Niedersächsischer Umweltpreis 2018 geht nach Melle

Wow, was für ein Tag!! „Blumiges Melle“ + „Blumiger Landkreis Osnabrück“ erhalten den Niedersächsischen Umweltpreis (gemeinsam mit der BUND-Kreisgruppe Osnabrück).
Der Niedersächsische Umweltpreis 2018 (Platz 3) geht somit auch: Nach Melle!!! Wir sind stolz, glücklich und bedanken uns bei allen UnterstützerInnen.
http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/blumiges-melle-de-vielen-dank-an-unsere-unterstuetzer/
http://blumiger-lkos.de/unterstuetzer/

Meldung im Meller Kreisblatt: https://www.noz.de/lokales/melle/artikel/1508589/ehrenvoller-preis-fuer-blumiges-melle
Kommentar im Meller Kreisblatt: https://www.noz.de/lokales/melle/artikel/1508589/ehrenvoller-preis-fuer-blumiges-melle#comments-jump-to

Link zu Pressefotos der Bingo-Umweltstiftung

Pressemeldung Bingo-Umweltstiftung

Seite der Bingo-Umweltstiftung

Es war eine tolle Veranstaltung heute im Landesmuseum in Hannover. Toll organisiert, ein honoriges Publikum. Ein Dank an die „Bingo Umweltstiftung Niedersachsen“.
Veranstaltungen dieser Art sind elementar, um Umwelt-, Natur- und Artenschutz in das Bewusstsein der Menschen zu rücken.
Bei aller Freude: Wichtig ist zu sagen, dass wir alle (!) nach wie vor emsig die Ärmel hochkrempeln sollten – um nicht zu sagen: MÜSSEN.
Das Insektensterben ist nach wie vor ein massives Problem und wird es bei der aktuellen Form der Landwirtschaft auch bleiben.
Nahrungsketten werden durchbrochen, mit katastrophalen Auswirkungen auf Vögel, Amphibien, Reptilien und Kleinsäuger.
Wo sind z.B. die Singvögel geblieben? Na wo denn wohl, wenn die wichtige Nahrung der Insekten fehlt…??!!
Sie sind tot, weil nachweislich die Insekten nicht mehr ausreichen, um die Jungvögel aufzuziehen.

Und wir Menschen? Wenn es so weitergeht, dann werden Obst und Gemüse zunächst nur für Besserverdienende erschwinglich sein, denn der volkswirtschaftlich wichtige Faktor der Bestäubung
wird sich in den kommenden Jahren (wenn wir nicht intensiv handeln), auch weiter reduzieren. Und dann?
Die eigenen Apfelbäume mit einem Pinsel bestäuben, so wie z.T. schon in China? Niemand kann das wollen!

Hochgradig mitverantwortlich für das Insektensterben ist neben der intensiven Landwirtschaft (Monokulturen, Pestizide),
der Versiegelung von Lebensräumen (es wird zu viel gebaut) auch eine unnötig-überdimensionale Pflege von Privatgärten („Wimbledonrasen – Bevor die Nachbarn was sagen lieber auf 4 Millimeter trimmen“).
Diese Gärten sind mehr oder minder „biologisch tot“, so einfach ist das – leider!

Wir alle haben es in der Hand, etwas gegen das Artensterben zu unternehmen. Zum Beispiel durch die Anlage von Blühwiesen und Nisthilfen für Insekten:
http://blumiger-lkos.de/bluehwiesen-gestalten/
http://blumiger-lkos.de/insekten-nisthilfe/

Wir werden natürlich mit aller Kraft weitermachen. Aktuell wird ein Beweidungskonzept entwickelt, um mittels unserer Tiere des Gnadenhofs Brödel Melle [http://gnadenhof-melle.de]
eine schonende Pflege verschiedener Blühwiesen in Melle zu schaffen.
Denn Fakt ist leider auch: Werden die Blühwiesen mit Maschinen gemäht (eine Mahd ist bei Blühwiesen elementar), so kann dieses auf Kosten von Klein- und Kleinsttieren
geschehen. Sinvoller ist dabei, sofern die Möglichkeiten bestehen, eine gemütliche Tiermahd einzusetzen. So können Tiere, welche gemäß Meinung einiger Verwirrter „keinen Nutzen mehr bringen“
nicht nur weiterleben sondern zugleich noch etwas zum Wohle aller Lebewesen schaffen.

Zitat Kai Behncke:
Das Insektensterben wird uns leider noch viele Jahre beschäftigen.
Eine intensive Landwirtschaft mit Pestiziden und Monokulturen sowie übermäßig gepflegte Gärten mit kurz gemähtem „Wimbledonrasen“
bieten kaum Raum und Nahrung für Insekten. Wir planen zukünftig gemeinsam mit der Stadt Melle unsere
Gnadenhoftiere für eine Blühwiesenmahd einzusetzen – ein entsprechendes Konzept wird gerade erarbeitet.
Wenn wir hier in Melle gemeinsam an einem Strang ziehen können wir Großes schaffen.“

Zitat Karsten Wachsmuth:
Dass unser Projekt so große Kreise ziehen würde haben wir anfänglich nicht gedacht.
Wir haben gezeigt, dass auch wenige Personen mit viel Herzblut, Ausdauer und Hartnäckigkeit
einiges auf die Beine stellen können. Wir freuen uns sehr – Zeit, um sich auszuruhen bleibt jedoch nicht.
Das Artensterben bleibt eine Herkulesaufgabe für uns alle.

Einige Fakten:
* Angelegte Blühwiesen (97, ca. 200.000 m² im gesamten südlichen Landkreis Osnabrück)
* Involvierte Schulen: 7
* Involvierte Schülerinnen und Schüler: Ca. 700
* Ehrenamtliche Arbeit: Ca. 1500 – 2000 Stunden
* Verteilte Saatguttütchen: 15.000
* Eingesätes Saatgut: Ca. 300 Kilogramm

Einige Filme: https://www.youtube.com/channel/UCiZOYxjw2zKp43yPyHoGA0g/videos?sort=dd&view=0&shelf_id=0

Hier noch die Preisverleihung im Liveticker (etwas selbstironisch vorgetragen – ist halt eine andere Form der Öffentlichkeitsarbeit ;-)):

16.30 Uhr:
Siegerehrung in hannover, niedersächsischer umweltpreis. vielleicht jibbet watt für uns.
ne menge leute in anzügen und so. hab mir heute früh noch nen jutebeutel organisiert und passe mal wieder nicht so recht ins gesamtbild.
preise sind toll, siegerehrungen ein graus. gibt aber sekt umsonst, auch gut.
viele leute wirken wichtig, ich tue auch so. hat schon beim googlepreis geklappt.
ich hätte gerne ein pils, und dann noch eins.

16:45:

siegerehrung. immer dasselbe, wenn die leute anzüge tragen krieg ich schweisnasse hände und zittrige knie.
zum glück jibbet hier auch bier. krombacher, so weit ich weiss arbeiten die ***** mit nestle zusammen.
egal, will hier aber nicht so sein, irgendwas ist ja bekanntlich immer.
gibt hier auch gleich rahmenprogramm, ziemlich schnieke.
ok, jeder wie er mag, ich sag nicht nein. hier läuft einer mit ganz zerknittertem sacko herum,
mindestens schmetterlingsforscher ist der, das sind die ganz harten.

17:00
wollt mir gerade son typ meinen sekt wegnehmen….mürrisch zeige ich auf mein namensschild und brummele was von „bin nomminiert und so“…
meinen sekt zahlt heute übrigens der/die steuerzahler/in…

17:15
ich prollo auf verlorenem posten. die ehrung findet im landesmuseum hannover statt.
grosse klasse, hier in hannover gibts bald ne klasse ausstellung.
„deckenmalerei und raumkünste an den europäischen höfen um 1700“. ich werde da sein.
heute um 20.30 spielt hsv gegen arminia bielefeld,
das ist eher meine kragenweite. ich will noch ein bier und dann wissen ob wir was gewonnen haben.

