Late-Night-Biotop-Pflege

Die Speierling-Setzlinge sind da, ebenso die Auszeichnungs-Schilder für die engagierten Landwirte für eine hohe Artenvielfalt.
Und: Heute stand eine Late-Night-Biotop-Pflege an

Etliche Speierling-Setzlinge für das Projekt sperberbaum.de sind heute nun angeliefert worden.
An alle BestellerInnen: Die Setzlinge werden am Sonntag Abend verpackt und gehen Montag in
die Post. Ist schon komisch: So ein einzelner Setzling wirkt ja irgendwie unspektakulär.
Wenn man jedoch bedenkt, dass ein Speierling auch schon mal 400 Jahre alt werden kann,
dann heute insgesamt 120.000 Jahre potenzielles Baumwachstum in der Hand gehalten (300 Setzlinge mal 400 ;-)).

Und auch die Auszeichnungs-Schilder (DIN A0) für die tollen Landwirtschaftsakteure für eine hohe Artenvielfalt sind heute geliefert worden.
Erneut ein spektakuläres Kunstwerk unseres Grafikers Mark Hamburger.
Die Schilder werden am 24.11. im Rahmen einer kleinen Ehrung verliehen.

Ausgezeichnet werden:
* Hof Bolte (Georgsmarienhütte)
* Ortslandvolk Gesmold (Melle)
* Biolandhof Brummer-Bange (Ankum)
* Biolandhof “Dicke Eiche” (Bissendorf)
* CSA Hof Pente (Bramsche)

Und heute lag noch eine Late-Night-Biotop-Pflege an.
Das im Juni letzten Jahres in Hasbergen errichtete Insektenparadies (gemeinsam mit der GMH Gruppe,
Stahlwerk Georgsmarienhütte) wurde heute besucht, begutachtet und gemäht.
Trockensteinmauern, Insektenhotels, ein kleines Feuchtbiotop, Totholz, große Asthaufen und und und…

Im Totholz sind viele viele Nistlöcher dazugekommen. Hier können sich Larven von verschiedenen Wildbienen in hoffentlich einigermaßen muckeligen
Kokons entwickeln. Gleiches gilt für die gegrabenen Löcher in den Lehm/Ziegel-Wänden.
Erstaunlich ist hierbei: Eigentlich wird in der “Insektenschutz-Szene” (auch so ein Wort, von dem ich niemals gedacht hätte, es einmal zu schreiben) von den klassischen Ziegeln mit Lehmfüllungen abgeraten.
Die schmaleren “Strangfalzziegeln” werden tendentiell eher bezogen. Und dennoch: Der Lehm ist scheinbar so porös geworden, dass auch hier
diverse Insekten nisten.
Die Mahd heute sorgt dafür, dass zum Einen die Blühpflanzen im Frühjahr wieder Platz bekommen und
das Areal zudem nicht verbuscht.
Eine kleine Birke jedoch war so beeindruckend (in einem Jahr etwa 60 cm gewachsen), dass um diese herum gemäht wurde.
Beim Verlassen der Fläche ihr noch einmal auf die Schulter geklopft und gesagt:
“Aus Dir wird noch was Großes!”.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
González-Romero-Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de

Damit es weitergeht: Spenden für das Projekt:
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