Into the jungle of Melle/Oldendorf

Heute Dschungelkampf in Melle/Oldendorf am Schürenort 🌴🌱🌿🍂🎄🌲🌳🌵🌿🐅🐅🐅🐅🐊🐊🐊🐊🦍🦍🦍🐘🦛🐊🐅

Diese Tage sind die Härtesten. Zunächst erstmal 1 Liter Benzin getrunken.
Selbst knallharte Naturschützer wie wir wagen sich sonst nicht in den Urwald.
Zunächst mit dem Quad 20 Kilometer auf holprigen Steinstraßen dem Dschungel entgegen.
Alles matschig, Geröll, aus dem Dickicht schaut ein Leopard.
Links geht es 400 Meter tief in den Abgrund.
Irgendwann ist jede Straße zu Ende – Alles ! ist irgendwann zu Ende. Das wird mir hier wieder bewusst. Die Zivilisation hört hier auf.

Aber ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss. Ein Entwässerungsgraben muss heute bearbeitet werden.
Maschine abladen, nochmal einen Liter Benzin trinken. Machete raus, Pistole im Halfter entsichert. Ich habe 8 Schuss und bin entschlossen, diese im Zweifelsfalle auch abzufeuern.
An Lianen schwinge ich mich mit der KM5-Fräse durch den Urwald. Anerkennende Blicke von einigen Weißschwanz-Gibbons. Aber dann: Einmal nicht aufgepasst! Wie ein nasser Sack plumpst der 80-Kilo-Orang-Utan (also ich) auf den Boden. Verdammt!! im Dschungel hört Dich keiner! Sowas kann hier tödlich sein! Ein Haufen Makaken (eine Primatenart aus der Familie der Meerkatzen) wälzt sich vor Lachen auf ihren Bäumen.
“Whahahaha – Nasser Sack, Whahahahah”.

“HaHaHa”, denke ich. “Wenn ich wieder in der Stadt bin, dann kaufe ich mir Erdnüsse, so viel wie ich will! Und Ihr?”
Bockig schiebe ich die Maschine vor mir her und lichte den Dschungel mit meiner Machete. Es ist schwül, der Schweiß fließt in Strömen.
Giftige Spinnen und Schlangen.
Endlich, nach 4 Stunden Weg bin ich am Ziel. Jetzt aber schnell, damit ich vor Sonnenuntergang wieder in der Stadt bin.

Die Indios erzählen, in diesen Teil des Dschungels geht man hinein, aber tritt niemals wieder heraus. Ich habe Respekt.
Ich bearbeite den Entwässerungsgraben und mähe alles frei.
Plötzlich ein Knacken im Dickicht. Äste splittern, und dann tritt es aus dem Dschungel heraus. Ein riiiieeesiger Vogel, ein Hyazinth-Ara. Mythen ranken sich um diese Art. Es heißt, sie sei gefährlicher als jedes andere Lebewesen in der Welt. Ich zittere und will nach meiner Pistole greifen.

“Das lässt Du schön sein, Du Vogel! Und überhaupt, was glaubst Du wer Du bist?!”

Er hat tatsächlich “Du Vogel” gesagt, und das als Papagei.

“Hier im Dschungel gelten eigene Gesetze! MEINE Gesetze!”

Was für eine epische Aussage!

“Kö-Kö-Kö—nnen w-w-w-wir nicht verhaa-aa-a-a-ndeln? Ich h-a-a-a-be Erdnüssse”, stottere ich.

“Erdnüsse? Ok, zeig mal her!”
Eilig nestel ich eine Packung Nüsse aus meinem Rucksack.

“Ok, konfisziert! Sind jetzt meine! Und siehst Du da den Busch? Da sind 2 Eier im Nest drin!
Den Busch rührst Du nicht an, ansonsten bist Du mausetot”, erklärt mir der Ara freundlich aber unmissverständlich präzise.

“O-O-Ok, Chef!”, wisper ich.

“Mach den Rest fertig, aber zackig! Komm in 4 Wochen nochmal vorbei, und bring 100 Kilo Erdnüsse mit!”, raunt der Ara, ehe er davon fliegt.

Ich beeile mich und rase zurück durch den Dschungel. Die Makaken johlen: “Erdnüsse!!!”
Mann Mann Mann, als Naturschützer macht man was mit…

Im Ernst: Hat Spaß gemacht, war mal was anderes 🙂
Den Busch mit dem Nest lassen wir unberührt, wenn die Brut ausgeflogen ist, dann wird an dieser Stelle weitergearbeitet. Der Rest ist erledigt. Das Schnittgut lassen wir nun eine Weile trocken und transportieren es dann mit einem Helikopter aus dem Dschungel ab. Erdnüsse lassen wir sicherheitshalber dann auch gleich da.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabrueck