Anzahl von Tieren vor dem Schlachthof retten.

Durch die schonende Beweidung entstehen bei der Mahd keine Verluste bei Kleintieren, Vögeln, Amphibien, Insekten etc.🦋🐛🌻🐞🐾🦔🌺🌺🌸🐥🐝🐌🐌🐜
Im nächsten Jahr planen wir die Fertigstellung des Blühwiesen-Vernetzungs-Korridors auf einer Länge von 35 Kilometern (zwischen Melle und Hagen a.T.W.):

http://insektenrettung.de/karte/oltest/dist/pollenversorgung2.html?mlat=915031&mlon=6847523&zoom=11

Das Preisgeld von 10.000 Euro werden wir in die Fertigstellung des Projektes, die Anlage von Streuobstwiesen und den Ausbau unseres Gnadenhofes stecken.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
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Gnadenhof Brödel Melle
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Rio Reiser lebt

Heute die angekündigten Notfälle aufgenommen.
2 ältere Hähne (separat in zwei Ställen untergebracht) und insgesamt 6 (schon etwas betagte) Hühner.
Als Jugendlicher immer den Traum gehabt mal nen Hahn namens „Rio Reiser“ zu haben (einer der GRÖSSTEN Musiker ALLER Zeiten).
Da wären wir dann also. „Und Du weisst, das wird passieren, wenn wir uns organisieren….Dömm Dö Dödö Dömm….“

Der andere heisst „La Cucaracha“.
Mal sehen wie sich die beiden machen. Sollte es zu viel Krach geben, dann haben wir
noch eine gepachtete Fläche „in der Walachei“, auf welcher wir die Tiere ebenfalls mardersicher unterbringen können.

Gnadenhof Brödel Melle
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Bauboom geht ungehindert weiter

Der Bauboom geht ungehindert weiter.
Danke an die Firma „Thomas Philipps“ und Danke auch an Ralf Kruckemeyer, für einen tollen Kaninchenstall. Erster Insasse, wie sollte es auch anders sein, war natürlich ein Huhn („Trödel-Erna“).
Heute das Kaninchengehege sicherer gemacht, weiter ausgebaut, kleine Löcher geschlossen….
Kaninchen und Meerschweinchen (Annabelle Böhne-Knopp)
sind happy. Wir auch 🙂

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Tabularasa

An der Bushaltestelle Schürenort haben unsere Schafe und Ziegen „tabulara“ gemacht. Binnen zwei Wochen aus einer saftigen Wiese
eine (fast) kahlgefressene Steppe. Heute ziegen etliche (aber nicht alle) der Tiere um.

An einige unserer Paten:
Karen Richter – Haurenherm (Charlotte), Rena Henke (Schwänli), Liese Solevej (Bärli),
Petra V Japes (Scarface), Christina Sudbrock (Fräulein Wolle), Susanne Gill (Leonie),
Bernd Thye (Quinti (Bella)).
Da wir uns im Spätsommer befinden, wechseln wir mit unseren Tieren aktuell relativ kurzfristig die Weiden.
Eure Tiere werden vom „Team Kreimerhof“ betreut.
Fragt bitte, bevor Ihr Eure Tiere besuchen wollt, einmal bei Simone Brockmann oder Karsten Wachsmuth nach (beide über Facebook erreichbar), wo sich Eure Tiere aktuell rumtummeln 🙂

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Die Hühnerküken machen die Gegend unsicher

Von den 5 kleinen Küken haben 4 überlebt und erkunden nun neugierig mit Ihrer Mutti „Big Bertha“
die Umgebung.
„Black Beauty“, „Klopfer“, „Lässi“ und „Balou“.
Neugierig sind sie, hungrig, wieselflink und mopfsfidel.
Küken „Balou“ hat gerade Ziege „Sir Henry“ angepflaumt. „Alta, pass uff, dass keen Schatten uff mir druff fällt, sonst mach ick Dir Beine!!!“ (gut im Bild zu sehen, Balou ist stinksauer).

