Heute ging es weiter, nach dem Projekt ist vor dem Projekt

Die Hühner aus der Massenhaltung (noch etwas struppig) haben in ihrem neuen Palast eine ruhige Nacht verlebt.
Schön muckelig gemütlich ist es.
Alle Hühner (und Hahn Diego) sorgen für eine angenehme Innentemperatur.
Und schön und selten: Wir haben einen Grünleger dabei 🙂 (siehe Bild).

Und heute weiter am Paddock gebaut. Danke an Phillip.
Auch die Ponys kriegen in diesem Jahr einen neuen Auslauf, sieht aus wie im „Wilden Westen“ :-‚)

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

Protestieren und aktiv gestalten

Protest beginnt an Fahrt aufzunehmen 🙋‍♂️✋☝️🙋‍♀️🐛🦋🐌🐞🐜💥💥💥💥🌈🌈🌞 Auch Fridays for Future nun dabei. Und: Protest alleine reicht nicht: Gemeinsam werden wir aktiv!!

Jetzt zu Beginn der allmählich startenden Insektenschutz-Saison (Blühwiesen anlegen!!) und des langsam beginnenden Prä-Frühlings-Protest-Warmups geht es los….
Die Protestpetition gegen die Gewässerrandstreifenentscheidung im Landkreis Osnabrück (Insektenschutz unter erschwerten Bedingungen)
beginnt an Fahrt aufzunehmen. Alleine in der letzten Woche über 100 Unterschriften, sehr gut!

Auch Fridays for Future Osnabrück hat sich der Sache angeschlossen, nochmal sehr gut!!

Protest, gegen die Entscheidung der Kreistagsmehrheit im Kreistag Osnabrück, Gewässerrandstreifen (Pestizidschutzstreifen) in Naturschutzgebieten auf einen Meter zu begrenzen!!
So haben wir keine Chance gegen das Insektensterben!! So werden wir im Einsatz für eine höhere Artenvielfalt und gegen das Artensterben krachend scheitern, mit all den damit verbundenen Folgen! Es kann nicht sein, dass sich seit Oktober 2016 über 1000 Personen z.B. im Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ ehrenamtlich für eine höhere Artenvielfalt im Landkreis stark gemacht haben (und artenreiche Blühwiesen schaffen),
und von den Kreistags-Fraktionen der CDU, FDP und AFD eine Entscheidung getroffen wird, welche einen schweren Schaden für die Biodiversität (in Naturschutzgebieten!!) im Landkreis anrichtet.

Hier wurde eine rote Linie massiv überschritten. Hier hat, mitten im Zeitalter des größten Artensterbens seit 66 Millionen Jahren, ein gesellschaftlicher Tabubruch stattgefunden,
der sich nun mit den entsprechenden Folgen auseinander setzen muss. Die „Signalwirkung“ kommt nun wie ein politischer Boumerang auf Meinungsbildungsebene mit Kawumm retour. Recht so! Selbst schuld!!

Für nachhaltiges und verantwortungsvolles Denken, welches der gesammten Gesellschaft dient,
und gegen kurzfristig gedachte Entscheidungen, welche letztlich nur einer kleinen Lobbygruppe helfen!

Hier abstimmen und protestieren:
http://artensterben-aufhalten.de

Protest alleine reicht natürlich nicht….
Anstatt solche – bei allem Respekt – absurden Entscheidungen zu treffen 1000 mal besser: Bäume pflanzen, Streuobstwiesen, Trockensteinmauern, Blühwiesen, Totholzstapel schaffen, alle gemeinsam aktiv werden, am 16. Mai 2020 in Melle
http://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt fördern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck

Ein neuer Paddock für die Ponys

Heute wurde wieder ordentlich gerödelt.
Danke an Phillip Philipp Horstmann und Karsten Wachsmuth. Gemeinsam an einem neuen Paddock für unsere Ponys gewerkelt.
Ein leckeres Bierchen gabs auch noch zum Feierabend (ein Helles aus Bayern).

Danke auch an Svenja Kreusel und Marcus Herrmann (Roller-Service a.T.W.), welche z.B. das gewartete
Quad vorbei gebrracht und sich noch rührend um die Hühner gekümmert haben.
Nur dank solch großer Unterstützung können wir das erreichen, was wir aktuell erreichen.
Danke!!!

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

Insektenschutz im Landkreis unter erschwerten Bedingungen

Es ist positiv unglaublich, was aktuell passiert.
Und zugleich: Insektenschutz unter erschwerten Bedingungen

Es ist sagenhaft, was aktuell passiert. Uns wird eine Fläche nach der anderen angeboten, um dort Projekte für Klima- und Artenschutz voranzubringen.
In Melle Buer planen wir einen Hektar zu pachten, um dort Blühwiesen (auf 10.000 m²) anzulegen.
Mehrjährig, mit regionalen Sorten.
In Melle-Ostenwalde werden wir vermutlich zwei weitere Hektar gestalten.
Mit allem PiPaPo: Klimaschutzanpflanzungen, ein kleines Feuchtbiotop, Trockensteinmauern,Totholzansammlungen, Blühwiesen, Heckengehölze, Streuobstwiesen.
Es geht voran!!

Irgendwie ist die Situation gleichzeitig aber auch absurd und aberwitzig.
Innerhalb von „Blumiger Landkreis Osnabrück“ engagieren sich eine Fülle bundesweit aktiver und renommierter Stiftungen für mehr Artenvielfalt (z.B. hat sich die Heinz Sielmann Stiftung eingebracht, die Bingo Umweltstiftung Niedersachsen, die Europa Möbel Umwelstiftung, die Beatrice Nolte Stiftung für Natur- und Umweltschutz und und und…).
Von den Vereinten Nationen wird das Projekt innerhalb der „Dekade Biodiversität“ im März ausgezeichnet.
Immer mehr Menschen wollen offensichtlich einen Beitrag gegen das Artensterben leisten.
Global gesehen reduziert sich die Biomasse von Insekten jedes Jahr um ca. 2,5%. Die Situation ist nicht mehr bedrohlich sondern mittlerweile dramatisch.

Tja, und von der Kreistagsmehrheit (Landkreis Osnabrück) wurde politisch beschlossen, dass Randstreifen (Pestizidschutzstreifen) in Naturschutzgebieten nur noch einen Meter breit sein müssen. Heisst:
Insekten sind hier im Landkreis nicht einmal mehr in Naturschutzgebieten ihres Lebens sicher.
Wo denn bitte dann?
In dieser Blühwiesen-Saison kämpfen wir also gegen deutlich erschwerte Bedingungen.
Das geplante Ziel: Die Erreichung einer maßgeblichen Förderung der Biodiversität wurde durch die Kreistagsentscheidung leider erschwert.
Die Protestallianz gegen diese Entscheidung wird größer und größer (da kommt noch einiges)….
In Kürze geht ein 10-Meter-Banner in Druck, welches hier und da noch einmal für Präsenz dieser völlig absurdenFörderung des Artensterbens (ausserhalb von Raum und Zeit) sorgen wird.

Zur Protestpetition: http://artensterben-aufhalten.de

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck

Ein grosses „Danke“ an die Firma „Kompass“ – Schulung und Beratung im Gesundheitswesen

Ein grosses grosses Dankeschön an die Firma „Kompass“ – Schulung und Beratung im Gesundheitswesen
http://www.kompass-gesundheitswesen.de 😃😃👍👍🙋‍♂️🙋‍♀️🐰🐷🐔🦆🐛🦉🌞🌞

aus Osnabrück (und Bundesweit).

Das Unternehmen spendet unserem Gnadenhof Brödel einen sehr hohen Betrag, welcher es uns ermöglicht,
Strukturen zu stabilisieren und auszubauen (und somit auch weitere Tiere aufzunehmen).

Beeindruckend ist: Nicht nur die Chefin (Danja Krampe) sondern auch die Mitarbeiter beteiligen sich daran.
So können wir für verschiedene weitere Tiere eine sorgenfreie Zukunft ermöglichen. Fernab von Schlachthöfen und einem Ende im Kühlregel im Supermarkt.
Danke!!!

