Am Samstag ist es soweit. Vielen haben an der Vorbereitung mitgewirkt. Danke insbesondere an Simone Brockmann und Karsten Wachsmuth. Der Öko-Lehr-Lern-Mitmach-Garten in Melle wird eröffnet:-)

Die offizielle Meldung:
Am Samstag, 4. Mai (ab 10.00 Uhr, Am Wulberg 31 in Melle/Westerhausen) findet die Einweihung des ökologischen Lehr- und Lerngartens für Schulklassen und Nachbarschaftsanlieger in Melle statt.

Auf 300 m² wird hier ohne jeglichen Einsatz von Pestiziden oder Kunstdünger Gemüse aller Art angebaut und dann kostenlos an alle Beteiligten sowie in der Nachbarschaft verteilt.
Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Schulen können hier praktische Erfahrungen im Gemüseanbau machen und lernen mittels welcher nachhaltiger Anbau-Methoden Gemüse gepflanzt und geernet werden kann.
Durch das Projekt soll eine besondere Wertschätzung für Lebensmittel gefördert und zugleich dargestellt werden,
dass ein effektives Gärtnern auch ohne chemische Pestizide möglich ist.
Die Grundschule Westerhausen und die IGS Melle sind die ersten Projektpartner des ökologischen Lehr- und Lernprojektes.

Simone Brockmann, ehrenamtliche Aktive der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe und Leiterin des Projektes:

„Ich hoffe, dass die Schüler durch dieses Projekt das Gemüse und somit ihre Arbeit wertschätzen und vielleicht in Zukunft sich und ihre Eltern dazu bewegen können, auf dem Markt oder im Bioladen ihr Gemüse zu kaufen oder vielleicht, wenn es richtig gut läuft, selbst Gemüse anzubauen.“

Kai Behncke, ehrenamtlicher Geschäftsführer der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe: „Wenn Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrer aktiv Zeit in die Anpflanzung von Gemüse investieren,
dann erhält dieses eine ganz andere Wertigkeit.
Ökologisch nachhaltige Produkte können nur durch intensiven Einsatz und unter Nutzung besonderen Wissens produziert werden. Wollen wir dem Artensterben Einhalt gebieten, dann
benötigen wir viel mehr Betriebe, die diesen Weg gehen. Und viel mehr Menschen, die bereit sind Menschen für diesen Einsatz auch angemessen zu bezahlen.“

Innerhalb des bio-ökologischen Projektes werden zur Düngung die Tier-Hinterlassenschaften des Gnadenhofs Brödel sowie Humus aus Regenwurmkompostierungen verwertet.
Um das Gemüse vor schädlichen Einflüssen zu schützen werden unterschiedliche Nützlinge (z.B. Marienkäfer, Florfliegen) gezielt eingesetzt.
Zudem existieren eine Vielzahl ökologischer Tricks, um z.B. unerwünschten Beikräutern oder für das Gemüse schädlichen Einflüssen entgegen zu wirken.
Kümmel und Meerrettich sind beispielsweise ein effektives Mittel, um Kartoffelkäfer fernzuhalten.
Radieschen sind wirksam gegen Fraßschädlinge wie Erdflöhe, auf dem Gnadenhof gehaltene Laufenten kümmern sich um eventuellen Schneckenbefall und angepflanzte Linien aus Tagetes helfen gegen für Gemüse schädliche Nematoden.
Um Kartoffeln oder Kohl zu schützen, hat sich die zudem von Insekten gerne beflogene Ringelblume bewährt.

Innerhalb des Projektes werden zudem speziell angesetzte Jauchen aus beispielsweise Brennnesseln oder Schachtelhalm dafür sorgen,
dass das Gemüse großflächig zu einer Ernte kommen kann.
Als Kartoffelpflanzen werden aus dem Bio-Anbau erworbene Pflanzkartoffeln der Sorten
„Blaue Schweden“, „Rote Emmalie“, „Aran Victory“ und „Antonia“ eingesetzt.

Kai Behncke: „Im Spätsommer planen wir ein gemeinschaftliches Erntefest, damit alle Beteiligten auch die Früchte ihrer Arbeit ernten können.
Es freut uns sehr, dass das Projekt einen so guten Zuspruch erfährt. Ökologische Alternativen zu ausgetretenen Pfaden sind wichtiger denn je. Es zeigt auch, dass Themen wie Klimaerwärmung und Artensterben Dinge sind, welche die Menschen mittlerweile ganz intensiv beschäftigen.
Je mehr Menschen nun aktiv werden, desto besser.“

http://umweltschutz-und-lebenshilfe.de
Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de