Wir verteilen kostenloses Saatgut

Pressemeldung: Coca Cola unterstützt Insektenschutzprojekt “Blumiger Landkreis Osnabrück”
Projektbetreiber versenden kostenloses Saatgut (Bitte bei uns per EMail melden)

Das regionale Insektenschutzprojekt “Blumiger Landkreis Osnabrück” wird durch Coca Cola Deutschland mit einem hohen vierstelligen Betrag gefördert.
Im Rahmen der Aktion “https://www.projektlokalliebe.de/” bewirbt das Unternehmen verschiedene nachhaltige Produkte.
Von jedem Kauf geht ein kleiner Anteil an Bundesweit ausgewählte 66 Projekte – Eines davon ist Blumiger Landkreis Osnabrück.

Karsten Wachsmuth, Projektbetreiber: “Wir haben zunächst an einen Scherz gehalten als wir diese Nachricht erhalten haben.
Umso glücklicher sind wir, dass wir durch diese Förderung ganz neue Möglichkeiten haben. Wir können noch mehr Saatgut erwerben und unsere lädierten Maschinen
ausbessern.”

Kai Behncke: “Um den Arten- und Naturschutz im Landkreis steht es katastrophal. Im Bundesweiten Vergleich gehört der Landkreis bei den Nitratwerten zu den schlechtesten Kreisen
im gesamten Bundesgebiet. Eutrophierte Böden aber sorgen dafür, dass sich viele Wildblumen gegen Gräser nicht durchsetzen können. Daraus entstehen dann vielerorts
monotone Einheitswiesen ohne jeglichen Nutzen für die Artenvielfalt. Unserer Auffassung nach ist auch die Entscheidung der Kreistagsmehrheit falsch,
Gewässerrandstreifen auf einen Meter zu begrenzen.
Diese Entscheidung wird das Artensterben im Landkreis Osnabrück forcieren. Insekten können sich bei uns nicht einmal mehr in Naturschutzgebiete retten.
Wir rufen nun die Bevölkerung des Landkreises dazu auf, ihren Teil zu einer höheren Artenvielfalt im Landkreis Osnabrück beizutragen.
Wir spenden dafür regionales Saatgut im Wert von 800 Euro. Interessierte Personen können uns anschreiben (info@umweltschutz-und-lebenshilfe.de).
Wir verschicken kostenlos Mengen für bis zu 50m² gegen Erstattung der Versandkosten.”

Versandt wird die von der Osnabrücker Hochschule entwickelte “Osnabrücker Mischung” (etwas über 40 Arten),
die Mischung “Blühende Landschaft Nord” (ebenfalls über 40 Arten, darunter auch viele Kultursorten)
und die Mischung “Schmetterlings- und Wildbienensaum” (ca. 80 Arten).

Eine Anleitung zur Aussaat und Pflege mit ganz vielen Tipps und Tricks, wie sie bislang in dem Projekt erlernt wurden:

Eine Blühwiese anlegen

Karsten Wachsmuth ergänzt:
Wir unterstützen die Vision der Landrätin, eine “Naturmetropole Osnabrücker Land” zu schaffen. Im Prinzip arbeiten wir seit 4 Jahren im
südlichen Landkreis an diesem Ziel. 140 Blühwiesen für den Insektenschutz haben wir bislang geschaffen, Über 1000 Personen haben sich bislang daran beteiligt.
30 weitere Blühwiesen folgen in diesem Jahr.
Fehlentscheidungen der Politik zu kritieren ist wichtig und richtig, aber viel wichtiger und viel sinnvoller ist es eigenständig aktiv zu werden.
Dann können wir alle die Vision der Naturmetropole Osnabrücker Land erreichen, für diese Vision lohnt es sich definitiv aktiv zu bleiben”.

Gleichzeitig bedanken sich die Akteuere bei vielen Landwirten in der Region.
Kai Behncke: “Wir stellen ein deutlich gestiegendes Interesse vieler Landwirte an den Artenschutzmaßnahmen des Projektes “Blumiger Landkreis Osnabrück” fest.
Bereits jetzt engaieren sich viele Bäuerinnen und Bauern aus Eigenmitteln für Blühstreifen im Landkreis oder artenreiche Flächen für den Insektenschutz.
Mit dieser Mentalität können wir alle gemeinsam Großes schaffen.
Am 14. März enthält das Projekt von den Vereinten Nationen die Auszeichnung “Projekt der UN Dekade Bioligische Vielfalt.”
Diese Ehrung wird offiziell bei einem Landwirt in Georgsmarienhütte verkündet, welcher gemeinsam mit uns eine artenreiche Wildblumenwiese anlegt.
Damit wollen wir auch unseren Respekt gegenüber den Landwirten zollen, die oftmals mit dem Rücken zur Wand stehen, häufig völlig zu Unrecht in der Öffentlichkeit gescholten werden und sich
gleichzeitig unter Einsatz eigener Freizeit und eigenen Privatgeldes für den Artenschutz stark machen. Auch das möchten wir an dieser Stelle einmal in aller Deutlichkeit hervorheben.
Wenn wir es gemeinsam wollen dann schaffen wir es, das Artensterben einzuschränken. Aber wir müssen jetzt und sofort handeln und können uns solch
Biotop-Beschädigungen wie durch die Gewässerrandstreifenentscheidungen geschehen, nicht mehr leisten. Die Situation bei uns ist nicht nur bedrohlich, sie ist katastrophal dramatisch.”
Protest zur Gewässerranstreifen-Entscheidung:
http://artensterben-aufhalten.de

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de