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

500 Menschen aktiv für Klima und Artenschutz

Also wir haben ja schon viel erlebt, aber das definitiv so noch nicht.
Für die im Mai in Melle/Oldendorf geplante Aktion „500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz“
…haben sich zum jetzigen Stand schon so viele Menschen angemeldet, dass wir tatsächlich überlegen, eine weitere Fläche an diesem Tage zu bearbeiten.
http://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de

Unterstützt wird das Ganze z.B. durch den BUND Osnabrück, den BUND Kreis Gütersloh, den NABU Kreis Coesfeld, verschiedene Fridays For Future Gruppen (Osnabrück, Ibbenbüren, Wittlage) und und und ….
Irgendetwas passiert gerade in der Gesellschaft, und es ist positiv 🙂

Was wird am 16. Mai passieren?
Folgendes wird realisiert:
* Anlage eines Klimaschutzwäldchens (ca. 400 bis 500 Bäume)
* Anlage einer Streuobstwiese
* Schaffung von zwei kleinen Feuchtbiotopen
* Schaffung von Trockenmauern
* Schaffung von Totholzbeständen
* Schaffung von Heckenstrukturen
* Setzen von Nisthilfen
* Anlage von artenreichen Blühwiesen/Blühstreifen
* Einzäunung von Teilbereichen um eine naturschutzgerechte Beweidung durch Ziegen und Schafe des Gnadenhofes Brödel (http://gnadenhof-melle.de) zu ermöglichen.
* Platzierung entsprechender Infotafeln
Schaffung von Gehölzstrukturen an Gewässerrandstreifen
* Verpflegung aller Teilnehmer mit tierleidfreien (komplett veganen) Bio-Lebensmitteln.
Grundsätzlich: Fleischliche Nahrung (z.B.) ist in Bezug auf Ernährungsformen der Hauptverursacher der Klimaerwärmung und Ursache milliardenfachen Tierleides.

Landkreis Osnabrück: 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz
http://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabruck-500-menschen-im-einsatz-fur-klima-und-artenschutz

Endlich wieder Blühwiesen anlegen

Unser Kerngebiet (neben dem Gnadenhof): Weitere Blühwiesen anlegen – Bald gehts endlich los!
Ohne Blühwiesen ist irgendwie alles wieder eintönig 🙂

Heute ein Großteil der Lieferung erhalten, mit welchem wir nun in diesem Jahr den Bundesweit ersten
„Blühwiesenkorridor“ (Stufe 1, Basisgerüst) schließen werden (auf einer Länge von 35 Kilometern).

Explizit regionales und mehrjähriges Saatgut für weitere Blühwiesen in Melle, Bissendorf, Georgsmarienhütte/Kloster Oesede, Hagen a.T.W. und weitere Kommunen.
Hat den Wert eines (gebrauchten) Kleinwagens – dank der vielen vielen Spenden war der Kauf möglich. Jetzt bringen wir es, ab Mitte März in die Erde.

Und wie jedes Jahr: Katze Yemi und Hund Merlin sind (mehr oder weniger interessiert) dabei.
Yemi hat ein Eigeninteresse, denn in artenreichen Blühwiesen finden sich auch viele Mäuse.

Auch im Landkreis Osnabrück sind Blühwiesen für die Artenvielfalt überlebenswichtig!
Insbesondere da durch die Kreistagsmehrheit beschlossen, nun auch Pestizide an Gewässern in Naturschutzgebieten (in jämmerlicher 1-Meter-Entfernung)
ausgebracht werden dürfen. Trotz des Insektensterbens: Insekten geniessen insbesondere in unserem Landkreis leider keinen besonderen Schutz (was kein Geld bringt ist scheinbar nicht besonders schützenswert).

Zur Protestpetition dagegen: http://artensterben-aufhalten.de
(da folgen noch einige humorvolle und weniger humorvolle Protestaktionen, die Warmlaufphase ist nun offiziell eröffnet)

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruckt_71760&utm_campaign=widget

Drei Strauße auf dem Gnadenhof aufgenommen

Heute endlich die Gelegenheit gehabt unsere drei Neuzugänge (Afrikanische Strauße) einmal im Hellen zu sehen.

Der weisse Strauß heisst Lotta (Marion Koch). Die beiden braunen Strauße heissen Gringa und Gaucha (Susanne Schnebel).
Die Weibchen des Straußes sind bis zu 190 Zentimeter hoch und haben ein Gewicht bis zu 110 Kilogramm schwer.
Der Strauß hat einen langen, überwiegend nackten Hals. Der Kopf ist in Relation zum Körper klein.
Die Augen sind mit einem Durchmesser von 5 Zentimetern die größten aller Landwirbeltiere.
Außerhalb der Brutzeit leben Strauße für gewöhnlich in lockeren Verbänden, die zwei bis fünf, in manchen Gegenden aber auch hundert und mehr Tiere umfassen können.

Eine alte Redensart besagt, dass der Strauß bei Bedrohung durch Feinde „den Kopf in den Sand steckt“. Tatsächlich rettet sich der Strauß, der sehr schnell laufen kann, meist durch Davonlaufen. Er ist aber auch in der Lage, sich mit einem gezielten Tritt zu verteidigen, der einen Löwen oder einen Menschen zu töten vermag. Vor allem brütende Strauße legen sich jedoch bei nahender Gefahr oft auf den Boden und halten Hals und Kopf dabei gerade ausgestreckt.
Da aus der Ferne der flach am Boden liegende Hals nicht mehr zu sehen ist, könnte dieses Verhalten zu der Legende geführt haben.

Die Eier des Straßes sind glänzend weiß, bis zu 1.900 Gramm schwer und haben einen Durchmesser von 15 Zentimetern,
ihr Inhalt entspricht dem von 24 Hühnereiern. Die Eierschale ist 2 bis 3 mm dick. Damit zählen sie absolut gesehen zu den größten Eiern der Welt.
Text und Bildquelle Straußenei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Straussenei_BMK.jpg

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

Spenden für die Strauße:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Nur ein einziger Planet für uns alle

Selten war es so präsent, dass wir nur eine Welt haben. Selten war das Bewusstsein so hoch,
dass wir (wir alle) „unsere“ Klimaschutzmaßnahmen nicht nur für uns betreiben, sondern dass diese nur greifen können, wenn
global etwas passiert. Und es passiert etwas, und es wird mehr und mehr

Für unsere im Mai im Landkreis Osnabrück stattfindende Aktion „500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz“
http://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de

….haben wir weltweit Aktivisten angeschrieben mit der Bitte eine kleine Zeichnung mit „Solidaritätsgrüßen“ zu senden.

Heute: Klimaschützende Grüße in den Landkreis von Abasse aus Togo (von der Orgnisation A.C.D.C TOGO &
„A healthy environment for a healthy life“).
Auch dort wird für klimaschützende Maßnahmen protestiert, aber eben nicht „nur“ protestiert sondern auch rege mitangepackt.
Z.B. durch Bildungsarbeit und Baumanpflanzungen.
Unser Planet ist „im Arsch“ – um es mal ganz salopp zu fomulieren, doch noch haben wir wenige Jahre Zeit um zu handeln.
JedeR bei sich, im Kleinen wie im Mittleren.
Und auch benötigen wir Gemeinschaftskationen, schon um zu demonstrieren dass viele Menschen mit wenig Zeitaufwand ein erstklassiges „wachsendes“ Biotop
mit vielen vielen Bäumen erstellen können.

Landkreis Osnabrück
500 Menschen an einem Tag aktiv für Klima und Artenschutz:
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabruck-500-menschen-im-einsatz-fur-klima-und-artenschutz

Insektenatlas 2020 erschienen

Am 8.1.2020 ist der lange erwartete Insektenatlas 2020 der Heinrich-Böll-Stiftung, des BUND
und der Le Monde Diplomatique erschienen.

Die Ergebnisse sind, um es mit einem Wort zu sagen: Desaströs!
Die Lage ist mittlerweile schlichtweg katastrophal!

Einige Fakten und Aussagen aus dem Insektenatlas 2020:

* Jährlich reduziert sich die globale Insektenmasse um etwa 2,5 %

* Wissenschaftlicher Konsens ist, dass die Landwirtschaft durch Intensivierung von
Flächen (durch Düngemittel und Pestizide) einen negativen Einfluss auf die Insektenvielfalt hat.
Gemäß Insektenatlas ist die intensive Landwirtschaft der Hauptverursacher des Insektensterbens (S. 15)

* Die Populationsdichte von Insekten nimmt dramatisch !! ab (S. 16)
Unter den 561 Wildbienen zeigt knapp die Hälfte der Arten Rückgänge auf.

Schwäbische Alb: Über einen Zeitraum von 46 Jahren nahm die Anzahl der Nester einer Schmalbienenart um 96% ab.
In den Isarauen im Bayrischen Dingolfing sind drei Viertel der Wildbienenarten im Verlauf eines Jahrzehntes (!) verschwunden-
Bei den Schwebfliegen (neben den Bienen die wichtigsten Bestäuber) – sank die Anzahl der Exemplare an sechs Standorten
in einem Schutzgebiet in NRW zwischen 1989 und 2014 von knapp 17.300 auf etwa 2700 (Verlust von 84 Prozent) (S.17)

* Weltweit ist die Menge der eingesetzten Pestizide seit 1950 um das Fünfzigfache gestiegen (S. 18)

* Die durch den Klimawandel hervorgerufenen Ereignisse wie Hitzewellen und Starkregen können dazu führen, dass lokale Insektenpopulationen aussterben.
Weil Biotopverbünde fehlen (z.B. geschützte Gewässerrandstreifen) ist es häufig nicht möglich, Verluste durch Wiederbesiedlung aus
anderen Populationen auszugleichen (S.22)

* Eine biologische Schädlingsbekämpfung ist umso besser, desto größer die biologische Vielfalt ist.
Jede Schadinsektenart (für die Landwirtschaft) hat etwa 10 bis 15 natürliche Feinde (S.24).
Reduziert sich die biologische Vielfalt und die „Schadinsekten“ überleben, gibt es keine „natürlichen Feinde“ mehr.
Ein Marienkäfer z.B. kann in seinem Leben bis zu 40.000 Blattläuse fressen.

* Neben Pestiziden ist auch eine intensive Düngung einer der Hauptverursacher für das Artensterben (S. 27)

* Wenn bei intensiver Düngung Nitrat oder Phosphat in Oberflächengewässer gelangen, belastet das auch wichtige Lebensräume vieler Insekten in der umliegenden Landschaft. Gibt es dort Bäche oder stehende Gewässer, sinkt die Vielfalt an Insekten in diesem Raum um bis zu 80%. Zu finden sind nur noch die Arten, die schlechte Wasserqualität anzeigen: Zuckmücken- und Schwebfliegenlarven, Bakterienmatten oder Schlammröhrenwürmer. (S. 27)

Der Bereich zur Politik (S. 36) enthält nicht ganz falsch die Überschrift
„Vollmundige Versprechen und unzulängliche Taten“

„Die Politik reagiert nur zögerlich und scheut zu häufig den Konflikt mit der Agrarindustrie“
(Ähnlich ist es mutmaßlich bei der Gewässerrandstreifen-Entscheidung im Landkreis Osnabrück im Jahre 2019 gewesen).

Zitat im Insektenatlas: „Der Deutsche Bauernverband hingegen lehnt das Aktionsprogramm [gemeint ist das Aktionsprogramm Insektenschutz der Bundesregierung]
als zu weitreichend und zu verbindlich ab. Vor allem kritisiert er, dass Pestizide in Schutzgebieten und an Flussläufen nur noch eingeschränkt
verwendet werden sollen“ (S.36)

* Hoch interessant ist die dieser Zusammenfassung beigelegte Grafik „Ein Viertel mehr Blütenbesucher“
In einem Vergleich „Ökologischer Landbau“ vs. konventionelle Landwirtschaft wird deutlich, dass auf ökologisch bewirtschafteten Flächen z.B.
94% mehr Wildkräuter am Wegrand vorkommen oder aber 23% mehr Insekten zu finden sind (Zusammenfassung der Ergebnisse von 528 Studien) (S.41).

Die gesamte Studie ist hier einsehbar:
https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/naturschutz/insektenatlas_2020.pdf

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Spenden für Blühwiesen und schonende Tierbeweidung:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck