Unterschriftenliste für Verbleib der Gnadenhoftiere in Melle/Westerhausen

Unterschriftenliste für den Verbleib der Tiere des Gnadenhofs Brödel (Melle/Westerhausen) – Melle ist nicht Tokio ****
Kostenloser Wurmhumus abzugeben (komplett Öko, Top für Tomaten, Gurken, Kürbisse) ****
Heute Gesundheitstag der Ponys

Gnadenhof

Nachdem das Bauamt der Stadt Melle uns informiert hat, dass nun die Unterkünfte für Ponys, Ziegen und Schafe
in Melle/Westerhausen entfernt werden müssen (aber in Melle/Oldendorf am Kreimerhof wieder aufgebaut werden dürfen), haben sich
bei uns eine Vielzahl besorgter, verstimmter, enttäuschter, trauriger und auch verärgerter Nachbarn gemeldet.

„Die Tiere sollen bleiben, sie stören doch niemanden, sorgen für so viel Ruhe, wir wohnen doch auf dem Land!!“
Was wir toll finden: Eine sehr nette Anrainerin der Gnadenhoffläche (Vielen Dank an Karin :-)) hat sogar eine Unterschriftenliste rumgehen lassen.
Bis auf eine Partei (so unsere Information) sollen alle Anrainer für den Verbleib der Tiere unterschrieben haben. Wir sagen danke!!! (:-) und sehen das als Auftrag an,
diesbezüglich noch einmal mit der Stadt zu reden.
Die Argumente für den Verbleib der weidenden Tiere, gemäß vieler Nachbarn: Sie sorgen für so viel Ruhe, Unterhaltung und nette Abwechslung.
Gerade bei der unglaublich lauten Bahnstrecke tut die Gelassenheit der Tiere sehr gut.

Ein Nachbar hat es auf den Punkt gebracht: „Was soll das. Warum sollen die weg? Wir wohnen hier auf dem Land – Tiere waren immer da – das gehört hier dazu. Melle ist nicht Tokio, zum Glück!“
Noch einige Argumente mehr: Die Beidung der Tiere sorgt dafür, dass sich viele Wildblumen durchsetzen können – auf natürliche Art.
Das ist aktiver Natur- und Insektenschutz – durch Wiedetiere!!
Zudem entstehen sandige Offenflächen, wichtige Refugien für viele Wildbienen – auch wichtig!
Die entstehenden Emissionen (Tiermist) werden regelmäßig abgeäppelt und kompostiert (dafür haben wir ja sogar den Klimaschutzpreis der Stadt Melle erhalten).
Toller Öko-Humus für Tomaten, Gurken und Kürbisse (siehe unten), der noch dazu verschenkt wird.

Anmerken möchten wir jedoch: Die Zusammenarbeit mit der Stadt Melle (insbes. Bau- und Umweltamt) läuft sehr gut. Nächste Woche findet z.B.
ein Informationsgespräch mit Stadtvertretern wegen der Anlage von Blühwiesen statt. Auch die Anlage der Feuchtbiotope fand in Abstimmung mit dem Bau- und Umweltamt statt.
Zwei städtische Blühareale werden zudem von uns ehtrenamtlich gepflegt. Für das nächste Jahr steht eine extensive Beweidung städtischer Flächen durch unsere Tiere im Raum.
Das Bauamt hat sich zudem in der Vergangenheit immer sehr kooperativ und kulant erwiesen und
den vorhandenen Bauwagen auf dem Gnadenhof Brödel (Unterkunft der Hühner, Ziegen und Schafe) und den Stall im Rahmen einer Duldung sehr lange toleriert.
Wenn die Bauvorschriften so sind wie sie sind, dann hat auch das Bauamt diesbezüglich
kaum Möglichkeiten – das möchten wir hier betonen bevor Missverständnisse entstehen. Bauwagen und Stall werden somit im Sommer durch uns umgesiedelt.
Bezüglich einer Beweidung werden wir nach dieser tollen Solidarität und der Unterschriftenliste noch einmal das Gespräch mit der Stadt suchen –
denn auch wir wünschen uns, dass die Tiere bleiben können.

Kostenloser Wurmhumus abzugeben

Die Pferdeäpfel unserer Tiere werden regelmäßig „abgeäppelt“. Das ist wichtig für eine Weidehygiene und die Gesundheit der Tiere – und auch damit es nicht stinkt.
Auch Schafs- und Ziegenmist werden teilweise entfernt und landen dann auf unserer Wurmfarm:

Dieser ist komplett natürlich, enthält wertvolle Ton-Humus.Verbindungen und ist ein toller Bodenverbesserer.

Und so wächst Kresse auf unterschiedlichen Mistformen:
http://wurmpalast.de/wp-content/uploads/2017/09/7tage.png

Legende:
A= Schafs- und Ziegenmist (1 Monat abgelagert) [keine Wurmverarbeitung]
B= Schafs- und Ziegenmist (3 Monate abgelagert) [keine Wurmverarbeitung]
C= „Normale“ Erde [keine Wurmverarbeitung]
D= Frischer Pferdemist [keine Wurmverarbeitung]
E= Pferdemist (2 Monate abgelagert) [keine Wurmverarbeitung]
F= Pferdemist (6 Monate abgelagert) [keine Wurmverarbeitung]
G = Wurmhumus

In Melle/Westerhausen könnt ihr diesen nun kostenlos abholen (Am Wulberg 15, in gelben Gewebesäcken, einfach mitnehmen ohne zu klingeln, nur solange der Vorrat reicht).
Ganz toll für Gemüse. Ihr habt Zweifel: Dann schaut Euch mal die Fotos mit unseren Kürbispflanzen auf der Wurmfarm an. Noch Fragen?
Manchmal gehe ich früh morgen zu den Tieren und plötzlich greift mich eine große Kürbisranke von hinten und nimmt mich in den Schwitzkasten.
Ein grimmiger Killerkürbis schaut mich dann an und wispert mit heiserer Stimme: Sofort eine große Schubkarre Pferdemist. Aber Pronto!!!
Sonst hast Du Deine Ziegen das letzte Mal gesehen!
Ich gehorche dann lieber…

Naja, wie auch immer: In den Gewebesäcken findet Ihr tollen Wurmhumus, gemischt mit Pferdeäpfeln und Hinterlassenschaften von Schafen und Ziegen (auch etwas Stroh kann dabei sein).
Viele Wurmkokons und diverse Kompostwürmer sind auch dabei.
Wer das nicht kostenlos nehmen möchte kann auch gerne freiwillig spenden:

https://spenden.stadtwerke-osnabrueck.de/project/gnadenhof-broedel-melle/ (jede Spende wird von den Stadtwerken verdoppelt)

https://www.betterplace.org/de/projects/61174-gnadenhof-melle-brodel-melle-westerhausen

Heute Gesundheitstag der Ponys

Heute stand die erneute Impfung unserer Ponys an (gegen Tetanus und Tollwut). Das hat den garnicht gefallen. Vielen Dank an Tierärztin Eva Stenscke,
welche das sehr souverän durchgeführt hat. Am Ende gabs einige Leckerlis für die Shettys und alles war wieder gut.
Eines unserer Ponys hatte eine leichte/mittlere Hufreheerkrankung. Das kann böse enden. Extra dafür heute eine Weidefläche in einen sandigen Paddock umgewandelt
(es ist, so haben wir gelernt, oft sogar das ganz ganz kurze Gras, welche die Hufrehe fördern kann. Zwischen Wurzeln und Grasansatz sitzen sog. „Fruktane“, welche die im schlimmsten Falle sogar
tödliche Krankheit fördern). Tagsüber werden die Tiere nun auf dem sandigen Paddock verbringen, mit frischem Wasser und Heu. Erst Abend skönnen sie dann auch mal über die Fläche galoppieren (sind schließlich ursprünglich Steppentiere).

Anlage des zweiten Feuchtbiotops begonnen

Heute mit vielen Schülern der IGS Melle das zweite Feuchtbiotop am Kreimerhof angefangen.
Hunderte Kilo Lehm wurden verlegt und tolle Pflanzen eingesetzt (z.B. Wasserlilien, Froschbiß, Seerosen).
Die Schüler haben die Pflanzen im Unterricht eigenständig ausgesucht.

Danke an die eifrigen Helfer und
insbes. Frau Remmers, welche immer wieder Schülerinnen und Schüler für Naturschutzprojekte motiviert. So lernen die Kinder in Theorie und Praxis.

Sehr schön auch: Auf der Blühwiese direkt neben dem Bachlauf tummeln sich ja Hunderte Schmetterlinge. Immer wieder sieht man diese,
wie sie sich an kleine Wasserstellen oder auf nasse Erde des neuen Biotops setzen und trinken. Am Kreimerhof ist die Welt noch in Ordnung 🙂

Das Feuchtbiotopprojekt wird durch Gelder der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe (1000 Euro), durch die NBank (Landesmittel Niedersachsen „Richtlinie Landschaftswerte“)
sowie aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert.

Erstes Feuchtbiotop in Melle/Oldendorf angelegt

Heute das erste der beiden Feuchtbiotope in Melle/Oldendorf (Am Kreimerhof) gemeinsam mit der Grundschule Oldendorf angelegt.
Es blüht dort ja schon eine tolle Blühwiese, aber Bienen wollen natürlich auch etwas trinken. zudem fördert es die Ansiedlung von Störchen etc etc.
Und gerade Wildbienen mögen lehmigen Boden. Das Feuchtbiotop wurde mit einer großen Lehmschicht ausgestattet,
ein großer Haufen aber wird als zusätzliche Nisthilfe übrigen bleiben.
Damit das Wasser nicht versickert sind 20 cm Lehmschicht (mindestens) nötig.

Die Kinder waren begeistert dabei. Zunächst wurde der Lehmboden verlegt. In den letzten Wochen durften ja für 200 Euro
Wasserpflanzen eingekauft werden. Fein getrennt nach Uferzone, Feuchtwasser- und Flachwasserzone sowie Schwimmpflanzen.
Die Kinder haben sich u.a. für die Gauklerblume (siehe Foto, blüht schön gelb), Rohrkolben, Sumpfgarben, Wasserdost, Frauenmantel, Hornkraut und eine gelbe große Seerose entschieden.
Auch die Pflanzen wurden heute eingesetzt. Aktuell läuft Wasser in den Teich.

Vielen Dank an die Firma Röhr Garten & Landschaft GbR (http://gartenbau-roehr.de), welche die Areale ausgebaggert und den Lehm beschafft hat. Das lief sehr gut!!
Danke an alle Teilnehmer der Grundschule Oldendorf und natürlich an den Förderverein der Grundschule (Julia und Simone).
Das Projekt wird wesentlich gefördert durch die NBank (Landesmittel Niedersachsen „Richtlinie Landschaftswerte)
sowie aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Morgen geht es an das zweite Biotop, gemeinsam mit der IGS Melle.
Und insgesamt:

Durch die Anlage der Feuchtbiotope (Teiche und Bachlauf) entsteht ein zusätzlicher Lebensraum für eine Vielzahl von Arten (Flora & Fauna). Durch die Schaffung einer Ufer-, Flach-, Seicht- und Tiefwasserzone werden z.B. Lebensbedingungen für Frösche, Molche, Wasserkäfer, Libellen und auch Wasservögel geschaffen. Zum anderen dienen die Biotope auch einem größeren Nahrungsangebot (z.B. Frösche und Libellen für Störche). Es werden Flachstellen zum Ablaichen angelegt. In einem bestimmten Bereich ist das Wasser so tief, dass es selbst bei Frostperioden noch flüssig und damit bewohnbar bleibt.

Direkt am nordwestlichen Rand des Geländes befindet sich der Wanderweg „Meller Jubiläumsweg“. Wanderer und Spaziergänger können die Fläche besuchen und sich dort über die Projekte informieren. Auch das ist wichtig für eine aktive Umweltbildung und erlebnisorientiertes Wandern.

Vorgesehen ist, dass die beiden Teiche durch Regenwasser, welches von einem nahe gelegenen Stall mit einer Dachfläche von ca. 60 m² abfließt, gespeist werden (sog. „Himmelsteiche“). Zwischen den Teichen wird ein kleiner Bachlauf, ausgelegt mit Kies, geschaffen. Natursteine/-steinhaufen werden Teile der Uferzone begrenzen und solarstrombetriebene Umwälz-/Sauerstoff- und Schlammpumpen werden in die Teichanlagen integriert. Einer der Teiche weist eine Grundfläche von 60 m² sowie eine Maximaltiefe von etwa einem Meter auf (der zweite Teich: .40 m², Tiefe von 80 cm). Zwischen den Teichen liegt etwa eine Entfernung von ca. 30 Metern. Über eine Pumpe wird das Wasser aus dem unteren Teich in den oberen Teil zurück gepumpt (was zu einer hohen Sauerstoffanreicherung des Wassers führen wird).

Durch die Feuchtbiotope entsteht ein wichtiger Schutzpuffer gegen im Sommer auftretende Starkregen. Dieses ist nicht nur für Menschen wichtig sondern insbesondere auch für Tiere. Am unteren Rand des Geländes befindet sich ein umfassender Blühstreifen mit Offensandflächen. Diese werden von unterschiedlichen Wildbienenarten für ihre Nachzucht genutzt. Durch den „Puffer“ der Feuchtbiotope werden diese von abfließendem Starkregen geschützt. Eine Schutzzone für Insekten entsteht.

In unmittelbarer Nähe der neuen Feuchtbiotope (etwa 100 Meter) fließt ein kleiner Bach (der „Oldendorfer Mühlenbach“). In etwa 800 Meter Entfernung befindet sich der Grönegausee (ein 3 ha großer Angelsee des Sportfischereiverein Bakum – Melle e.V.). In etwa 300 Meter Entfernung befinden sich zudem ein kleinerer See (ca. 200 m² groß).

Durch die Mittellage zwischen dem Bach und den bereits vorhandenen Seen wird zusätzlicher Lebensraum für „Feuchtbiotop-Bewohner“ geschaffen und eine Biotop-Vernetzung erreicht. Darüber hinaus wird für zusätzliche Nahrung der aktuellen Lebewesen der bereits existierenden Feuchtbiotope gesorgt. Die Anlage unseres Feuchtbiotopes wird einer wertvollen Biotopvernetzung dienen. Das integrierte ländliche Entwicklungskonzept (ILEK) der Stadt Melle „Fabelhafter Grönegau“ (2014) hebt als wesentliches Ziel explizit einen Ausbau des Biotopverbundes hervor. In Bezug auf den Ortsteil Melle/Oldendorf wird betont, dass dieser im hochwassergefährdeten Bereich liegt und Schutzmaßnahmen zu entwickeln und zu realisieren seien. Als Leitprojekt (S. 68) wird im ILEK sogar ein Gewässerentwicklungsplan hervorgehoben. In diesem Sinne wird die Erstellung der Feuchtbiotope auch in Kommunikation mit der Stadt Melle (Umweltamt) realisiert.

Fokussiert steht im ILEK: „Ein weiteres strategisches Ziel ist der flächendeckende Biotopverbund. Dessen Fehlen wurde von den Naturschützern in Verbindung mit den schwindenden Lebensräumen in Siedlungsgebieten als Bedrohung der Artenvielfalt identifiziert“ (S. 70). Unser Projekt unterstützt somit die Ziele des regionalen Entwicklungskonzeptes und stellt einen Faktor innerhalb des regionalen Biotopverbundes dar. Die Anlage der Feuchtbiotope dient naturgemäß auch der Wasserspeicherung bzw. -rückhaltung. Durch die erhöhte Lage an einem Hang ist dieses besonders wichtig, da ansonsten bei Starkregen das gesamte Wasser in den „Oldendorfer Mühlenbach“ fließt (Gefahr von Überschwemmungen).

Umweltbildung

Die aktive Einbindung von Schülerinnen und Schülern (Planung und Beteiligung an der Umsetzung der Biotope durch die Grundschule Oldendorf sowie die IGS Melle) stellt einen wesentlichen Faktor der Umweltbildung dar. Die Kinder werden sich theoretisch mit dem Wert von Feuchtbiotopen auseinandersetzen (Warum sind diese wichtig? Wer lebt hier? Wer profitiert von diesen?) und lernen, welche Bedeutung die Lebensgrundlage Wasser besitzt. Zudem erfahren sie ganz praktisch, wie solche Biotope angelegt werden. Die Biotope werden anschließend aus einem Schutzabstand zu betrachten sein. Die Kinder werden also „live“ erleben können, welche Flora und Fauna sich im Laufe der Zeit ansiedelt.

In der Niedersächsischen Naturschutzstrategie genießt der Faktor der Umweltbildung eine hervorgehobene Position. Dieses deckt sich mit unserem Projekt.

Beim Google-Impact-Finale gewonnen!!!

Blumiges Melle/Blumiger Landkreis Osnabrück erhält von Google 20.000 Euro
Unter 2500 Bewerbergruppen durchgesetzt – Wir sind glücklich

Am gestrigen Abend des 7. Juni wurden die Initiatoren von „Blumiges Melle“
& „Blumiger Landkreis Osnabrück“ beim „Google Impact Finale“ in Berlin
für die geplante Idee einer innovativen Blühwiesensoftware ausgezeichnet.
Die gUG Umweltschutz und Lebenshilfe aus Melle erhält damit von Google 20.000 Euro,
um das geplante Vorhaben umzusetzen. Die kleine Initiative ist damit eine von 4 Akteursgruppen aus Niedersachsen, welche sich über den Preis freuen darf.

Beim diesjährigen Wettbewerb haben sich insgesamt 2500 Projekte beworben.
50 Projekte haben nun die begehrten 20.000 Euro erhalten, 10 Projekte wurden mit Summen in Höhen von teilweise
deutlich über 250.000 Euro ausgezeichnet.

https://impactchallenge.withgoogle.com/deutschland2018

Kai Behncke, ehrenamtlicher Geschäftsführer: „Gerade für uns als kleine Gruppe – Wir bestehen im Kern aus 2 Personen – ist das herausragend.
Wir freuen uns sehr. In den letzten Wochen und Monaten, eigentlich schon seit über einem Jahr, haben wir mit viel Unterstützung unterschiedlicher Akteure im südlichen Landkreis Osnabrück einiges auf die Beine gestellt.
Insgesamt wurden dort gemeinsam mit der BUND Kreisgruppe Osnabrück Blühwiesen auf 84 Arealen und einer Fläche von 150.000 m² erstellt. Jetzt werden wir das Geld von Google nutzen, um eine Software zu entwickeln, welche
die Auswirkungen dieser Blühwiesen auf unterschiedliche Insektenarten präsentiert.“

Karsten Wachsmuth, Projektleiter Technik: „Von dem Geld können wir nun auch den dringend benötigten Bandheuwender kaufen. Wir arbeiten mit rudimentären Gerätschaften gegen das Insektensterben. Es ist ein bißchen wie bei „David gegen Goliath“.
In der konventionellen Landwirtschaft werden mit Hochleistungsmaschinen großflächig Pestizide gespritzt, welche mitverantworlich für das Aussterben einer Vielzahl von Arten sind. Unsere Maschinen werden „zu Fuß“ geführt, sind alle handbetrieben und mit wenigen PS ausgestattet. Trotzdem geben wir nicht auf.
Mit dem Bandheuwender können wir nun leichter Flächen extensivieren. Das ist für eine Pflege von Blühwiesen sehr wichtig.“

Innerhalb der nun zu entwickelnden Websoftware werden die räumlichen Auswirkungen von Blühwiesen präsentiert werden.
Zudem wird in einer Webanwendung zu erkennnen sein, an welchen Orten noch dringender Handlungsbedarf besteht und welche Arten davon profitieren.
Bürgerinnen und Bürger werden zudem Informationen erhalten, welches Saatgut an ihrem Standort als geeignet erscheint. Das Release der Software ist für Februar 2019 vorgesehen.

Die Preisverleihung im Ticker (mit Bildern) kann hier eingesehen werden:

http://blumiger-lkos.de/initiatoren-von-blumiges-melle-blumiger-landkreis-gewinnen-beim-google-finale-20-000-euro/

Standortwechsel des Gnadenhofes Brödel

Zukunft des Gnadenhofes „Brödel“
Von Melle/Westerhausen nach Melle/Oldendorf

Heute einen Termin mit der Stadt Melle gehabt. Lief ganz entspannt und es wurde eine Lösung gefunden, mit der letztlich „alle leben können“
(Insbesondere auch die Tiere).

Das Gnadenhof-Areal in Melle/Westerhausen wird für eine Tierhaltung aufgegeben. Klar bedauern wir das auch irgendwie.
Nachdem am Anfang noch Unterschriftenlisten gegen die Tierhaltung kursierten haben sich jetzt viele Anrainer damit angefreundet. Nicht selten sehen wir Menschen,
welche mit Stühlen am Zaun sitzen, einen Kaffee oder ein Bier in der Hand, und sich die Tiere anschauen, diese mit Gras und Zweigen füttern und sich freuen.

Der Umzug jedoch lässt sich nicht vermeiden. Dadurch, dass die Flächen im „Außenbereich“ liegen
sind leider keine Genehmigungen für Ställe möglich, das ist dann eben so und auch wir müssen das dann akzeptieren.
Der Stall und der Bauwagen werden somit zum Sommer abgebaut.
Auf den gepachteten Flächen werden wir weitere Blühwiesen anlegen, ist ja auch schön.
Vielleicht folgt dort im nächsten Jahr noch ein Storchenmast mit Korb, mal sehen. Zu schauen gibt
es dort jedenfalls genug und der Natur- und Artenschutz wird nicht zu kurz kommen.

Die Tiere ziehen um auf unsere Fläche in Melle/Oldendorf am Kreimerhof.
Dort steht schon ein großer Stall und ein Bauwagen, es gibt Strom und Wasser und genügend Auslauf ist auch möglich.
2 Ponys, 3 Ziegen und 5 Schafe kriegen somit eine neue Heimat.
Durch den Standort wird auch der Meller Jubiläumsweg aufgewertet. Die Tiere dürfen dort dann nämlich besucht werden 🙂
Die Kinder der Grundschule freuen sich schon.

Zum Extensivieren von Blühflächen setzen wir die Tiere natürlich trotzdem ein. Eine mobile Schutzhütte und eine mobile Tränke, ein mobiler Zaun.
So werden Blühflächen schonend abgegrast. Die Hinterlassenschaften der Tiere werden dann abgetragen, und schon sind weniger Nährstoffe im Boden,
sodass auch im Folgejahr etwas schönes für Insekten entsteht. Und wir sparen Futterkosten und die Arbeit des Mähens. Win-Win-Win-Win-Situation.

Feuchtbiotope in Melle/Oldendorf + dortige Blühwiese

Feuchtbiotopprojekt Kreimerhof (Melle/Oldendorf) + dortige Blühwiese

So langsam kehrt etwas Ruhe ein, es tut sooooo gut die „Ernte“ der gemeinsamen Arbeit zu betrachten 🙂
Die Blühwiese am Kreimerhof nimmt Formen an.
Das Feuchtbiotopprojekt in Melle/Oldendorf (gemeinsam mit dem Förderverein der Grundschule Oldendorf und der IGS Melle)
[Förderung der Wiederansiedlung von Störchen in Melle] geht in den nächsten Wochen auch voran. Bald kommt der Lehm und der Boden wird verlegt.
Die Schülerinnen und Schüler der beiden Schulen hatten zudem die Möglichkeit, im Unterricht Pflanzen für die Ufer-, Feuchtwasser-, Flachwasser- und Tiefwasserzone auszusuchen. So wurde das Thema auch im Unterricht behandelt und die Schülern helfen in der Praxis dabei die Biotope anzulegen. Direkter Bezug zum Natur- und Artenschutz, in Theorie UND Praxis, herrlich 🙂
Diese Pflanzen werden Anfang dieser Woche bestellt.

Es ist toll zu sehen, was in Melle/Oldendorf „am Kreimerhof“ passiert. Es brummt und summt und flattert. Die Feuchtbiotope werden ja durch Regenwasser
unseres vorhandenen Stalles gespeist werden.
Am oberen Feuchtbiotop (hat eine Fläche von 60 m²) bildet sich auf ca. 80 m² eine große Kolonie Kamille. Soooo toll, und wie das riecht….:-)
Zwischen dem oberen und dem unteren Feuchtbiotop (40 m²) befindet sich ja ein kleiner Bauchlauf, welcher von den Schülerinnen und Schülern gemeinsam
gestaltet wird (Kies, Lehm etc.).
Am Bachlauf und am unteren Feuchtbiotop sowie auf einem großen Blühstreifen entwickelt sich schon wunderbar eine tolle Blühwiese.
Neben dem Feuchtbiotop werden sandige und lehmige Offenflächen für Wildbienen entstehen. Wichtig ist auch das dortige Totholz als zusätzliche Nisthilfe für Insekten.
Zudem wurden „künstliche“ Gehölzstrukturen z.B. für Vögel und Kleinsäuger errichtet.
„Abgerundet“ wird das ganze durch eine Trockensteinmauer für Insekten, Amphibien, Eidechsen etc.

Das Feuchtbiotopprojekt (ca. 11.000 Euro) wird zu 10% aus Eigenmitteln der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe sowie zu 90% aus Mitteln der NBANK und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert.

http://umweltschutz-und-lebenshilfe.de
„Blumiges Melle“ und „Blumiger Landkreis Osnabrück“
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiges-melle.de; http://blumiger-lkos.de

Wir sind im Google-Impact-Finale

Bitte stimmt unter folgendem Link für uns ab:

https://impactchallenge.withgoogle.com/deutschland2018/charities/pro-insektenschutz

Und gerne teilen und verbreiten. Der Naturschutz im Landkreis (und weit darüber hinaus!!!) wird davon profitieren.

Bei genügend Stimmen erhalten wir 20.000 Euro, welche in unser digitales Unterstützungsprojekt sowie
weitere praktisch angelegte Blühwiesen innerhalb von „Blumiger Landkreis Osnabrück“ fließen.

Weltneuheit: Das (vermutlich) erste einpflanzbare Buch, aus dem ein Fleckchen Blühwiese erwächst

Ich glaube, wir haben eine Weltneuheit geschaffen (ohne Witz):
Dieses Buch ist einpflanzbar.
Mit Story: VFL Otternbrück beim Hummelburger SV

Das erste für einen biologischen Kreislauf optimierte Kinderbuch, aus dem ein Fleckchen Blühwiese erwachsen kann
(wir haben europaweit nach einer Druckerei gesucht, welche
die ökologischen Ansprüche umsetzen kann). Ökologischer geht es wohl kaum.
Wir finanzieren damit z.B. den Gnadenhof Brödel (http://gnadenhof-melle.de) und auch einen Teil von „Blumiger Landkreis Osnabrück“
[Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen, http://blumiger-lkos.de]

Ganz ganz viele Infos und Bezugsmöglichkeiten hier: http://das-einpflanzbuch.de

Und Fußball kommt auch nicht zu kurz:
Hummelburger SV vs. VFL Otternbrück

Neues vom Meller Storch Eddy

Neues vom Meller Storch Eddy:
Patenschaft wird von Jens und Catrin übernommen.

Vielen lieben Dank an Jens und Catrin, welche eine sehr (sehr!) großzügige Patenschaft für Storch Eddy (und seine bald folgende (?) Lieselotte) übernommen haben.
Das ist toll und nimmt uns einiges Kopfzerbrechen.
Das Geld werden wir für die Ausgestaltung der beiden Feuchtbiotope in Melle-Oldendorf (Am Kreimerhof) einsetzen.
Die beiden Teiche wurden bereits ausgebaggert und auch ein (werdender) Bachlauf angelegt. Wichtig ist es, die Lebensbedingungen der Störche nun z.B. durch Feuchtbiotope, Tümpel, Seen zu stabilisieren.

In diesem kleinen Blühwiesen-Film kann man schon ganz gut die Teichausschachtungen am Kreimerhof erkennen:
https://www.youtube.com/watch?v=tK7k_dh7dbQ

Jetzt warten wir auf den Lehm (14 Kubikmeter, huiuiuiuiui) um dann gemeinsam mit der Grundschule
Oldendorf und dem dortigen Förderverein den Teichboden zu gestalten (etwa im Mai).

Eddy hatte Anfang der Woche das erste Mal das Nest inspiziert. Etwa drei Stunden mit dem Schnabel geklappert und Ausbesserungsarbeiten vorgenommen.
Dann haben wir ihn einige Tage lang nicht mehr gesehen, ehe er letzten Donnerstag tiefe Kreise über dem Nest zog, jedoch nicht landete.
Wir hoffen, dass er bald seine werdende Gattin findet (oder seine werdende Gattin ihn) und die beiden auf der Fläche des „Gnadenhof Brödel Melle“
(hinter dem Gasthof Hubertus/Wiesehahn in Melle/Westerhausen) glücklich werden. Im nächsten Jahr ist übrigens ein weiterer Storchenkorb geplant.

Storchenkorb in Melle/Westerhausen bezogen

Was für ein toller Morgen. Heute früh, am 11. April, wurde unser Storchenkorb bezogen. Wenn es ein männlicher Storch ist, so soll er Eddy heißen, ist es ein weiblicher, so nennen wir ihn „Lieselotte Meyer“.
Das motiviert ungemein, sich weiter für den Artenschutz einzusetzen.
Störche fressen z.B. Frösche und Mäuse. Frösche und Mäuse (einige Arten) fressen z.B. Insekten.
In diesem Sinne es es weiterhin wichtig das Projekt http://blumiger-lkos.de [Blumiger Landkreis Osnabrück, Artenvielfalt steigern / Insektensterben stoppen) nach vorne zu bringen.