Unsere Weihnachtsgeschichte 2019

Und da ist sie, unsere Weihnachtsgeschichte 2019
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Jedes Jahr hoffen Millionen von Tieren zu Weihnachten auf ein Wunder. Wusstet Ihr, dass allein in Deutschland jedes Jahr
ca. 800.000.000 Millionen Tiere geschlachtet werden (pro Einwohner etwa 9)? Sie leben unter unwürdigen Bedingungen, erleiden Höllenqualen, die kein normaler Mensch (eigentlich)
seinem “schlimmsten Feind” wünschen würde, sind oftmals nicht einmal eine Ziffer im System. Ja, sie vegetieren mit “ach und krach” so dahin, bis irgendwann der Exitus kommt. Fremdbestimmt.
Einfach so!
Das Schicksal von Millionen Nutztieren. Und: Hunderttausende landen irgendwann schlichtweg als Abfall auf dem Müll. Das ist leider Realität – überall auf der Welt.
Insbesondere durch das “Weihnachtsgeschäft”.

Ja, und dann gibt es da einen Massenbetrieb irgendwo im Sauerland. 1500 Hühner.
Sie haben so gehofft, dass ihr Leid aufhört, sie einmal die Sonne sehen dürfen, ein Leben in Freiheit und vor allen Dingen:
Nicht jeden Tag und jede Nacht mit etwa 10-20 Tieren auf einem Quadratmeter leben zu müssen, etwas Würde, ein kleines bisschen artgerechtes Leben – ist das denn zu viel verlangt, so haben sie jeden Tag und jede Nacht gebangt und gehofft,
und offen gesagt: aufgegeben.

Und das Wunder nun hat der Verein “Rettet das Huhn” heute verschafft (https://www.rettet-das-huhn.de).
1500 Tiere wurden in den letzten Tagen ausgestallt. Viele viele schwer verwundete und schwache Tiere
wurden in Pflegestellen vermittelt. Viele Tierarzttermine folgen.
Die Tiere wurden dann über ein Verteilungsnetz an diverse Stellen in Deutschland gebracht, wo diese dann wiederum von lieben Menschen weitertransportiert wurden.
Danke an Tanja Bültermann und Karsten Bültermann, welche heute diverse Tiere aus Leopoldshöhe abgeholt haben.

Wir haben nun 7 Hühner auf dem Gnadenhof Brödel aufgenommen (Esmeralda, Kamelita, Rosalita, Rosemarie, Britney, Kylie und Shennandoa).
Wenn jemand sagen würde, dass diese gut und gesund aussehen, so wäre es eine vermaledeite Lüge, aber es geht noch schlimmer.
Die Hühner mit besonders wenig Federn erhalten kleine Wärmejäckchen (kein Witz). Diese Jäckchen sind in der Hühnerrettung tatsächlich “State of the art”.

In den Massentierstallungen herrschen oft Temperaturen um 20 Grad vor, in dieser Nacht in Melle sind es gerade einmal 2 Grad.
Und das für ein geschwächtes Huhn ohne Federn – das kann, wenn es schlecht läuft – das Ende bedeuten.
Die Hühnerdamen wurden nun eingekleidet und eine Wärmelampe sorgt für die nötige Temperatur.
Sitzstangen in unterschiedlicher Höhe, viel viel Trinkwasser (die Hühner haben vorhin kaum aufgehört zu trinken),
Legepallets mit ganz viel Bierhefe und endlich einmal zumindest ansatzweise Platz.

Hahn “Rio Reiser” wird in einigen Tagen auf die Hühnerschar aufpassen.
Und morgen passiert das Vorweihnachtswunder:

Das erste Mal sich in der Sonne frei bewegen, mehrere Hundert m², hier scharren, dort scharren, langsam zu Hause ankommen, kein Federpicken mehr,
Salat, die freie Entscheidung, wo man sich aufhalten möchte, mal nach im Sand baden, einfach mal Huhn sein.
Es sind nur wenige, ganz wenige, die dieses Glück erleben dürfen. Wir alle können frei entscheiden, was wir im Supermarkt einkaufen.
Treffen wir alle doch gemeinsam die richtige Wahl (das ganze Jahr über).
Und jetzt sowieso: Es ist Weihnachten! Das Fest der Liebe bedeutet Leben zu schaffen, und das ist nicht schwer.
Frohes Fest an alle. Gackgackgackgackgack und Kikerickieeeee.

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck