Es ist soweit, eine neue Plattform zur Anlage und Planung von Blühwiesen geht online:

http://insektenrettung.de

Viele vermittelte Informationen dieser Seite stammen aus den Erfahrungen unterschiedlicher lokaler/regionaler Insektenschutzprojekte aus dem gesamten Bundesgebiet.
Dieses Portal vermittelt praktische Tipps und Informationen zur Anlage von Blühwiesen, Blühstreifen und Blühinseln sowie Insekten-Nisthilfen.
Bundesweites Planungsinstrument

Ein wichtiger Baustein sind die programmierten Kartenanwendungen (siehe http://insektenrettung.de/den-standort-einer-bluehwiese-planen/).
Durch diese schaffen wir ein kostenloses und ständig erweitertes Planungsinstrument (für BürgerInnen, Naturschutzgruppen, Schulen, Firmen, Kommunen, Landkreise etc.) damit räumlich gezielt überall im Lande insektenfreundliche Blühwiesen (basierend auf den passenden Saatgutmischungen) angelegt werden.
Durch eine hohe (floristische) Artenvielfalt können wir die Vielfalt der Insekten (und somit vieler weiterer Spezies) unterstützen und gegen das katastrophale und massive Artensterben aktiv werden…
Wofür sind die Kartenanwendungen wichtig?

Im Sinne eines Insektenschutzes ist es wichtig, lokale/regionale „Blühbänder“/“Blühkorridore“ anzulegen und Biotope zu vernetzen.
Natürlich ist auch eine „Insellage“ von Pollen- und Nektarflächen hilfreich (sind diese doch innerhalb einer oftmals „auf- und ausgeräumten“ (monotonen) Kulturlandschaft wichtige Rettungsinseln). Das Ziel muss es jedoch sein, einen regionsübergreifenden genetischen Austausch zu fördern. Dieser genetische Austausch ist elementar für eine Arterhaltung. Heißt: Wir müssen lokale/regionale Schutz-Korridore schaffen, damit Insekten von Blühfläche zu Blühfläche fliegen können. Dieses kann jedoch nur dann funktionieren, wenn wir wissen WO bereits Blühareale angelegt wurden, um somit das „Blüh-Netzwerk“ zu erweitern. Durch die Verortung von Blühwiesen in der Karte wird sichtbar, WO WELCHE Blühwiesen (WELCHER Größe?, basierend auf WELCHEM Saatgut?) vorhanden sind, um somit dort in der Nähe weitere Flächen zu schaffen. Zu bedenken ist: Gerade Wildbienen haben einen geringen Flugradius (etwa bis zu 2 Kilometern). Viele dieser Arten schaffen sogar nur eine Distanz von 500 Metern.
Ein weiterer Nutzen dieser Karte: Per Mausklick wird deutlich, welcher Bodentypus in Deiner Region vorhanden ist. Diese Information kann an den Saatgutlieferanten gesendet werden, damit Du auch die richtige Mischung aussähst.
Die Planungs-Anwendung kann somit bei der Umsetzung des „Volksbegehrens Artenvielfalt“ (großartige Sache!!) in Bayern helfen, und genauso z.B. von Landwirt Asmus Asmussen in Schleswig Holstein zur Planung von Blühstreifen eingesetzt werden.

Die Programmierung dieser Blühwiesen-Web-Software geschah innerhalb vieler (ehrenamtlich-nächtlicher) Stunden aber auch und maßgeblich unterstützt durch Gelder aus der gewonnenen „Google Impact Challenge 2018“ (https://impactchallenge.withgoogle.com/deutschland2018/charities/pro-insektenschutz). Ein hervorgehobener Dank für diese Förderung soll an dieser Stelle ausgesprochen werden.

Nach wie vor wissen wir (leider) nur sehr wenig über das Verhalten vieler Insekten. Somit an die WissenschaftlerInnen: Du kennst eine wissenschaftliche Studie z.B. über die räumlichen Auswirkungen von Blühflächen, Schutzzonen etc.? Du weißt von einer Untersuchung über die Akzeptanz von Blüharealen unterschiedlicher Größe, Saatgutzusammenstellung etc. bei verschiedenen Insekten? Dann schreib uns gerne an. Wir werden versuchen, die Ergebnisse der Untersuchung in unseren räumlichen Algorithmus einfließen zu lassen.
Du hast Erfahrungen bei der Anlage einer Blühwiese gemacht? Schicke uns gerne auch diese Informationen. Du hast bereits eine Blühwiese angelegt? Dann hilf uns dabei ein (flächendeckendes?) Monitoring umzusetzen und trage diese gerne hier ein:
http://insektenrettung.de/bluehwiese-bluehinsel-in-die-karte-eintragen/

Euch fehlen Funktionen in den Kartenanwendungen, um die Planungen von Blühwiesen zu vereinfachen? Meldet Euch gerne. Wir setzen diese um. Ehrenamtlich und kostenlos – sofern wir es zeitlich irgendwie geregelt kriegen.

Werden wir aktiv gegen das Insektensterben. Für eine hohe biologische Vielfalt!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.