17:30 Uhr

Der Nieders. Umweltminister ist mit an Bord. Nicht unsympathisch,
hält ne gute Rede. Inhaltlich wie rhetorisch. schafft es durch lauter und leise werden alleine mit
seiner stimme den spannungsboden zu erhalten.
Unabhängig davon ein kleiner witz: warum kann liza minelli nicht nicki lauda heiraten? weil sie dann liza lauda heissen würde, whahahahahaha 🙂 noch einen sekt bitte.

17:45
Ich weiss, ich weiss, die ironie schlägt manchmal etwas über die stränge.
die rede von dem umweltminister war aber TATSÄCHLICH ok. entweder hat er nen guten ghostwriter
oder er ist irgendwie einer von uns – oder weiss was wir hören wollen.
jetzt spielen wieder die stones. und mein sekt ist alle, will aber besser nix mehr.
hätte nämlich noch was zu sagen falls wir nen preis kriegen – und das besser klar und deutlich.

17:55
whahahhhhhhhh 🙂 ich krieg die motten vor freude!!!! der niedersächsische umweltpreis 2018 (platz 3)
geht an die verschrobenen insektenretter kai und karsten!!
ich schnall ab. jetzt trink ich einige gläser „chateau nöff“ oder wie der fusel heisst!!

überflüssig zu sagen, dass wir als preisträger des NIEDERSÄCHSISCHEN UMWELTPREiSES 2018 (blumiges melle + blumiger landkreis osnabrück)
nach wie vor davon ausgehen, gemeinsam mit der stadt melle eine positive lösung für unsere gnadenhoftiere zu finden!!

und: wir machen weiter und das kostet ordentlich.
kauft gerne unser einpflanzbares naturschutzbuch: http://doktor-kalle.de/

18:XX:

bevor ich nochmehr „chateau nöffi“ trinke hau ich lieber ab. super veranstaltung wars, top organisiert.
aber für mich menschenmuffel völlige überforderung. schwitzattacken, nervöse migräne und partielle ohnmachtsanfälle.
jetzt sitz ich in ner prima spelunke, trink nen pils, warte auf den zug und überlege, welche projekte
so als nächstes anstehen. und gleich spielt hsv!!! dANKE !! an alle, die blumiges melle + blumiger lkos unterstützt haben.

der niedersächsische umweltpreis geht nach melle. foto: „blühwiesenspinner“ sind absolute Winner!!

Naturpark Kreimerhof wird weiter ausgebaut

Der Aufbau der Naturparkes Kreimerhof in Melle/Oldendorf ist weiterhin in vollem Gange.
Unterkünfte für einige unserer Tiere, Feuchtbiotope, ein riesiges Insektenhotel, Blühwiesen. Langweilig wird es dort nicht.
Heute unsere Kamerunschafe und auch zwei Zwergziegen dorthin umgesiedelt.
Von der Firma „Blömer GmbH“ – Holzhandlung jede Menge Holz für ein großes Insektenhotel gespendet bekommen. Danke 🙂 Und auch an einer Alternativbeweidung für unsere Gnadenhof-Brödel-Tiere arbeiten wir mit durchgedrücktem Gaspedal…

Blumiges Melle erfolgreich abgeschlossen – Weiter machen wir trotzdem

„Blumiges Melle“ erfolgreich abgeschlossen – Ein Appell an (uns) Alle

Alles hat ein Ende, nur die Möhre hat zwei

Irgendwann hat alles mal „ein Ende“. „Blumiges Melle“ läuft zum Monatsende aus.
Gemeinsam haben wir viel, viel erreicht. 47 Blühwiesen konnten in Melle angelegt und das (leider immer noch) massiv stattfindende Insektensterben
lokal in das Bewusstsein der Menschen gerrückt werden

Einige Eckdaten:

* Angelegte Blühwiesen: 47 (etwas mehr als 110.000 m²)
* Etwa 15 Presseartikel
* Jede Menge Sensibilisierung
* Ca. 1400 Stunden im Ehrenamt
* Zusammenarbeit mit diversen Firmen, Schulklassen, Vereinen, Kirchenkreisen, Stiftungen etc.
* Gesamtkosten von 52.000 Euro (davon etwa 13.000 Euro für Saatgut, 9000 Euro für unsere Biologen, 15000 Euro für Maschinen, 10000 Euro für Saatguttütchen, Flyer, Hinweisschilder,
Öffentlichkeitsarbeit, Verteilung von 1000 Honiggläsern, Infoständen, Blühwiesenpartys etc.)

* Eine Menge Preise
Folgendes steht noch aus:
Auszeichnung „Niedersächsischer Umweltpreis 2018“ Ende August 2018 (unklar, welcher Platz erreicht wird)
Eine Besonderheit ist zudem die Abstimmung „Deutschlands Naturwunder 2018 – Letzte Refugien für bedrohte Insekten“. Hier liegt eine innerhalb des
Projektes“Blumiges Melle“ geschaffene Blühwiese aktuell auf Platz 1 (https://www.sielmann-stiftung.de/naturwunder/?no_cache=1, Abstimmung bis Anfang September möglich).

Wie jeder weiß: Niemals geht man so ganz. Natürlich werden wir auch in Melle weiterhin Blühwiesen anlegen und pflegen (allerdings in deutlich geringerem Umfang als zuvor).
Insbesondere werden wir die Tiere unseres Gnadenhofes „Brödel“
verstärkt zur Mahd von Blühwiesen einsetzen. Die Pflege wird dadurch konkurrenzlos schonend (keine Bodenverdichtung, kaum Verdichtung von Brut- und Nistgängen,
keine/kaum Verletzungen von Klein- und Kleinsttieren, natürliche Erweiterung der Blühwiesen durch Weitertragung des Saatgutes etc.).

Es war ein tolles Projekt, hat viel viel SpAß gemacht, war temporär aber auch etwas zu viel – einiges hatten wir zwischenzeitlich unterschätzt – aber mit Blick zurück
war auch das eine gute und wichtige Erfahrung. Wir danken allen, welche sich in unterschiedlicher Form an dem Projekt beteiligt haben. DAS WAR GROSSARTIG!!!!

In einem kleinen Rahmen haben wir alle die Lebensbedingungen der Insekten hoffentlich etwas verbessert (und damit auch das Leben von Vögeln, Amphibien, Reptilien, Kleinsäugern etc.).
Aber machen wir uns nichts vor: Das Artensterben bleibt natürlich auch in Melle nach wie vor ein gigantisches Problem. Krämpeln wir weiterhin die Ärmel hoch!!

Die schlimmen Auswirkungen der intensiven Landwirtschaft bleiben leider bestehen (z.B. durch Pestitzide, Monokulturen).
In diesem Sinne haben wir also „nur“ eine Symptombehandlung durchgeführt (aber IMMERHIN!! BESSER ALS NIX!!!).

Aber es sind nicht nur „die Anderen“ (die Landwirte) „schuld“, ein Appell in diesem Sinne an uns alle (vielleicht kennt Ihr ja jemanden, auf den das zutrifft?):
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Hört auf, Hören wir auf!! – Eure und Unsere Gärten „geschniegelt und gestriegelt mit kurz gemähtem Wimbledon-Rasen“ aussehen zu lassen – denn dort ist es biologisch Tot!
Ein übersteigerter (und ignoranter) Ordnungswahn ist es leider auch („Was sollen nur die Nachbarn denken, wenn der Rasen länger als 4 Millimeter ist??“),
welcher das Leben einer Vielzahl von Arten auslöscht und unmöglich macht.
Lassen wir doch mal wachsen, was wachsen will. Oder: Legt Blühwiesen an, schafft Nisthilfen. Geht leicht, kann jeder. Ausreden gelten nicht 😉
http://blumiger-lkos.de/bluehwiesen-gestalten/

Für eine gepflegte Wildheit, damit das Leben auch „Vor“ dem Gartenzaun wiederkehrt!

Heute Blühwiesenmahd fortgesetzt

Heute wieder die Mahd der Blühwiesen fortgesetzt.
Wann sollen Blühwiesen gemäht werden? Eine Wissenschaft für sich.
Folgende Bilder verdeutlichen den Effekt, wenn eine frühzeitig angelegte/blühende Blühwiese (in diesem Falle Blühbeginn Anfang Mai)
im Sommer (Anfang Juli) teilgemäht wird (50 %).
Die ungemähte Fläche bietet mittlerweile kaum noch Pollen und Nektar an und sieht irgendwie „bräunlich-vertrocknet“ aus. Da es auf der Nachbarfläche wieder von Neuem blüht findet nun auf dem
„vertrockneten“ Areal in den nächsten Tagen die Mahd statt.
Auf der im Juli gemähten Fläche jedoch entwickeln sich bereits wieder Wilde Möhre, Lichtnelken, Johanniskraut, Malven und Natternkopf.
Hier wird es bis spät in den Oktober hinein blühen.

Ergo: Auch wenn es im Sommer wundervoll blüht, so ist eine Mahd dort in der Regel absolut sinnvoll.

Anders jedoch kann es sein, wenn Blühwiesen erst sehr spät angelegt werden (z.B. Mitte oder Ende Mai) und durch die Trockenheit „Spätzünder“ sind.
Die weiteren Bilder zeigen, wie bunt es dort noch blüht. Es erstrahlen tatsächlich noch Mohn und Kornblumen (z.B.) in vollem Glanz. Eine Mahd hier macht erst im Herbst Sinn.

Faustregel bleibt jedoch (subjektiver Meinung): 2 mal im Jahr mähen, immer nur zuerst 50% und ca. 6-7 Wochen später die weiteren 50%,
damit die Insekten nicht plötzlich verhungern.

Heute bei der Zentrale Autoglas GmbH in Melle die Mahd fortgeführt. Sinnvoll ist es, das gemähte Schnittgut zunächst einige Tage liegen zu lassen. Durch den Vertrocknungseffekt
samt das Saatgut dann beim Zusammenharken aus. Auch hier wird sich zum Oktober noch eine zweite Blühwiese in diesem Jahr entwickeln.

Unsere Naturprojekte werden ausgezeichnet!!

Eine schöne Nachricht zum Wochenende.

Die Blühwiese und das Feuchtbiotop, welche gemeinsam mit der Grundschule Melle/Oldendorf sowie der IGS/Melle in diesem Frühjahr/Sommer im entstehenden Naturpark Melle/Oldendorf Kreimerhof angelegt wurden, werden im September
von der bundesweiten Initiative „Deutschland summt“ ausgezeichnet!!
Das ist spitze, wir freuen uns total 🙂

Welchen Platz wir belegt haben wissen wir noch nicht.
Zu dem Wettbewerbsbeitrag geht es hier:

https://wettbewerb.wir-tun-was-fuer-bienen.de/eintrag/bluehwiese-in-melle-oldendorf/

Gnadenhof Brödel: Unser Anwalt unterbreitet der Stadt vielfältige Angebote

Unser Anwalt hat dem Bauamt Melle eine Vielzahl von Kompromissen bzw. Alternativlösungen
für den Erhalt des Gnadenhofs Brödel vorgeschlagen – Nun tickt die Uhr – Mal sehen, wie die handeln….

Stand jetzt: 1. September ist Schluss am Wulberg.
Völlig klar ist aber: Da haben wir noch ein Wörtchen mitzureden!

Heute Abend stellen wir „im Eilverfahren“ offiziell einen Bauvorantrag für unsere neu gepachtete Fläche „Am Wulberg, Lustgarten“.
7000 m², direkt an den Bahnschienen. Und DIESE Fläche ist im Flächennutzungsplan weder als Wohn- noch Mischgebiet deklariert.
Und: Während einige den Gebietscharakter der bisherigen Flächen vielleicht als Wohngebiet deklarieren würden (unklar), so ist
das bei dem neuen Areal ziemlich ausgeschlossen.

Die eingelegte Äußerung (zu hohe Emissionen) der Anrainerin an den aktuellen Flächen (Wir nennen die Beschwerdetante liebevoll
„Die Dorftante“) hat uns bislang
mal eben einen sehr hohen vierstelligen Betrag (nahezu schon 5stellig, der Umzug wird brutale Kosten verschlingen),
viele Nerven und sehr sehr viel Zeit und Arbeit gekostet. Keinen Dank dafür und für die Behinderung unserer Tier- und Naturschutzarbeit!
So langsam aber sicher fangen wir an verstimmt zu werden – und werden das ggf. auch noch nachhaltig und laut zum Ausdruck bringen.
Die Zeit der „netten Worte“ läuft langsam aber sicher ab.

Mahd durch Tiere ist Mahd durch Maschinen vorzuziehen

Gestern bei der „Zentrale Autogals GmbH“ in Melle die Blühwiese gemäht.
Die Hälfte davon haben unsere Schafe übernommen. Durch den trockenen Boden gab es jedoch Schwierigkeiten
mit der Erdung des Schafzaunes. Jetzt haben wir einen schönen Vergleich (Mahd mit Maschinen vs. Mahd mit Schafen).

Eine Abweidung durch Tiere ist auf jeden Fall vorzuziehen. Diese verbreiten das Saatgut auf natürliche Art und Weise und „stampfen“
es noch dazu durch Ihre Hufe ein. Zudem können Balkenmäher leider auch diverse Kleintiere erwischen (wenn man nicht aufpasst).
Auf der Fläche gestern eine Fülle von riesigen Grashüpfern entdeckt (Fips und Familie). Durch eine Tiermahd kann diesen kaum etwas passieren.

Die Zentrale Autoglas GmbH ist ein gutes Beispiel für aktiven Naturschutz auf einem Firmengelände. Neben einer großen Blühwiese befindet sich dort auch ein tolles Feuchtbiotop. Herrlich 🙂

Lösungsfindung für den Gnadenhof Brödel in Melle – Gespräche auf gutem Wege

Noch weht sie, unsere Gnadenhofflagge – Und frewillig holen wir diese auch nicht ein!!!

Das Gespräch zwischen unserem Anwalt und dem Bauamt der Stadt läuft gut. Alle Seiten sind sehr daran interessiert eine konstruktive, gemeinschaftliche Lösung zu finden,
bei welcher es viele Gewinner gibt! Das wäre uns am Liebsten. Denn dann können wir den Streit beilegen und endlich wieder andere Projekte nach vorne bringen.

Natürlich „schlafen“ wir nicht sondern kalkulieren, sofern noch nichts entschieden ist, alle Varianten ein. Alles andere währ fahrlässig.
Wir bereiten uns also auf den unterschiedlichsten Ebenen vor.

Unsere Kamerunschafe haben wir sicherheitshalber umgesiedelt – schon um zu zeigen, dass wir kompromissbereit sind.
Für die Gesamtheit der Tiere jedoch wäre die Fläche am Kreimerhof (eines unserer Ersatzareale) letztlich zu klein.

Die Abstimmung für unser wertvolles Beweidungsbiotop läuft gut. Bitte stimmt weiterhin für uns ab:

Gnadenhof-Blühwiese Blumiges Melle

https://www.sielmann-stiftung.de/naturwunder//

Noch eine Anekdote: Es gibt scheinbar nur eine einzige Anrainerin, welche sich über den Gnadenhof beschwert hat (es würde stinken, es wäre zu laut…ok,
jedem seine Meinung, wir wollen da keinen Zoff mehr…).
Alle anderen Nachbarn haben sich explizit auf einer Unterschriftsliste FÜR den Verbleib der Tiere ausgesprochen.

Aber jetzt erst recht!! Wir bieten nun viele Brücken an, wir sind bereit für unterschiedliche Kompromisse, wollen auch den Interesseren der Beschwerde-Partie genüge tun,
aber „einfach so“ weichen wir nicht, niemals!! Auch das Bauamt setzt sich durchaus positiv für eine alle Interessen berücksichtigende Lösungsfindung ein. Wir bleiben hoffnungsvoll.

Und unsere Widerstandsflagge weht und knattert im Wind!!

Heute drehen wir – für den Fall der Fälle – einen Widerstandsfilm.
Damit die Zunge lockerer sitzt extra eine Menge Bio-Bier gekauft
(das gute Lammsbräu – wie sich das für einen Gnadenhof gehört, gibts z.B. bei Georgs Bioladen in Melle).

Heute Almabtrieb aus den Meller Bergen

Heute Almabtrieb von den Meller Bergen –
Subalpines Klima gefällt den Kamerunschafen – Meller Butter jetzt noch cremiger und mit noch mehr Kräutern

Heute begann der Abtrieb unserer Schafe aus den Meller Alpen. Herrliche Kräuterwiesen – Klare Gebirgsbäche.
Genau das ist es, was die Meller Schafsmilch / Butter weltweit auszeichnet. Zwischendurch an glasklaren Gebirgsseen pausiert.
Unsere Schafe sind noch glückliche Schafe – nahezu selbstbestimmt und frei von marktwirtschaftlichen Zwängen.
Der Meller Schafskäse wird selbstverständlich ohne tierisches Lab hergestellt. Die Meller Schafsbutter ist cremiger als alles, was ihr unter dem Wort „cremig“
kennengelernt habt.
Kornblumen, Wegwarte, Wile Möhre, Schafgabe, Königskerzen geben unserer Milch den einzigartigen Charakter, welcher diese weltweit – bei jung und alt –
so bekömmlich macht. Unsere Kräutermilch sorgt für eine natürliche Frischzellenkur und verlängert das Leben nahezu ewiglich – ohne Zellalterung.
Der Meller Schafskäse löst das Geheminis der ewigen Jugend elegant und auf natürlichem Wege –
Pro Kilo Schafskäse reduziert sich Euer biologisches Alter um 6 Monate – Ihr werdet überrascht sein.
3 Monate lang jede Woche ein Kilo von diesem Geschmackserlebnis – und ihr seht 6 Jahre jünger aus.
Zellteilung reversiv – ohne Nebeneffekt, ohne genetische Modifikation,
für eine vollmundige Diät und ein biologisches Highlight der besonderen Art.

Der biologische Produktionszyklus hat im Osnabrücker Land sein Hauptquartier!

Und aktuell, nach dem Almabtrieb, grasen unsere Schafe bei der Firma „Zentrale Autoglas GmbH“ in Melle. Dort wird eine Blühwiese
natürlich beweidet. So geschieht eine Mahd ohne Maschinen und das Saatgut der Wildblumen wird über die Tiere verbreitet.
Natürlich existiert eine Schutzhütte (gegen Sonne und Regen), frisches Heu (Trockenfaser ist wichtig, damit nicht nur eiweißhaltiges Futter zu sich genommen wird),
frisches Wasser sowieso – Und es wird darauf geachtet, dass kein Jakobskreuzkraut auf der Fläche wächst.