Webanwendung zur Planung von Blühwiesen online

Es ist soweit, eine neue Plattform zur Anlage und Planung von Blühwiesen geht online:

http://insektenrettung.de

Viele vermittelte Informationen dieser Seite stammen aus den Erfahrungen unterschiedlicher lokaler/regionaler Insektenschutzprojekte aus dem gesamten Bundesgebiet.
Dieses Portal vermittelt praktische Tipps und Informationen zur Anlage von Blühwiesen, Blühstreifen und Blühinseln sowie Insekten-Nisthilfen.
Bundesweites Planungsinstrument

Ein wichtiger Baustein sind die programmierten Kartenanwendungen (siehe http://insektenrettung.de/den-standort-einer-bluehwiese-planen/).
Durch diese schaffen wir ein kostenloses und ständig erweitertes Planungsinstrument (für BürgerInnen, Naturschutzgruppen, Schulen, Firmen, Kommunen, Landkreise etc.) damit räumlich gezielt überall im Lande insektenfreundliche Blühwiesen (basierend auf den passenden Saatgutmischungen) angelegt werden.
Durch eine hohe (floristische) Artenvielfalt können wir die Vielfalt der Insekten (und somit vieler weiterer Spezies) unterstützen und gegen das katastrophale und massive Artensterben aktiv werden…
Wofür sind die Kartenanwendungen wichtig?

Im Sinne eines Insektenschutzes ist es wichtig, lokale/regionale „Blühbänder“/“Blühkorridore“ anzulegen und Biotope zu vernetzen.
Natürlich ist auch eine „Insellage“ von Pollen- und Nektarflächen hilfreich (sind diese doch innerhalb einer oftmals „auf- und ausgeräumten“ (monotonen) Kulturlandschaft wichtige Rettungsinseln). Das Ziel muss es jedoch sein, einen regionsübergreifenden genetischen Austausch zu fördern. Dieser genetische Austausch ist elementar für eine Arterhaltung. Heißt: Wir müssen lokale/regionale Schutz-Korridore schaffen, damit Insekten von Blühfläche zu Blühfläche fliegen können. Dieses kann jedoch nur dann funktionieren, wenn wir wissen WO bereits Blühareale angelegt wurden, um somit das „Blüh-Netzwerk“ zu erweitern. Durch die Verortung von Blühwiesen in der Karte wird sichtbar, WO WELCHE Blühwiesen (WELCHER Größe?, basierend auf WELCHEM Saatgut?) vorhanden sind, um somit dort in der Nähe weitere Flächen zu schaffen. Zu bedenken ist: Gerade Wildbienen haben einen geringen Flugradius (etwa bis zu 2 Kilometern). Viele dieser Arten schaffen sogar nur eine Distanz von 500 Metern.
Ein weiterer Nutzen dieser Karte: Per Mausklick wird deutlich, welcher Bodentypus in Deiner Region vorhanden ist. Diese Information kann an den Saatgutlieferanten gesendet werden, damit Du auch die richtige Mischung aussähst.
Die Planungs-Anwendung kann somit bei der Umsetzung des „Volksbegehrens Artenvielfalt“ (großartige Sache!!) in Bayern helfen, und genauso z.B. von Landwirt Asmus Asmussen in Schleswig Holstein zur Planung von Blühstreifen eingesetzt werden.

Die Programmierung dieser Blühwiesen-Web-Software geschah innerhalb vieler (ehrenamtlich-nächtlicher) Stunden aber auch und maßgeblich unterstützt durch Gelder aus der gewonnenen „Google Impact Challenge 2018“ (https://impactchallenge.withgoogle.com/deutschland2018/charities/pro-insektenschutz). Ein hervorgehobener Dank für diese Förderung soll an dieser Stelle ausgesprochen werden.

Nach wie vor wissen wir (leider) nur sehr wenig über das Verhalten vieler Insekten. Somit an die WissenschaftlerInnen: Du kennst eine wissenschaftliche Studie z.B. über die räumlichen Auswirkungen von Blühflächen, Schutzzonen etc.? Du weißt von einer Untersuchung über die Akzeptanz von Blüharealen unterschiedlicher Größe, Saatgutzusammenstellung etc. bei verschiedenen Insekten? Dann schreib uns gerne an. Wir werden versuchen, die Ergebnisse der Untersuchung in unseren räumlichen Algorithmus einfließen zu lassen.
Du hast Erfahrungen bei der Anlage einer Blühwiese gemacht? Schicke uns gerne auch diese Informationen. Du hast bereits eine Blühwiese angelegt? Dann hilf uns dabei ein (flächendeckendes?) Monitoring umzusetzen und trage diese gerne hier ein:
http://insektenrettung.de/bluehwiese-bluehinsel-in-die-karte-eintragen/

Euch fehlen Funktionen in den Kartenanwendungen, um die Planungen von Blühwiesen zu vereinfachen? Meldet Euch gerne. Wir setzen diese um. Ehrenamtlich und kostenlos – sofern wir es zeitlich irgendwie geregelt kriegen.

Werden wir aktiv gegen das Insektensterben. Für eine hohe biologische Vielfalt!

Spenden- und Aktionsaufruf

SPENDEN- und/oder AKTIONSAUFRUF

Liebe Leute,

die gestern veröffentlichte Studie zum Insektensterben macht es deutlich.
DAS PROBLEM IST GRAVIERENDER ALS ANGENOMMEN.
Wenn nicht ganz ganz schnell ganz ganz viel passiert, dann wird die Katastrophe kommen. Mit allen Konsequenzen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/insektensterben-wir-muessen-jetzt-sofort-handeln-a-1252867.html

Das erfolgreiche Volksbegehren (eines der erfolgreichsten in der Geschichte der Bundesrepublik) in Bayern ist ein klarer Aufruf zum sofortigen Handeln auf allen Ebenen:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/bayern-was-hinter-dem-erfolg-des-bienenschutz-volksbegehrens-steckt-a-1253062.html

Das Beste was man machen kann: Selbst aktiv werden. Wildheit in Gärten und auf Balkonen schaffen. Totholz-Nisthilfen anlegen,
Blühwiesen anlegen etc. etc.
Wer dazu keine Zeit oder Gelegenheit hat, der kann auch uns gerne mit einer Spende unterstützen, denn der Frühling naht und unsere Projekte sind nach
wie vor noch nicht in Gänze finanziert:

Z.B. Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt durch Blühwiesen schaffen, Insektensterben stoppen
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck?utm_source=project_widget&utm_medium=project_61252&utm_campaign=widget

Und insbesondere: Blumiger Landkreis Osnabrück (PLUS)
Schonende Blühwiesenpflege durch Gnadenhoftiere:
https://www.betterplace.org/de/projects/66360-insektensterben-stoppen-bluhwiesen-anlegen-pflege-durch-gnadenhoftiere?utm_source=project_widget&utm_medium=project_66360&utm_campaign=widget

Die Abbildung zeigt, was wir in den letzten 3 Jahren geschaffen haben (gemeinsam mit der BUND-Kreisgruppe Osnabrück)

Rot eingefärbt heisst: Eine ganze Menge Blühwiesen
Müssen aber noch viel viel mehr werden, unbedingt!! Stillstand ist nicht. Dafür ist die Lage zu brisant.
Wir brauchen dringend Schutzkorridore, innerhalb welcher die Insekten von Gemeinde zu Gemeinde
fliegen können (fördert den so wichtigen genetischen Austausch). Jeder Euro hilft uns dabei. Wir bringen Euros zum Blühen.
In diesem Sinne also: Spendet gerne „Bleuros“ 🙂

https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck?utm_source=project_widget&utm_medium=project_61252&utm_campaign=widget

https://www.betterplace.org/de/projects/66360-insektensterben-stoppen-bluhwiesen-anlegen-pflege-durch-gnadenhoftiere?utm_source=project_widget&utm_medium=project_66360&utm_campaign=widget

Ein neues Leben für Knoppke und Fips Asmussen

Ein neues Leben fängt jetzt für Knoppke (weiße Nase) und Fips Asmussen an.
Gestern wurden die beiden geimpft und können jetzt schon einmal in einem separaten Gehege umherflitzen.
Endlich mal Sonne kennenlernen, deutlich mehr Platz, können endlich buddeln und und und.
Wenn sie dann kastriert sind, dann werden sie mit den anderen Kaninchen vergesellschaftet
Vielen Dank an dieser Stelle an Sonja Giesecke für eine Spende. Das erleichtert uns die nötigen Impfungen, danke 🙂

Einmal mehr bist Du jetzt in der Hall of Fame:
http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/hallo-of-fame-spenden/

Die beiden Hoppler erkunden neugierig ihr neues Gehege, vorerst 8 m² „Quarantänegehege“.
Morgen nehmen wir ein weiteres Kaninchen auf. Ein etwas älterer kastrierter und geimpfter Bock dessen Begleiterin leider verstorben ist.
Kaninchen sind Gesellschaftstiere, welche viel viel Platz benötigen.
Eine Einzelhaltung oder eine Haltung in einem kleinen Käfig sind (leider) alles andere als optimal und können schwere Schäden bei den Tieren anrichten.

Aufgrund der Neuzugänge haben wir das Gehege heute nochmal um etwa 20 m² erweitert. Jetzt haben die Hühner und Kaninchen sogar Zugang zu einem kleinen Teich 🙂

Ja, wer kennt sie nicht, diese Bilder? 1000sende Kaninchen hoppeln friedlich grasend durch die endlose Steppe. Treue Begleiter von Giraffen, Zebras und Antilopen.
Zwischendurch längere Erholungspausen an gut gefüllten Wasserlöchern. Delphinartig schwimmen die Hoppelhasen durch die Fluten, tauchen mehrere Meter tief, auf der Jagd nach Sardinenschwärmen und Makrelen. Geht alles bei uns 🙂
Naja, fast ;-/

OKI-Storchennest steht

Der „OKI-Storchenkorb“ steht nun in Melle „Am Wulberg“.
Vielen Dank an die Ost & Koch Immobilien GmbH Osnabrück (https://ostundkoch.de),
welche diese Maßnahme zur Wiederansiedlung der Störche maßgeblich gefördert hat.
Das ist aktiver Artenschutz!!
Auf einer Länge von 200 Metern werden ja mit Beteiligung unterschiedlicher Partner insgesamt 3 Körbe errichtet.
Korb 1 (mit der Gnadenhof- + „Umweltschutz und Lebenshilfe“-Flagge, unterstützt durch Catrin und Jens) steht ja schon seit einem Jahr.
Nun kam Nummer 2 dazu.
Es ist garnicht so einfach ein Unternehmen zu finden, welches solche Körbe installieren kann bzw. sich in der Lage sieht, die 9 Meter hohen Masten aufzurichten.
Die Firma „Assmann Gartengestaltung“ aus Melle (http://www.assmann-gartengestaltung.de) jedoch kann so etwas, und wie!! Top!

Sieht absolut super aus. Danke auch an die Stadtwerke Osnabrück, welche ebenfalls den Aufbau der Körbe fördern (https://www.stadtwerke-osnabrueck.de).
In einigen Wochen folgt Korb Nummer 3.
Die ersten Störche in der Region werden schon in einer Woche erwartet, mal sehen, ob eine der Wohnungen dann belegt wird.
Wenn Korb Nummer 3 abgeschlossen ist, dann geht es weiter mit der Verbesserung der Lebensbedingungen. Ein weiteres Feuchtbiotop soll auf jeden Fall
in Melle/Oldendorf geschaffen werden, schließlich benötigen Störche ja auch einiges an Nahrung.
Übrigens sind auch Blühwiesen sehr hilfreich, denn dort finden sich viele Kleintiere wie Mäuse oder (wenn es nass genug ist) auch Fösche und Kröten wieder.

Nächste Naturschutzfläche in Planung (Melle/Oldendorf)

Die nächste Naturschutzfläche, gemeinsam mit dem Umweltbüro der Stadt Melle, befindet sich in der Planungsphase.
In Melle/Oldendorf an der Bushaltestelle Schürenort.

Nachdem wir in der Vergangenheit oftmals eher die Logik „Erst machen, dann fragen“ verfolgt haben (hat den Vorteil
bereits einen Fuß in der (eingetretenen) Tür zu haben (whahahaha) ;-)), mussten wir ja auch hier und da etwas „Lehrgeld“ zahlen.
Bei diesem Projekt nun, nicht zuletzt weil es ein Kooperationsprojekt mit der Stadt Melle ist, gehen wir nun etwas dezenter vor.
Heute wurden zunächst einmal Anschreiben an die Anrainer verteilt und auch schon das erste (positive :-)) Anrainergespräch geführt.

Worum geht es? Auf einer städtischen Fläche (ca. 800 m²) ist vorsichtig angedacht, dort eine naturschutzgerechte Beweidung durch einige unserer Schafe und Ziegen durchzuführen. Keine „extensive“ Beweidung sondern mehrfach im Jahr eine mehrwöchige „Stossbeweidung“
(hat ebenfalls sehr positive Auswirkungen). Auf dieser Fläche soll jedoch keine Blühwiese angelegt werden sondern eine Artenvielfalt durch Auszehrung der Fläche (je nährstoffärmer desto besser), natürlichen Saatguteintrag (Vögel, Wind)
und eine gezielte Tierbeweidung erreicht werden.

Das Projekt kann eine WIn-Win-Win-Situation hervorrufen:
Der kommunale Haushalt wird entlastet, weil die Pflege durch unsere Tiere keinen Cent kostet.
Gleichzeitig wiederum freuen wir uns, weil wir Ausgaben für Heu sparen. Unsere Tiere finden es gut auf einem frischen Grün zu gräsen, welches sich zudem
zwischen den Mahdzeiten „erholen“ kann (Weidehygiene).
Und viele viele Insekten, Amphibien, Reptilien, Wildblumen und Wildkräuter freuen sich, weil sie sich auf dieser Fläche ohne größere Störungen entwickeln können.

Aus Naturschutzsicht sehr wichtig:
* Das Areal wird sehr schonend gepflegt. Anders als bei einer maschinellen Pflege fallen bei einer Tiermahd kaum Amphibien, Reptilien, Kleinsäuger oder Insekten der Pflege zum Opfer. Dieses ist bei der anvisierten Fläche sehr sinnvoll, da dort zwei wertvolle Tümpel vorhanden sind.

* Der Verbiss der Schafe und Ziegen sorgt für Offenstellen im Boden. Dieses Orte können wichtige Refugien für Insekten darstellen
* Die „Hinterlassenschaften“ der Tiere können wertvolle Nahrungsbestandteile für verschiedene Insekten sein. Davon wiederum profitieren z.B. Fledermäuse und Vögel. Nach der Beweidung werden die „Hot-Spots“ der Schaf- und Ziegenausscheidungen abgetragen, damit keine Eutrophierung des Areals stattfindet.
* Als Effekt erhoffen wir uns die Ansiedlung verschiedener Wildblumen und Wildkräuter, welche einen sehr hohen Nutzen für die lokale Artenvielfalt in Melle erbringen.

Spatz (2017, S.21) schreibt: „Schon eine Änderung des Mahdkonzeptes durch Reduzierung der Schnitthäufigkeit, Abfuhr des Mähguts und eine schonende Mahdtechnik wird mittel- bis langfristig zu einer artenreicheren Wiese führen.“

„Die Stoßbeweidung ist eine kurzfristige intensive Beweidung mit einer hohen Besatzdichte. Sie kommt in ihrer Wirkung auf den Pflanzenbestand einer Mahd nahe, die aber Amphibien und Insekten schont“ (LLUR 2010, S. 15). Und weiter:
„So fördert ein kurzfristiger intensiver Besatz vor Beginn der Vegetationsperiode den Blütenreichtum und führt gekoppelt mit einer Stoßbeweidung am Ende der Vegetationsperiode zu einer starken Aushagerung der Fläche“
(ebda.). Auch Jedicke (2015, S. 46) hebt hervor: „Mahd ist stets mit hohen Tierverlusten verbunden, Beweidung hingegen in wesentlich geringerem Maße“.

Damit die Fläche nicht durch Nährstoffe angereichert wird sollten die „Hinterlassenschaften“ der Tiere regelmäßig
abgetragen werden (Pferdehalter werden das für eine Weidehygiene wichtige „Abäppeln“ kennen).
Gleichzeitig wiederum dient der Dung der Tiere verschiedenen Insekten auch als Nahrungselement.
Durch eine schonende Beweidung und die „Hinterlassenschaften“ der Tiere wird ein weiterer positiver
Effekt für Insekten und Folgenutzer erzielt. So wurde ermittelt, dass durch eine Weidenutzung beispielsweise
ein Anstieg von Fledermausarten verzeichnet werden kann, welcher mit sog. „korophagen“ Insekten in Verbindung
gebracht wird (Schorcht et al. 2003). Durch eine Beweidung entstehen durch den Verbiss der Tiere Offenstellen.
Davon profitieren insbesondere Heuschrecken und Tagfalter-Arten. „Beweidete andrasen sind zudem deutlich blütenreicher als
unbeweidete Flächen, sodass auch das Blütenangebot für Wildbienen langfristig scheint.
Eine hohe Wildbienen-Diversität korreliert mit geringer Vegetationsdeckung, und trockenen, offenen
Bodenverhältnissen“ (Lorenz, Tischew 2015, S. 92). „Beweidung fördert durch kleinräumig variierende Weideintensität in Verbindung mit
standörtlichen Differenzierungen wesentlich stärker als reine Mahdsysteme die Ausbildung von Lebensraumkomplexen (…). Eine
Reihe von Ressourcen können allein Weideregime bereitstellen: Dung (z.B. als Nahrungsressource für
Dungkäfer und -fliegen sowie Substrat für Pilze), (…) Tierpfade und allgemein Offenbodenstellen,
überständige Pflanzenstängel (z.B. als Überwinterungshilfe für Wirbellose) (…) (Jedicke 2015, S. 46, vgl. auch LLUR 2010, S.9)

Spatz, A.-K. (2017): Gemeinsam blühen lassen. In: bienen&natur. 7/2017. 20-21

Jedicke, E. (2015): Einführung Lebensraumtypen. In: Bunzel-Drüke, M.; Böhm, C.; Ellwanger, G.; Finck, P. et al., Naturnahe Beweidung und Natura 2000. S. 45-53

Schorcht, W.; M. Biedermann M.; I. Meyer, I.; Reisinger E.(2003): „Extensives Weideland“ – auch Lebensraum für Fledermäuse?
Landschaftspflege und Naturschutz in Thüringen 40: 41-47

LLUR, Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (2010), Beweidung von Offen- und Halboffenbiotopen

Hühner und Kaninchen leben glücklich zusammen

Nachdem auch unsere Hühner gerne mal auf Wanderschaft gehen haben wir dann doch ein Gehege mit einem hohen Zaun versehen.
Hier leben unsere 8 Hühnis (und Fred der Hahn) gemeinsam mit enigen Zwergkaninchen und verstehen sich prächtig.
Die Hühner versuchen immer mal wieder einen Weg zu finden, um über den Zaun zu kommen, die Kaninchen versuchen es von unten.
Klappt aber nicht…
Drei durch kleine Gänge verbundene Gehege, 3 Ställe und viel Auslauffläche. Zum Dank gibt ab und zu mal Eier 🙂
Demnächst kommen eventuell noch zwei Kaninchen aus einer Mini-Käfighaltung dazu….

Neuer Storchenkorb („OKI-Korb“) bereit – Danke an die Ost&Koch Immobilien GmbH Osnabrück

Der Storchenkorb ist nun fertig vorbereitet. Sehr gut.
Ist wieder ein Riesending, aus Stahl. Muss ja auch einiges aushalten, ein Storchennest kann bis zu einer Tonne schwer werden.
Gerade im Wald ordentlich Äste und Zweige gesammelt und das Nest schon mal vorbereitet.
Kurz vor Aufstellung erhält dieses noch eine dicke Bodenschicht aus Stroh.

Natürlich ist ein Storchenkorb nur eine Zusatzunterstützung für den Artenschutz.
Viel viel wichtiger ist z.B. die Schaffung geeigneter Lebensräume und die Erstellung beispielsweise von Weihern, Tümpeln, Bächen, Feuchtbiotopen etc.
Im nächsten Jahr planen wir ein weiteres Feuchtbiotop in unmittelbarer Nähe der Storchenmasten.
Mindestens 80 m² groß, mit Lehm ausgestaltet (wertvoller Baustoff z.B. für Schwalbennester).

In den nächsten zwei Wochen jedoch zunächst wird der Storchenkorb in 9 Meter Höhe errichtet (Am Wulberg, Melle).
Ist dann nämlich baugenehmigungsfrei.
Vielen vielen Dank an die Firma Ost&Koch Immobilien GmbH Osnabrück (https://ostundkoch.de), welche die Anschaffung des Korbes maßgeblich unterstützt hat.
Der Korb wird somit den Namen „OKI-Storchenkorb“ tragen 🙂
In einer Reihe von insgesamt 3 Storchenkörben (auf einer Länge von 200 Metern) ist dieses die Nummer 2 (siehe Karte).

Wir hoffen auf die Ansiedlung einer kleinen Storchenkolonie.
Das ist letztlich immer auch eine Glücksache.
Maßgeblich ist das von dem Storchenpaar abhängig, welches als erstes ein Nest besiedelt. Wenn dieses „nachbarschaftsfreundlich“ ist
(und einem zweiten Paar im Nachbarkorb die Ansiedlung ermöglicht), dann wird das was….
Ist das Paar jedoch eher von der Sorte „Alles-unser-haut-ab-hier!!!“, dann kann es eventuell schierig werden.

Die Zweige werden übrigens mit weißer Farbe bekleckst. Die Logik der Störche: Da war schon mal jemand, muss also super dort sein.
Klingt ja auch plausibel irgendwie.

Erklärung Karte

Rot=Zaunführung (innerhalb der eingezäunten Tiere weiden regelmäßig/ab und zu/gelegentlich einige unserer Gnadenhoftiere)
Gelb=Bereits angelegte Blühwiesen (basierend auf unterschiedlichen Saatgutmischungen)
Blau= Geplantes Feuchtbiotop (in 2020)
Orange= Ökologischer Gemüseanbau, Lehr-, Lern- und Mitmachfläche für Schulen (wird im April/Mai 2019 umgesetzt)
Grün=Storchenkörbe
1= unterstützt durch Catrin und Jens
2= OKI-Storchenkorb (unterstützt durch die Ost&Koch Immobilien GmbH Osnabrück (https://ostundkoch.de))
3= Errichtung im Februar/März geplant – unterstützt durch die innogy SE

gUG Umweltschutz und Lebenshilfe
http://umweltschutz-und-lebenshilfe.de

Der Frühling beginnt dieses Jahr schom im Januar

Das lausige Wetter ist ein Graus, damit ist jetzt Schluss.
Wir haben beschlossen, dass jetzt Frühling ist, basta!
Jetzt wird es wärmer, die Blumen fangen an zu blühen, die Blätter treiben aus, na also!!!
Auch die Erstellung unseres „Naturschutzbiotops-Wulberg“ im Ortsteil Melle/Oldendorf neigt sich dem vorläufigen Abschluss.
Im Anhang die Übersichtskarte:

Rot=Zaunführung (innerhalb der eingezäunten Tiere weiden regelmäßig/ab und zu/gelegentlich einige unserer Gnadenhoftiere)
Gelb=Bereits angelegte Blühwiesen (basierend auf unterschiedlichen Saatgutmischungen)
Blau= Geplantes Feuchtbiotop (in 2020)
Orange= Ökologischer Gemüseanbau, Lehr-, Lern- und Mitmachfläche für Schulen (wird im April/Mai 2019 umgesetzt)
Grün=Storchenkörbe
1= Bereits errichtet (sponsered bei Jens & Catrin)
2= Mast steht, Storchenkorb wird im Februar installiert
3= Errichtung im Februar/März geplant

Und weil Frühling ist, wird dieses Wochenende ordentlich rangeklotzt 🙂

Frisches Heu für unsere Tiere (Teil 1)

Im Winter haben die Tiere einen Riesenhunger.
4-5 Ballen Heu pro Tag gehen an unseren beiden Standorten insgesamt locker weg.
Heute kam wieder eine große Lieferung zum Wulberg-Standort.
Die Tiere waren begeistert. Nachdem sie in den letzten Wochen Heu (1. Schnitt von 2017, sehr hoher Rohfaseranteil)
bekommen hatten, gab es nun heute frische Ballen (2. Schnitt von 2018, hoher Eiweissanteil und viele Kräuter).
Wurde mit Begeisterung angenommen. Praktisch ist es dann, dass die Tiere unterscheidlich groß sind, so können
die gleichzeitig und auf unterschiedlichen Ebenen futtern 🙂

Danke an Birgit Neuser für eine Spende.
Davon konnten wir eine ganze Menge Ballen kaufen 🙂
Das bedeutet für Dich:
Ein Platz in der Hall of fame:
http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/hallo-of-fame-spenden/

Unser kleines Lamm wächst und gedeiht

Unser kleines Schaf-Lamm macht sich prima.
Simone Brockmann und Julia Gommer ziehen es im Naturpark Kreimerhof mit der Flasche auf.
Es hüpft munter durch die Gegend, hat schon einige Schaf-Freundschaften geschlossen und wird größer und größer 🙂
Man kann sagen: Es hat einen „gesegneten Appetit“.

Vielen Dank an Knipse Rita für eine Spende für die kleine Maus. Danke auch an eine anonyme Spenderin für eine Zugabe für frisches Saatgut.

Ihr seid beide nun in der Hall of Fame integriert:

http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/hallo-of-fame-spenden/

Aus dem Blühwiesen-Saatgut wird erstklassiges Heu erwachsen, mit sehr sehr vielen Kräutern. Auch darüber werden sich unsere Tiere freuen.
Mittlerweile futtert die ganze Rasselbande bei der jetzigen Anzahl (4 Ponys, 25 Schafe + Ziegen) etwa 800 Kilogramm Heu im Winter, da macht es Sinn, das selber zu produzieren.

Bei der Heumahd ist es wichtig Wiesen (Blühwiesen oder Heuwiesen) auf keinen Fall öfter als 2 mal im Jahr zu mähen
(aus dieser Nutzungsform ist ja auch die klassische „Blühwiese“ entstanden).
So haben Wildblumen und Wildkräuter die Möglichkeit zu blühen und eine Wiese wird kontinuierlich ausgemagert (wodurch sie wiederum eine Lebensinsel für noch
mehr Blühpflanzen wird. Bei Wildblumen gilt: Je nährstoffärmer desto besser). Ein sich selbst verstärkendes Prinzip im positiven Sinne.

In der insensiven Landwirtschaft leider werden Wiesen teilweise bis zu 5 mal im Jahr gemäht…
Chancenlos, dass sich hier Leben entwickelt.

„Moderne Mähwerke sind wahre Todesfallen; kommt ein sogenannter Aufbereiter zum Einsatz, sterben rund 60 Prozent aller auf den Pflanzen sitzenden Insekten.
Vielfach wird innerhalb weniger Stunden eine riesige Fläche gemäht und gleich für das Silo [;] abgeräumt. Insekten finden oft keine Ausweichflächen mehr.“
Seger und Rosenkranz (2018, S. 95) (Das grosse Insektensterben)

…geht zum Glück auch anders 🙂