Totholz als Nisthilfe für Insekten

Heute ein interessantes Treffen mit dem Meller Bezirksförster Herrn Scholz gehabt.
Für das Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ sind wir aktuell auf der Suche nach Totholz,
um zusätzliche Nisthilfen für Insekten zu schaffen. Einige Holzstapel haben wir uns dafür heute angesehen.

An verschiedenen Blühwiesen sollen diese Nistmöglichkeiten dann platziert werden – sofern wir für eine Finanzierung „grünes Licht“ bekommen (ein Förderantrag wurde bei einigen Stiftungen eingereicht).
Eine klassische Win-Win-Situation. Verschiedenes Holz ist als Bauholz nicht mehr zu gebrauchen, weil es schon anfängt zu modern oder aber bereits von Käfern „durchhöhlt“ wurde. Genau das richtige für uns 🙂 Viele Wildbienen würden sich freuen, in den Käfergängen ihre Larven abzulegen.
Ein gedeckter Tisch und nebenan ein tolles Totholz-Hotel. Das wärs 🙂

Fräulein Luise Wolle lebt jetzt bei uns

Hier wurde definitiv ein Leben gerettet.
Danke an Christina S..
Christina meldete sich gestern vormittag bei uns und berichtete, dass die Mutter des Lammes gestorben sei
und fragte, ob wir eine Aufnahmemöglichkeit wüssten. Da gab es nicht viel zu überlegen.
Bereits am Abend hat Simone von der Naturpark-Kreimerhof-Station das Lamm in Empfang genommen.
Es ist ein kleiner schwarzer Hüpfer und mopsfidel.
Auch eine Vergesellschaftung mit den anderen Schafen am Kreimerhof hat problemlos funktioniert.
Die Quessant-Schafe kümmern sich rührend um das Kleine.
Simone schaut regelmäßig nach dem Lamm und bringt dann auch gleich ein gefülltes Fläschchen mit.

Danke auch an Christina (auf dem Bild mit Pony „Bonny“), die auch gleich die Patenschaft übernommen hat.
Wer das Leben des Tiere dadurch unterstützt, der darf auch den Namen vergeben.
Das Lamm wird heißen: Fräulein Luise Wolle 🙂 🙂
Eine Ohrmarke gab es dann heute auch gleich, hat das Fräulein geduldig ertragen.

Bananengeschmack gegen Winterdepressionen

Unsere kleinen Ziegen-Lämmer machen bei dem Wetter genau das Richtige. Im windgeschützten, warem Stall in einer kleinen Kiste liegen, sich gegenseitig wärmen,
ab und zu was futtern und dann wieder schlafen – sehr gut!
Unsere Ponys haben gegen die Winterderessionen heute zwei Lecksteine mit Extra-Geschmack bekommen (Apfel- und Banane).
Da fahren die voll drauf ab, kriegen die aber nur ganz ganz selten mal.
Ja, bei dem Sauwetter würde man am Liebsten den ganzen Tag im Wett bleiben – vermaledeiter Winter.
Geht aber nicht, Abäppeln ist absolut Pflicht,
täglich frisches Heu und Wasser sowieso.

Naja, und wenn einem auf der Wiese der Wind durch die nicht mehr vorhandenen
Haare pfeift und man bei den Tieren ist, dann ist die Welt wieder pikobello 🙂

Teil 2
Bei dem Wetter macht es draussen keinen Spaß zu arbeiten, dennoch muss die
Arbeit weitergehen. Heute wieder ordentlich „Meter gemacht“ und eine weitere Fläche schon mal mit Zaunpfählen versehen.
Morgen folgt der Zaun.

Hier werden im Frühjahr zwei unterschiedliche Blühwiesen erstrahlen – bei dem jetzigen Schmodderwetter kaum vorstellbar.
Eine tolle regionale Feldblumenmischung und ein regionale „Sand-Magerrasen-Mischung“ wurden hier im Herbst ausgesät.
Ja, und gemäht wird: Durch unsere Tiere. Die sind schon ganz heiss: „Wann kommt denn enmdlich der Frühing?“.

„Dauert nicht mehr lange“ 🙂

Auf der Suche nach weiteren Blüharealen

Mal sehen, wie lange der gute „Sport-JahresVorsatz“ anhält.
Heute mal den ollen Kadaver den Meller Jubiläumweg langgejoggt und geschaut, wo noch Platz für Blühwiesen und Insektenschutzmöglichkeiten wäre.

Der Wanderweg ist klasse! Tolle Hinweisschilder zu Besonderheiten der Natur – und auch zu Sportübungen.
Bislang haben wir ja noch keine Flächenangebote für weitere Blühareale bzw. -streifen in der Nähe des Weges bekommen.
Wir werden nun gezielt Postwurfsendungen verteilen – schließlich hat nicht jeder Facebook – um die Flächenbesitzer auf diesem Wege zu fragen.
Wäre doch gelacht, wenn sich da nicht etwas machen ließe.
Es gibt keine Alternative: Nächstes Jahr MUSS wieder viel im Naturschutz passieren – und das wird auch so sein!

Silvesterknallerei noch mal gutgegangen

Das ist ja noch mal gut gangen – Nur kleinere Schäden nach der Silvesterknallerei

Im Vorfeld der Silvesternacht waren ja sowohl unsere Tiere als auch wir etwas nervös.
Als es dann losging, war es jedoch zum Glück „nur halb so schlimm“.

Unsere Schafcombo (das große Schaf Molly und die vier Piepmätze) schienen den Raketenschein richtig zu genießen.
Molly schnappte sich ein Mikrophon und die vier Background-Schafe trällerten ein Liedchen, dass Ross Antony
auf der MDR-Silvestergala vor Neid erblasst wäre.
„Ich liebe das. Raketenschein und Publikum. Endlich eine richtig gute Bühnenshow“, so Molly zu den anwesenden besorgten Reportern.
„Wenn ich auf der Bühne stehe, dann vergesse ich alles um mich herum“. Und Molly & Co. lieferten eine Show, die die anwesenden noch ihren Enkeln erzählen werden.
6 Zugaben gaben sie – und die Menge tobte.
Auch unsere Ziegen schien das Geballer wenig zu interessieren.
Sie starteten eine fröhliche Polonaise und jubelten „Molly und den 4 Background-Sheeps“ fröhlich zu.
Lediglich Ziege Elli – sonst die allermutigste – wollte partout nicht ihren Unterschlupf-Container verlassen.
Sie hat dann dort die 3fache Ration Schafmüsli bekommen, das hat sie abgelenkt.

Unsere vier Ponys jedoch – das kann man nicht anders sagen – waren (jetzt mal in Ernst) in absoluter Panik, und wohl kaum aufgrund Mollys Bühnenshow.
Sie rasten über die Weide und wussten garnicht wohin, weil das Geknalle ja von allen Seiten kam.
Wir haben versucht sie mit Futter abzulenken, das hat schlussendlich sogar einigermaßen geklappt.
Natürlich hatten wir auch Drahtzangen mit, falls eines der Tiere in Panik durch die Zäune bricht.
Und auch das passierte (zumindest im Ansatz). Bei einem besonders lauten Knall ging Pony Nika durch und ließ sich nicht mehr beruhigen.
In Sekundenschnelle haben wir dann alle Drähte vom Zaun gekappt und es ist noch mal gut gegangen – Keine besonderen Verletzungen – Puh (wisch den Schweiß von der Stirn).

Heute gab es dann eine Extra-Portion Minerallpellets. Die Schafe und Ziegen haben diese gegen den Kater genommen (war wohl doch etwas zu viel Schafsbier) – die Ponys um nach der
ängstlichen Nacht wieder etwas Stabilität reinzubekommen.
Danke an Udo K. für eine erneute Spende. Anstatt Böller zu kaufen hat er dem Gnadenhof das Geld gespendet – Vielen Dank 🙂
Ein erneuter Platz in der Hall of Fame wurde für Dich gebucht:

http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/hallo-of-fame-spenden/

Von dem Geld kaufen wir ausserdem noch Walzhafer und Walzgerste sowie Hühnerfutter.
Wir haben festgestellt:
Ein Gemisch aus Walzhafer, Walzgerste, Rübenschnitzel, Gemüse, Hühnerfutter und Bierhefe, ist das, was unsere Hühner und Schweinchen zum Freudestrahlen bringt.
Da geht nichts drüber 🙂

Nervige Silvesterknallerei – Unsere Gnadenhoftiere sind „not amused“

Ja, die Silvesterknallerei ist „nicht ohne“ – genau genommen: Die Tiere sind „not amused“.
Wir haben gestern Abend schon eine ziemliche Aufruhr bei unseren Bewohnern festgestellt.
Sämtliche (!) Ziegen lagen eng beisammen in einem Stall (das machen die so eigentlich nie),
3 der Quessantschafe (die Minidinger) lagen dicht zusammengedrückt in einem ehemaligen Wassercontainer (Schutzhütte)
und die 4 Ponys, die sich auch gerne mal zoffen, standen zu viert hinter einem Windschutz (so einträchtig sind die sonst selten).
Die armen Dinger, die wissen ja garnicht, was auf sie zu kommt.

Eine vollständige Lärmabschirmung ist nicht möglich. Also versuchen wir zumindest dann, wenn die Knallerei losgeht, es den Tieren so angenehm wie möglich zu machen.
Sie kriegen Besonderheiten zu essen und wir werden versuchen beruhigend auf die Eumels einzuwirken.

Danke an Julia B. für eine Spende 🙂
Das freut die Tiere sehr. Einiges von dem Futter für heute Nacht haben wir davon bezahlt, die Meerschweinchen haben neue „Heukugel-Gitter“ bekommen (die Dinger rumzurollen und
die Kräuter da rauszuziehen macht denen scheinbar Spaß). Und auch für den Fall, dass wir nochmal Lämmer auf dem Gnadenhof kriegen, ind wir nun besser gewapnnet
(man weiß nie, ob Tiere nicht auch mal trächtig zu uns kommen,
und Fortpflanzung hat es bei uns auch schon gegeben, gehört schließlich zu einem artgerechten Leben dazu):

Wir haben nun auch Kollostrum-Pulver und Magensonden gekauft.
Kollostrum-Pulver wird zu Biest-Milch gerührt, das müssen neugeborene Lämmer unbedingt und zwingend in den ersten 4 Stunden ihres Lebens zu sich nehmen. Wenn die Mutter aber nicht genug davon hat, dann sieht es schlimm aus.
Magensonden: Ein kleiner Schlauch wird dem Lamm zugeführt, über eine Spritze wird dann die Biest-Milch gefüttert. Zuweilen sind Lämmer nämlich leider zu schwach zum Trinken….
Und für die Zeit nach der Biest-Milch nun auch „Lämmer-Milchaustauscher“. Nicht jedes Lamm kann man am Leben halten, manchmal kommt man gegen „die Natur“ nicht an, aber dieses Equipment
wird die Wahrscheinlichkeit nochmal zusätzlich erhöhen.

Danke für Deine Unterstützung.
Auch Du bist jetzt in der Hall of Fame:

Hallo of Fame (Spenden)

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

Nervige Silvesterknallerei – Unsere Gnadenhoftiere sind „not amused“

Ja, die Silvesterknallerei ist „nicht ohne“ – genau genommen: Die Tiere sind „not amused“.
Wir haben gestern Abend schon eine ziemliche Aufruhr bei unseren Bewohnern festgestellt.
Sämtliche (!) Ziegen lagen eng beisammen in einem Stall (das machen die so eigentlich nie),
3 der Quessantschafe (die Minidinger) lagen dicht zusammengedrückt in einem ehemaligen Wassercontainer (Schutzhütte)
und die 4 Ponys, die sich auch gerne mal zoffen, standen zu viert hinter einem Windschutz (so einträchtig sind die sonst selten).
Die armen Dinger, die wissen ja garnicht, was auf sie zu kommt.

Eine vollständige Lärmabschirmung ist nicht möglich. Also versuchen wir zumindest dann, wenn die Knallerei losgeht, es den Tieren so angenehm wie möglich zu machen.
Sie kriegen Besonderheiten zu essen und wir werden versuchen beruhigend auf die Eumels einzuwirken.

Danke an Julia B. für eine Spende 🙂
Das freut die Tiere sehr. Einiges von dem Futter für heute Nacht haben wir davon bezahlt, die Meerschweinchen haben neue „Heukugel-Gitter“ bekommen (die Dinger rumzurollen und
die Kräuter da rauszuziehen macht denen scheinbar Spaß). Und auch für den Fall, dass wir nochmal Lämmer auf dem Gnadenhof kriegen, ind wir nun besser gewapnnet
(man weiß nie, ob Tiere nicht auch mal trächtig zu uns kommen,
und Fortpflanzung hat es bei uns auch schon gegeben, gehört schließlich zu einem artgerechten Leben dazu):

Wir haben nun auch Kollostrum-Pulver (wird zu Biest-Milch gerührt, das müssen neugeborene Lämmer unbedingt und zwingend in den ersten 4 Stunden ihres Lebens
zu sich nehmen. Wenn die Mutter aber nicht genug davon hat, dann sieht es schlimm aus), Magensonden (ein kleiner Schlauch wird dem Lamm zugeführt, über eine Spritze wird dann die Biest-Milch gefüttert. Zuweilen sind Lämmer nämlich leider zu schwach zum Trinken).
Und für die Zeit nach der Biest-Milch nun auch „Lämmer-Milchaustauscher“. Nicht jedes Lamm kann man am Leben halten, manchmal kommt man gegen „die Natur“ nicht an, aber dieses Equipment
wird die Wahrscheinlichkeit nochmal zusätzlich erhöhen.

Danke für Deine Unterstützung.
Auch Du bist jetzt in der Hall of Fame:

http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/hallo-of-fame-spenden/

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

Und allen ein frohes und gesundes, schönes Jahr 2019 🙂

Startschuss für Blühwiesensaison gefallen – Los gehts!!

Heute war absoluter Actionday.
Der Startschuss für die „Blumige Landkreis Osnabrück“-Saison 2019 ist heute gefallen.

Die Naturschutzfläche „Am Wulberg“ wurde weiter eingezäunt damit auch hier unsere Gnadenhoftiere verschiedene Blühwiesen schonend beweiden können.
Danke auch an Simone 🙂
Weitere 1200 m² (Fläche 4, siehe Karte) sind jetzt geschafft und die Tiere freuen sich sehr über (endlich) wieder frisches Grün.

Bei einer Beweidung ist ein Weidemanagement sehr wichtig.
Es ist zu empfehlen, dass Flächen nach dem Abweiden mindestens 6 Wochen nicht mehr von den Tieren betreten werden (trotz „Abäppelns“).
Grund: Ansonsten werden durch das Gras, Moos etc. auch wieder Würmer aufgenommen (welche ja durch eine regelmäßige Entwurmung eben nicht da sein sollen, kann sogar für die Tiere tödlich enden).
Aus diesem Grund empfiehlt es sich die Flächen immer mal wieder zu wechseln.

In der Karte (Quelle: Google Earth) sind die unterschiedlichen Blühwiesen eingetragen (rötlich eingefärbt) , welche unsere Tiere auf der Wulbergfläche dann pflegen werden
(und durch Anhaftung des Saatgutes an Fell und Klauen/Hufen) auch sogar noch erweitern.
In einem Blauton ist die Fläche markiert, auf welcher gemeinsam mit Schulkindern dann ökologisch Gemüse angebaut wird.
Für die unterschiedlichen Blühareale wurde 6 unterschiedliche Saatgutvariationen eingesetzt – ausschließlich regionales Sptzensaatgut.
Wiedetiere sind erstklassige Naturschützer – Wenn man sie lässt 🙂
Zum Ende des Tages dann noch ein Blühwiesenschild aufgestellt (an einer Fläche direkt an einer gut befahrenen Fahrradstrecke zwischen Melle und Bissendorf).
Wir müssen dringend noch mehr Leute erreichen, sonst wird das alles nichts…
Wenn wir 2019 und 2020 (also wir alle, wir als Gesellschaft und so) nicht den „Turnaround“ schaffen (in Bezug auf das Insektensterben) dann siehts übel aus. Aber wir alle können eine Menge „reißen“, ist garnicht so schwer und macht sogar noch Spaß 🙂

Impfung gegen Tollwut

Heute war unsere Tierärztin da.
2 unserer Ponys (Elsa und Honey) waren noch nicht gegen Tollwut geimpft, das wurde heute nachgeholt.

Zwar ist eine Tollwut-Erkrankung sehr sehr selten, wenn sie jedoch da ist, dann gibt es kein Heilmittel.
In seltenen Fällen wird diese von Fledermäusen übertragen.

Und genau deswegen macht die Impfung Sinn. Die Ponys werden ja bei uns auch gezielt zur Beweidung von unterschiedlichen Blüharealen
eingesetzt – zur Förderung einer Artenviefalt.

Davon profitieren in erster Linie Insekten und Vögel und ganz besonders auch:
Fledermäuse!

So wurde ermittelt, dass durch eine Weidenutzung beispielsweise ein Anstieg von Fledermausarten verzeichnet werden kann, welcher mit
sog. „korophagen“ Insekten in Verbindung gebracht wird (Schorcht et al. 2003).
Fledermäuse gehören neben Insekten und Vögeln zu den „großen Gewinnern“ einer geplanten
Beweidung: „Aufgrund ihres aus Fluginsekten bestehenden Nahrungsspektrums profitieren diese Arten in
besonderem Maß von strukturreichen Weidelandschaften, die durch verschiedene Faktoren
auch Insektenbestände fördern“ (LLUR 2010, S. 24).
Insbesondere Dungkäfer sind auf beweideten Flächen ein bedeutendes Nahrungsangebot für insektenfressende Tierarten,
wie zum Beispiel Fledermäuse [1].

In diesem Sinne. Dann doch besser die Ponys impfen 😉

[1] https://www.anl.bayern.de/fachinformationen/beweidung/5_auswirkung_auf_fauna.htm

Schorcht, W.; M. Biedermann M.; I. Meyer, I.; Reisinger E.(2003):
„Extensives Weideland“ – auch Lebensraum für Fledermäuse? Landschaftspflege und Naturschutz
in Thüringen 40: 41-47.

LLUR, Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (2010), Beweidung von Offen- und Halboffenbiotopen
Jedicke, E. (2015): Einführung Lebensraumtypen. In:
Bunzel-Drüke, M.; Böhm, C.; Ellwanger, G.; Finck, P. et al., Naturnahe Beweidung und Natura 2000. S. 45-53

Startschuss für 2019 fällt

Am Samstag geht es los, der Startschuss für 2019 fällt, weitere Flächen für eine Blühwiesenbeweidung werden eingezäunt.
Zunächst beginnen wir „Am Wulberg“. Eine weitere Fläche wird das Areal sein, welches wir beim Assmann-Parkplatz in Melle/Westerhausen gepachtet haben (dort jedoch werden unsere Tiere im Sinne einer Stoßbeweidung nur einige Wochen im Jahr weiden)

Die durchgeführte Form der extensiven aber auch der Stoßbeweidung, welche wir einsetzen, ist naturschutzbezogen sehr interessant.

In der entsprechenden Fachliteratur ist unstrittig, dass diese Form der Bewuchskürzung auch die Lebensumstände von Insekten begünstigen kann.
In Bezug auf die durchgeführte „Stoßbeweidung“ wird angemerkt: „Die Stoßbeweidung ist eine kurzfristige intensive Beweidung mit einer hohen Besatzdichte.
Sie kommt in ihrer Wirkung auf den Pflanzenbestand einer Mahd nahe, die aber Amphibien und Insekten schont“ (LLUR 2010, S. 15).
Und weiter: „So fördert ein kurzfristiger intensiver Besatz vor Beginn der Vegetationsperiode den Blütenreichtum
und führt gekoppelt mit einer Stoßbeweidung am Ende der Vegetationsperiode zu einer starken Aushagerung der Fläche“ (ebda.).
Auch Jedicke (2015, S. 46) hebt hervor: „Mahd ist stets mit hohen Tierverlusten verbunden, Beweidung hingegen in wesentlich geringerem Maße“.

Weitere Flächen folgen….
Vielen Dank für eine Spende an Jana F..
Von dem Geld kaufen wir Zaunrollen und Saatgut

Natürlich bist jetzt auch Du in der Hall of Fame:

Hallo of Fame (Spenden)

Danke 🙂

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Schonende Blühwiesenbeweidung durch Tiere des Gnadenhofs Brödel
http://gnadenhof-melle.de

Quellenangaben:
LLUR, Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (2010), Beweidung von Offen- und Halboffenbiotopen
Jedicke, E. (2015): Einführung Lebensraumtypen. In: Bunzel-Drüke, M.; Böhm, C.; Ellwanger, G.; Finck, P. et al., Naturnahe Beweidung und Natura 2000. S. 45-53