Sir Henry verdreht die Augen nach oben und brummelt „Diese Jugend von heute – nichts begriffen. Immer fürs Klima demonstrieren, nicht zur Schule gehen und bei den Demos
den Müll nicht wegräumen. Und dann auch noch frech werden“…
schwupps, gabs für ihn direkt von Balou was auf die Schnauze, dass er 20 Meter durch die Luft flog…. So schnell kanns gehen. Mit Hühner-Küken ist nicht zu spaßen. Wenn Erwachsene nichts schnallen, dann muss zur Not ein „Klaps auf den Hinterkopf“ her…

„Big Bertha“ passt gleichzeitig auf, dass niemand ihren Kindern zu nahe kommt.
Sehr gut! Die Freundinnen von Bertha haben sich derweil kleine Kuhlen gebuddelt und geniessen die Samstagssonne in einem Stabbad.

Gnadenhof Brödel Melle
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Bauboom Dank Palettenspende

Dank der tollen Holzpaletten-Spende der Firma „Thomas Philipps“ ist hier ein regelrechter
Baumboom ausgebrochen. Heute einen zweiten kleinen Hühnerstall ausgebaut und winterfest gemacht.
In den nächsten Tagen nehmen wir noch zwei Hähne auf, die sonst (vermutlich) ins Jenseits befördert worden wären
und in einigen Monaten folgen einige Hühner aus der Legebatterie.
Falls sich die Hähne nicht verstehen sollten, dann können sie nun in getrennten Ställen leben.

Und tolle Heuraufen wurden heute gebastelt. Das Gras wächst nur noch wenige Wochen, dann werden wir auf Heu umsteigen müssen.
Ab jetzt kein Problem mehr 🙂 Einige Ziegen jedoch haben noch nicht verstanden, dass man nicht IM ESSEN sondern ausserhalb des Essens stehen sollte….

Gnadenhof Brödel Melle
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Noch Flächen für Blühwiesen-Korridor gesucht

Im Jahr 2020 soll das Ding fertig werden, der Insektenschutz-Blühwiesen-Vernetzungs-Korridor im südlichen Landkreis Osnabrück zwischen Melle und Hagen a.T.W.

Nach dann 4 Jahren Arbeit, etwa 8000 Stunden im Ehrenamt und einer Beteiligung von über 1000 Personen.
Aber noch fehlen uns dafür einige kostenlos und leihweise zur Verfügung gestellte Areale (Größe etwa 500 m²).

Konkret: In Melle-Gerden und rund um den Segelflugplatz Melle

In Bissendorf-Holte-Himbergen

In Georgsmarienhütte, Harderberg und Kloster Oesede

Die Arbeit (fräsen und umbrechen, einsäen und anwalzen) übernehmen wir. Kostet keinen Cent 🙂 Wir säen artenreiches (40 Arten) regionales Saatgut ein.

Allerdings wäre es bitte wichtig, dass die Flächeneigentümer die Pflege der Blühwiese übernehmen (ein bis zweimal im jahr mähen und das Mahdgut abtragen).

In den gekennzeichneten Bereichen suchen wir noch Flächen. Gerne bei uns melden.

Danke 🙂

Blumiger Landkreis Osnabrück

Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen

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Wir benötigen mehr Bäume – Und zwar schnell

Im Oktober/November starten wir auf fünf Flächen in Melle/Oldendorf (3 Areale), Melle/Mitte und Melle/Wellingholzhausen
die Anpflanzung von insgesamt 90 heimischen Obstbäumen (vier Streuobstwiesen, viele alte Sorten) sowie von 4 Klimaschutz-Wäldern (bestehend aus etwa 3/4 heimischen Arten und etwa 1/4
südeuropäischen Arten). Bepflanzt werden insgesamt etwa 12.000 m².
Vielen Dank an die Firma Thomas Philipps, welche etwa 40 Bäume spendet. 50 Obstbäume stammen aus dem 850-Bäume-Programm der Stadt Melle.
Geplant ist insgesamt die Anpflanzung von etwa 400 Bäumen, um somit ca. 4 Tonnen CO2 im Jahr speichern zu können.

Vor einigen Tagen haben wir ein Gespräch mit einer fachkundigen Person (Dagmar Lücke) zum Thema Bäume und Baumanpflanzungen geführt.
Das Interview soll hier an dieser Stelle veröffentlicht werden:

* Vielen Dank, dass Sie an dieser Stelle eine kostenlose Beratung anbieten.
Können Sie einmal kurz schildern, welche Erfahrungen Sie bislang in der Baum-Thematik gesammelt haben?

Dagmar Lücke: Seit etwa 20 Jahren arbeite ich als Baumschulgärtnerin und betreibe zudem eine eigene Bonsai-Baumschule bei der
Gärtnerei Jurgelucks. In den letzten 20 Jahren habe ich viel ausprobiert und geforscht
Was aktuell passiert betrifft mich im Herzen. Bäume sind ökologisch gesehen das wertvollste Lebewesen, welches wir haben und
das Gerüst der Ökosphäre. Viele Baumtriebe jedoch sterben aktuell aufgrund des geringen Niederschlages und der Sonnenintensität.
Im Augenblick ist festzustellen, dass viele Böden anfangen zu versteppen, wir müssen dringend mehr Bäume pflanzen.

* Wie schätzen Sie die Entwicklung heimischer Baumarten in den nächsten 30 Jahren ein?

Es ist davon auszugehen, dass die Dürreperioden insbesondere während der Vegetationsperioden zunehmen werden.
Wir können nur hoffen, dass wir 2018 und 2019 Ausnahmeperioden erlebt haben. Viele Bäume werden sich ohne Hilfe kaum erholen können.
Für die Buche und die Eiche wird es wohl mittelfristig, abgesehen von sehr günstigen Lagen, eng.
Zudem werden sich unsere heimischen Bäume natürlich nicht innerhalb einer kurzen Zeitspanne von einigen Jahrzehnten genetisch an die veränderten Rahmenbedingungen
anpassen können.

* Welche Bäume sind besonders stark von der Dürre betroffen?

Die heimische Fichte aber auch die Hainbuche. Natürlich auch die Birke, viele Ahornpflanzen. Auch die Eiche ist massiv betroffen, in Stadtgebieten ist es
insbesondere die Sommerlinde, welche massive Probleme hat. In einem gewissen Rahmen können sich Bäume verteidigen. Die Sommerlinde beispielsweise dreht ihre hellen Blätter als Reflektionsschutz mittlerweile nach oben.
Auch die Haselnuss beginnt aufgrund ihrer großen Blätter Probleme zu bekommen.
Problematisch sind Bäume mit ausladenden Kronen oder grossen Blättern. Diese können sich kaum vor der intensiven Sonneneinstrahlung schützen.

Bei südeuropäischen Bäumen ist es so, dass diese langsamer und gedrungener wachsen. Dadurch bilden sie einen „internen Schutz“ für sich selbst.
Durch ein kompaktes Wachstum entsteht ein kühleres Mikroklima innerhalb ihres eigenen Organismus.
In diesem Sinne ist es wichtig, heimische Bäume zurückzuschneiden und ihnen eine gedrungenere Form zu geben. Das kann vielleicht das Schlimmste noch verhindern.
Werden Bäume geschnitten, dann bildet sich ein sog. „Wurzelvorsprung“. Die Masse der Wurzeln wird größer im Vergleich zur zu versorgenden Baummasse. Auch das kann ein Schutz sein.

Interessant ist: Wenn Bäume zu einer Heckenform geschnitten werden, wie z.B. die Hainbuche, dann entsteht dort ein Schutzklima.
Diese Bäume sind kaum von der Dürre betroffen oder lange nicht so stark. Auch geschlossene Bestände sind etwas geschützter als offene Bestände.
Grundsätzlich sind natürlich immer auch der Wuchsstandort, die Lage wichtig. In einer sonnenexponierten Lage auf einem Hügel ist es natürlich für viele Arten
gefährlicher als in einer schützenden Senke.

* Wie schätzen Sie das aktuelle Waldsterben ein. Was sind Ihrer Meinung nach die Gründe?

Auf jeden Fall spielt die Klimaerwärmung und die Trockenheit eine große Rolle. Bäume schützen sich zwar auch über eine gewisse Zeit gegenseitig.
Bilden sich jedoch Mangelzustände dann geraten sie in Konkurrenz zueinander und saugen sich gegenseitig das Wasser ab.

* Welche Bäume eignen sich in den nächsten Jahren besonders gut, um dem Klimawandel zu trotzen?

Viele Eschen scheinen mit der Trockenheit ganz gut klar zu kommen. Auch Robinien, Walnuss, die Roteiche, Kastanien oder Schlehen haben gute Karten.
Erstaunlicherweise ist aktuell zu verzeichnen, dass auch Weiden der Dürre recht gut trotzen, das ist eine Überraschung. Auch Pioniergehölze wie Pappeln machen sich noch ganz gut.

* Was kann man aktuell tun, um heimische Bäume zu schützen?

Nenebn dem Zurückschneiden in der Krone viel gießen.
Seit Mitte Juli habe ich einige Bäume vier- bis fünfmal jeweils mit etwa 100 Litern versorgt.
Diese Bäume zeigen kaum Auflösungserscheinungen.

* Nicht-heimische Arten anzupflanzen wird oft kritisiert, da die heimische Flora davon nicht profitiert. Wie stehen Sie zu diesem Punkt?

Zum Teil ist dieser Punkt durch Studien schon widerlegt. In bestimmten nicht.heimischen Arten befinden sich sogar mehr Insektenarten als in heimischen Bäumen.
Die Lebensbedingungen ändern sich aktuell. Wir brauchen schlichtweg auch mehr Masse in der Baum-Flora und mehr geschlossene Kronen, davon profitieren auch viele heimische Arten.

* Welche südeuropäischen/fremdländischen Bäume können sich Ihrer Meinung nach für eine Ansiedlung eignen?

Früher wurden z.B. der französische Ahorn oder die Hopfenbuche empfohlen. An vielen Standorten ist das aufgrund der aktuellen Entwicklung jedoch sogar schon passé.
Die Blumenesche (Manna-Esche) könnte günstig sein. Auch Platanen am richtigen Standort können funktionieren. Ich will mich da aber auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.
Fakt ist sicherlich, dass auch die Kaukasus-Fichte in unseren Wäldern resistenter als die heimische Fichte ist.
Die Schwarnuss könnte funktionieren. Weiterhin empfehle ich die Zerreiche (Quercus cerris) und Libanoneiche (Quercus libani).
Robinie sollten auf jeden Fall gehen. Orientfichte, Zedern und einige Arten der Platane sind ebenfalls sehr trockenheitsresistent.
Letztlich geht es aber auch um Agglomerationen von Bäumen, das richtige Zusammenspiel, an den richtigen Standorten.

* Gibt es Ihrer Meinung nach besonders invasive Baumarten, welche ggf. sogar eine „Gefahr“ für die heimische Fauna darstellen können?

Der Götterbaum gilt als sehr invasiv. das ist nicht ungefährlich. Trotzdem kann es an sehr armen Standorten immer noch besser als Nichts sein.
Jeder Baum fungiert auch als Wasserspeicher, auch das gilt es zu berücksichtigen.

* Es gibt Stimmen die sagen, dass ein gemischter, naturbelassener Wald heimischer Arten durchaus dem Klimawandel trotzen kann. Wie sehen Sie das?

Wenn genügend Feuchtigkeit vorhanden ist kann das funktionieren. Aber was passiert, wenn es in den nächsten Jahren so wenig regnet wie zuletzt?
Da hilft dann auch eine Naturbelassenheit nicht mehr.
Genetische Veränderungen geschehen über einen langen, langen Zeitraum. Es ist unmöglich, dass sich eine Varibilität, ein Toleranzraum, innerhalb beispielsweise der nächsten 20 Jahre anpasst.

Frau Lücke, vielen Dank für das Gespräch.

Ein Artikel über Frau Lücke in der NOZ:
https://www.noz.de/lokales/melle/artikel/1865187/tipps-fuer-die-rettung-gestresster-stadtbaeume-in-melle

Interessant zudem ein Zitat, welches kürzlich auf den Baumpflegetagen in Osnabrück wie folgt geäußert wurde:

Die von Klaus Körber (Sachgebietsleiter an der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau) erwähnte Sommerlinde leidet unter der neuen Trockenheit und den erhöhten Temperaturen.
Statt Sommerlinden solle man lieber Silberlinden pflanzen, die vertrügen das veränderte Klima deutlich besser.
Dass der Klimawandel ganz grundsätzlich verlange, bei der Auswahl von Stadtbäumen nicht so weiterzumachen wie bisher, steht für Klaus Körber außer Frage:
„Wir brauchen in den Städten der Zukunft Bäume, die genetisch für Hitze und Trockenheit ausgelegt sind. Und solche Bäume findet man garantiert nicht in Südschweden.“

https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/1865158/baumpflegetage-an-der-hochschule-osnabrueck-stehen-im-zeichen-des-klimawandels

Gnadenhof Brödel Melle
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